Eifel


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Torbau, Eifel, Deutschland. Public Domain.
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Vulkaneifel, Eifel, Deutschland. Public Domain.

Die Eifel ist ein geologisch sehr komplexes und entsprechend auch landschaftlich sehr reizvolles Gebiet. Sie ist das Mittelgebirge nördlich der Mosel, das vom Rhein bis Luxembourg reicht. Im Norden endet sie an der Norddeutschen Tiefebene, genauer der Kölner Bucht, einer Ausbuchtung der Tiefebene nach Süden in der die Stadt Köln liegt. Es gibt mehrere widersprechende Unterteilungen der Eifel aus landschaftlichen und historischen Gründen. Wir haben sie in drei Regionen die geologisch sehr unterschiedlich sind eingeteilt. Im Westen liegt die Kalkeifel, die aus Kalkstein aufgebaut ist, im Osten die Vulkaneifel, die durch Vulkanismus geprägt ist und im Norden und der Mitte das Rumpfgebirge des variszischen Orogens, mit Schiefern, metamorphen Gesteinen und Erzen.

Die Kalkeifel zählt zur süddeutschen Schichtstufenlandschaft, gehört also nicht wie der Rest der Eifel zum Rheinischen Schiefergebirge. Sie besteht zwar aus verkarstetem Kalkstein, hat aber was Höhlen angeht wenig spektakuläres zu bieten. Dafür besitzt sie eine Vielzahl von Karstquellen, die vielfach Kalktuff-Lager aufgebaut haben. In diesen geologisch sehr jungen Gestein findet man häufig kleine Primärhöhlen.

Die Nordeifel ist der nördliche Ausläufer des Rheinischen Schiefergebirge. Ein Rumpfgebirge, der letzte Rest der Variszischen Orogenese. Wir wissen es nicht sicher, aber vermutlich war das ein Gebirge wie heute die Alpen, und über millionen von Jahren hinweh wurde es abgetragen, bis nur noch sein Kern übrig war, Das sind gefaltete kristalline und metamorphe Gesteine, aber auch Intrusionen von Magma und diverse Bodenschätze die zum Beispiel durch hydrothermale Prozesse angereichert wurden. Es gibt diverse Schaubergwerke, viele sind jedoch dem Abbau von Basalt und Schiefer gewidmet. In der Schneifel und nördlich gibt es jedoch große Bleierzvorkommen und sogar drei Blei-Schaubergwerke.

Die Vulkaneifel bietet die interessantesten geologischen Sehenswürdigkeiten. Da sind die berühmten Eifelmaare, meist kreisrunde Seen mit einigen Zehner bis einigen hundert Metern Durchmesser, umgeben von einem Kraterrand. Dies sind die Schlote von Vulkanen, meist einmaligen explosiven Eruptionen, ausgelöst durch Grundwasser, das mit dem heißen Magma in der Tiefe zusammentraf und dadurch eine Art Dampfexplosion auslöste. Ein Vulkan der bei seinem Ausbruch halb Deutschland mit Vulkanasche bedeckt hat und die Umgebung 30 m hoch mit Basaltströmen überzogen hat, ist der Laacher See. Der Vulkanismus ist auch heute noch nicht erloschen, was mehrere Kohlendioxid (CO2) Quellen zeigen. Das Kohlendioxid ist vulkanischen Ursprungs und entsteht bei der Entgasung von glutflüssigem Magma. Die Gefahr eines Vulkanausbruchs in Deutschland ist sehr gering, doch wenn dann wäre es vermutlich hier. Das Gebiet wurde in den letzten Jahren massiv erschlossen, ist UNESCO GeoPark und hat einen Vulkanpark mit diversen Museen und Schaubergwerken in denen Vulkangestein abgebaut wurde.