Buchenlochhöhle

Buchenloch - Buchenlay


Touristische Informationen:

Ort: Nördlich von Gerolstein.
(50.230513, 6.657449)
Öffnungszeiten: APR bis SEP frei zugänglich.
[2021]
Eintrittspreise: frei.
[2021]
Typ: SpeleologyKarsthöhle
Licht: Taschenlampe mitbringen
Dimension: L=30m, W=4m, H=2,4m.
Führungen: nein
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur: Hartwig Löhr (2008): Buchenloch-Höhle, In: Führer zu archäologischen Denkmälern des Trierer Landes (= Rheinisches Landesmuseum Trier [Hrsg.]: Schriftenreihe des Rheinischen Landesmuseums Trier. Band 35). Trier 2008, ISBN 978-3-923319-73-2, S. 108 f..
Stadtverwaltung Gerolstein (Hrsg.) (1975): Gerolstein in der Vulkaneifel Trier.
Adresse: Natur- und Geopark Vulkaneifel GmbH, Mainzer Str. 25, 54550 Daun, Tel.: +49-6592-933-203, Fax: +49-6592-933-6-203. E-mail:
Tourist-information Gerolsteiner Land, Am Bahnhof, 54568 Gerolstein, Tel: +49-6591-949910. E-mail:
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Geschichte

1880er archäologische Ausgrabung.
1890er Steinwerkzeug gefunden.
1938 unter Naturschutz gestellt.
1943-1945 als Luftschutzbunker benutzt.

Bemerkungen

Die Buchenlochhöhle ist ausnahmsweise eine natürliche Höhle und kein ehemaliger Steinbruch, wie die anderen "Höhlen" der Eifel. Sie befindet sich am Vulkanweg, einem Themenwanderweg der auch zur Papenkaule, einem sogenannten trockenen Maar mit einem Durchmesser von etwa 80m und einer Tiefe von 20m, führt. In diesem Gebiet mit vielfältigen vulkanischen Sehenswürdigkeiten befindet sich der Munterley-Felsen (auch Drohende Ley). Er stellt ein Korallenriff aus dem Mitteldevon dar und ist verkarstet.

Die Buchenlochhöhle ist eine Karsthöhle mit einem eindrucksvollen Portal, das die Anlage entlang einer Kluft deutlich zeigt. Der Haupteingang hat eine Länge von ca. 30m und eine durchschnittliche Breite von 4m. Der Boden befindet sich jedoch deutlich höher als die Umgebung, die Höhle wird über eine hölzerne Treppe bequem erreicht. Die Höhle kann zwar ohne Taschenlampe besichtigt werden, dennoch ist es besser wenn man eine dabei hat. Der Boden ist weitgehend horizontal, so dass normale Wanderkleidung für den Besuch völlig ausreichend ist.

Die Höhle wurde bereits im Quartär von Tieren frequentiert, es wurden Funde von Mammut, Höhlenbär, Wildpferd, Ren und Wollnashorn gemacht. Vermutlich seit der Jungsteinzeit wurde die Höhle auch von Menschen besucht. Es wurde allerdings nur eine einzelne Feuersteinklinge gefunden. Viel besser belegt ist dagegen die Nutzung während des zweiten Weltkriegs, wo die Höhle von der Gerolsteiner Bevölkerung als Zufluchtsstätte genutzt wurde. Die Ablagerungen des Jahrtausende hatten die Höhle teilweise verfüllt, so dass das Portal nur noch 2,40m hoch war. Inzwischen ist die Höhle jedoch großteils ausgeräumt und die Decke weit höher.