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| Bild: Das Hinweisschild der Charlottenhöhle. |
| Ort: | A7 Ausf Giengen/Herbrechtingen, nach Hürben, dann weiter Richtung Lontal, nach 1km rechts der Straße, oder A7 Ausf Niederstotzingen, durch Niederstotzingen, nach 2km links ab durch das malerische Lonetal, nach Lontal links Richtung Hürben, links der Straße kurz vor Hürben. Großer Parkplatz, 10 min Fußweg steil bergauf. (75,Lb57) |
| Öffnungszeiten: | APR-OCT Mo-Sa 9-11:30, 13:30-16:30, So+Fei 9-16:30 [2004] |
| Eintrittspreise: | Erwachsene EUR 3.-, Ermäßigt EUR 2.50, Kinder (0-14) EUR 1.50. Gruppen (20+): Erwachsene EUR 2.50. [2004] |
| Typ: |
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| Licht: | elektrisch, Notbeleuchtung: zweiter Stromkreis und Notstromaggregat |
| Dimension: | L=587m, A=487m N.N. |
| Führungen: |
L=460m (2x), D=45min, St=74, V=40.000/a [2005]. Führungen nach Bedarf, Führungen in französischer Sprache nach terminlicher Absprache. |
| Literatur: | Die Charlottenhöhle bei Hürben, Sonderdruck aus: Abh. Karst- und Höhlenkde, Reihe A, Heft 3, München 1983 |
| Adresse: |
Stadtverwaltung Giengen, i-Punkt, Marktstr. 9, 89537 Giengen, Tel: +49-7322-952-292, Fax: +49-7322-952-264.
E-mail: Kiosk an der Höhle, Tel: +49-7324-7296 (während der Öffnungszeiten). Höhlenverwaltung, Tel: +49-7324-6185. |
| Stand: | $Date: 2007/10/03 18:22:52 $ |
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| Bild: eines der Überbleibsel der Höhlenbären. Sie lebten so lange in der Höhle, daß die Wände im Vorbeilaufen glattgeschliffen wurde. Diese glatten Stellen heißen Bärenschliff. |
| 1591 | Name Hundsloch in einer Karte von Renlin d.Ä. ohne Einzeichnung der Höhle selbst. | |
| 07-MAY-1893 | erste Befahrung des Einstiegsschachts. | |
| 1893 | im folgenden Ausbau, künstlicher Eingang und elektrische Beleuchtung. | |
| 17-SEP-1893 | Eröffnung der Höhle. | |
| 23-SEP-1893 | Besuch der Königin Charlotte. | |
| 1957-1958 | Ausbau der heutigen Beleuchtung. |
Die Charlottenhöhle war schon seit Jahrhunderten als Hundsloch bekannt. Dieser Name kommt von der Tatsache, daß die Kadaver verendeter Tiere einfach in dieses Loch geworfen wurden. Aus diesem Grund verfiel auch niemand auf die Idee einmal in diesen Schacht zu steigen.
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| Bild: typischer Wandsinter. |
Erst ein Fremder, der Oberförster von Giengen, Hermann Sihler regte zur Erforschung an. Um die Höhle zu erreichen, mußte allerdings vorher ein Knochenhaufen auf die Seite geräumt werden, der den Eingangsschacht völlig plombierte.
Die Charlottenhöhle erhielt ihren Namen zu Ehren der Königin Charlotte von Württemberg.
Die Benennung von Höhlen nach Adeligen war im 19. Jahrhundert üblich
(Siehe
Friedrichshöhle,
Olgahöhle,
Karlshöhle).
Außerdem hoffte man auf einen Zuschuß zum Ausbau durch die Namenspatronin.
Die Höhle wird an einem Ende betreten. Die lange Ganghöhle wird bis fast bis zum Ende begangen und man muß danach den ganzen Weg zurück, was die Möglichkeit bietet, einzelne Punkte noch einmal in Ruhe zu betrachten.
Die Höhle ist an zwei Kluftrichtungen angelegt. Die Hauptkluftrichtung verläuft fast E-W, die andere NE-SW. An vielen Stellen läßt sich das abrupte Umschwenken von einer in die andere Richtung beobachten. Auch die Kluft selbst ist fast immer an der Decke zu erkennen.
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| Bild: Die erste elektrische Beleuchtung. |
Die erste elektrische Beleuchtung war offen angelegt. Im Gang wurden eiserne Querstreben eingebaut auf denen die Leitungen auf Glasisolatoren befestigt waren. Ein Abschnitt dieser Leitung ist noch erhalten. Durch Zufall wurde eines der Kabel von den Tropfen eines Stalaktits getroffen. Dadurch hat sich in den letzten hundert Jahren ein fast 5cm langes Sintersück gebildet, das oben die Charaktermerkmale eines Stalagmiten hat, unten die eines Stalaktiten.
Geradezu legendär ist die
C14-Altersbestimmung
dieses Tropfstein.
Das ermittelte Alter von 30.000 Jahren konnte nicht stimmen, da der Tropfstein
nachweislich in den letzten hundert Jahren, seit dem Bau der elektrischen
Leitungen gewachsen ist.
Dies ist natürlich kein Argument gegen die
C14-Altersbestimmung,
weist aber nachdrücklich darauf hin, daß viele notwendige Parameter
für das Verfahren meist nur geschätzt, beziehungsweise nach
Erfahrungswerten ergänzt, werden.
In diesem speziellen Fall befindet sich an der Erdoberfläche eine mit Humus
gefüllte Doline, die mit ihren Huminsäuren zu verstärkter
Lösung von Kalk und damit auch zu schnellem Wachstum des Tropfsteins
führte.
Eine entsprechende Modifikation der Parameter führte dann auch promt zum
korrekten Ergebnis!
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| Charlottenhöhlen Gallerie |
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| Letzte Änderung Impressum, © Jochen Duckeck. |
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Änderungen und Kritik: |
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