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Das Lonetal und die Steinzeitfunde


Bild: Das Lonetal.

Das Lonetal beginnt bei Geislingen an der Steige und mündet südöich von Giengen an der Brenz in das Brenztal. Die Ur-Lone reichte sicher viel weiter nach N, aber mit der Zeit wurde der Albrand immer weiter abgetragen und das Lonetal wurde durch Fils und Rohrach geköpft. Wenn man von Geislingen der Rohrach talaufwärt folgt, erreicht man kurz vor Amstetten ihre Quelle. Nur wenig später wandelt sich der Charakter des Tals grundlegend. Man hat das Tal der Ur-Lone erreicht, das weiter, flacher und vor allem entgegengesetzt ausgerichtet ist. Das Rohrbachtal fällt nach Norden, das Lonetal nach Süden.

Bild: Landschaft am Vogelherd.

Bis Urspring ist es ein  Trockental, wie sie für Karstgebiete typisch sind. Dort entspringt in einer  Karstquelle die Lone. (Schüttung: Max=3400l/s, MitteL=220l/s, Min=4l/s, 562 m N.N.)

Diese obere Lone fließt allerdings nur bis Breitingen. Dort versickert das Wasser in der Loneversickerung. Ähnlich wie bei der  Donauversickerung tritt das hier verschwundene Wasser in der Quelle eines ganz anderen Bachs wieder zutage, nämlich der Nau bei Langenau.

Bild: Die Große Vogelherdhöhle von aussen.

Vom Mehlsackfelsen hinter Breitingen bis zum Weiler Lontal besitzt hier das Lonetal heute nur noch zu Zeiten besonders starker Regenfälle einen Bach. In trockenen Jahren versickert die Lone sogar bereits am Häldelesfels. In den Quellen bei Lontal, die die untere Lone bilden, entspringt Wasser, das auf der Albhochfläche bei Dettingen am Albuch versickert ist. In trockenen Jahren versiegen auch diese Quellen und man trifft nur noch in der Nähe der Mündung der Lone in die Hürbe noch Wasser im Lonebett an.

Bild: ein Pferd aus Elfenbein, gefunden in der Vogelherdhöhle.

In den Hängen des Lonetals finden sich zahlreiche Höhlen. Meist sind es nur kleine Höhlen, oft nur Überhänge, die von Steinzeitmenschen häufig als Lagerplatz, Wind- und Regenschutz benutzt wurden. Dabei hinterließen sie eine große Anzahl von Artefakten. Schon seit über hundert Jahren wird nach diesen Zeugen der Vergangenheit gesucht. Am berühmtesten sind wohl die Grabungen von Prof. Wetzel von 1953 bis 1956. Dabei wurden vor allem die Bocksteinhöhle und die Bocksteinschmiede ausgegraben. Über den Verlauf dieser Grabungen berichtet das Buch Die Bocksteinschmiede (siehe unten), sehr ausführlich und anschaulich.

Weitere unter Archäologen berühmte Höhlen sind die Vogelherdhöhle und der Hohle Stein mit der Bärenhöhle, der Kleinen Scheuer und dem Stadel. Alle diese Höhlen befinden sich bei Niederstotzingen. Auffallend ist auch die Bevorzugung des Südhangs. Die Sonnenbestrahlung sorgte natürlich für höhere Temperaturen unter den windgeschützten Überhängen, außerdem war das Licht besser.

Gefunden wurden bei diesen Grabungen Steinwerkzeuge, Elfenbeinschnitzereien und Knochen von Höhlenbären, Mammut, Wildpferd, Elch, Nashorn, Hyäne, Wolf, Ren und Hirsch. Es wurden aber auch menschliche Kopfbestattungen entdeckt. Dabei zeigte sich, dass die Höhlen von der späten Altsteinzeit an recht häufig besuchte Plätze waren. Die Funde der Grabungen befinden sich heute in vielen Museen der Umgebung. Besonders schön ist die Ausstellung im  Ulmer Museum.


Sehenswürdigkeiten dieser Region

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Siehe auch


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