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Himmelfahrt Fundgrube Freiberg


Touristische Informationen:

Ort: Freiberg.
Zwischen Chemnitz und Dresden. A4 Ausfahrt Siebenlehn, B101 nach Freiberg.
Öffnungszeiten: Schacht Reiche Zeche:
Erlebnisführung: Ganzjährig Mo-Fr 11, Sa, Fei 11, 14, So 14.
Bergwerksführung: Ganzjährig Mo-Fr 14, Sa, So, Fei 15.
Erlebnislehrpfad: Ganzjährig Mo-Fr 10, 11, 13, 14, 15, Sa, So 11-16 stündlich, Fei 14, 15, 16.
Schacht Reiche Zeche (Museum): Ganzjährig Mo-Fr 7:30-15:30.
Schacht Alte Elisabeth: MAI bis OCT Mo-Fr 13, Sa 10, 14, So 12, 14, Fei 11, 13:30, 15.
Thurmhofschacht: nach Anmeldung
[2008]
Eintrittspreise: Schacht Reiche Zeche:
Erlebnisführung: Erwachsene EUR 12,50, Schüler EUR 10, Azubis EUR 10, Studenten EUR 10, Kinder (0-11) nicht erlaubt.
Bergwerksführung: Erwachsene EUR 10, Schüler EUR 7,50, Azubis EUR 7,50, Studenten EUR 7,50, Kinder (0-11) nicht erlaubt.
Erlebnislehrpfad: Erwachsene EUR 7,50, Schüler EUR 5, Azubis EUR 5, Studenten EUR 5, Kinder (0-5) nicht erlaubt.
Extremtour: Erwachsene EUR 5 pro Stunde.
Schacht Reiche Zeche (Museum): Erwachsene EUR 2,50, Schüler EUR 1,50, Azubis EUR 1,50, Studenten EUR 1,50.
Schacht Alte Elisabeth: Erwachsene EUR 3, Schüler EUR 2, Azubis EUR 2, Studenten EUR 2.
Thurmhofschacht: Erwachsene EUR 2, Schüler EUR 1,50, Azubis EUR 1,50, Studenten EUR 1,50.
Ein Besuch des Bergwerks ist erst ab 12 Jahre möglich.
[2008]
Typ: Polymetallische Lagestätte, Silber, Blei Arsen, Zink, Kupfer, Nickel, Kobalt.
Licht: elektrisch
Dimension: L=14km, VR=240m.
Führungen: Schacht Reiche Zeche:
Erlebnisführung: D=2.5h.
Bergwerksführung: D=1.5h.
Erlebnislehrpfad: D=45min, ungeführt.
Extremtour: D=4-6h.
Schacht Reiche Zeche (Museum): ungeführt.
Schacht Alte Elisabeth: D=1h.
Thurmhofschacht: D=1h.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Matthias Arnold (1997): Die "Reiche Zeche" zu Freiberg, Der Höhlenforscher, 29. Jg 1997, S. 39-40.
Adresse: Sächsisches Besucherbergwerk "Himmelfahrt Fundgrube Freiberg", Fuchsmühlenweg 9, 09599 Freiberg/Sachsen, Tel: +49-3731-394571, Fax: +49-3731-394572. E-mail: contact
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:56 $

Geschichte

 
1168Silberfund im Münzbachtal, Beginn des Bergbaus.
1170Kaiser Friedrich Barbarossa übergibt Markgraf Otto das Bergregal.
1233früheste urkundliche Erwähnung des Freiberger Bergrechts.
~1300Bau von Wasserlösungsstollen.
1338Prägung von Meißner Groschen, beginn der Freiberger Münztradition.
1500Ulrich Rühlein von Calw, Bürgermeister und Stadtarzt von Freiberg, veröffentlicht das erste montanistische Buch in deutscher Sprache: "Ein nützlich Bergbüchlein".
1535Verbot des Feuersetzens nach mehreren tödlichen Unfällen durch Rauchvergiftung.
1555Gründung des Oberhüttenamtes.
1643Bohren und Schießen (Sprengen untertage) eingeführt durch Oberbergmeister Martin Weigl.
1765Bergakademie Freiberg gegründet.
~1840Prof. Julius Weisbach entwickelt den Theodolit für die Grubenvermessung.
1913Stillegung des Bergbaus.
1919Bergakademie übernimmt die Schächte "Reiche Zeche" und "Alte Elisabeth" als Lehrbergwerk.
1937Wiederinbetriebnahme für die Gewinnung der Buntmetalle Blei, Zink und Kupfer.
1969Endgültige Stillegung.
1981Reiche Zeche restauriert.
1993Rückführung der Tagesanlage "Reiche Zeche" an die TU Bergakademie Freiberg.

Geologie

Der Bergbau in Freiberg basierte auf polymetallischen Lagerstätten, also Gängen die mit reichen Erzen verschiedenster Metalle gefüllt sind. Das wichtigste Metall war Silber, da der Gehalt an Silber verhältnismäßig hoch war. Das Silber wurde zum Prägen von Münzen verwendet.


Bemerkungen

Das Sächsische Besucherbergwerk "Himmelfahrt Fundgrube Freiberg" ist eigentlich kein einzelnes Bergwerk, sondern der Überrest eines ganzen Reviers mit dem Namen Grubenfeld Himmelfahrt. Der gesamte Komplex besteht schätzungsweise aus über 100km Stollen. Etwa 14km auf vier Horizonten und bis in eine Tiefe von 230m sind bisher erforscht. Bis heute ist Freiberg der Standort der Bergakademie Freiberg. Das Bergwerk wird von der Bergakademie als Lehrbergwerk genutzt. Studenten der Bergbautechnologie, Vermessung, Geophysik, Geologie, Mineralogie und anderer Studienfächer machen hier ihre praktische Ausbildung.

Während der letzten Bergbauperiode 1950 bis 1969 wurde der Schacht Reiche Zeche als Förderschacht benutzt und der benachbarte Schacht Alte Elisabeth zur Bewetterung. Die Übertage-Schachtanlagen um Alte Elisabeth stellen einen fast kompletten Komplex von Bergwerksgebäuden aus dem 18. Jahrhundert dar.

Die Reiche Zeche ist das letzte öffentlich zugängliche Bergwerk des bekannten Freiberger Bergbaus. Im Bergwerk können verschiedene Routen besichtigt werden. Eine Tour zeigt den Abbau des 19. und 10. Jahrhunderts auf einer Tiefe von 150m. Eine andere zeigt den Bergbau des 14. bis 16. Jahrhunderts. Dieser Teil wurde von Hand geschlägelt.

Auf der Oberfläche bei der Reichen Zeche befindet sich ein Museum mit Abbaugerät und Werkzeugen sowie einer eindrucksvollen Mineralienausstellung. Sie wird ohne Führung besichtigt. Eine weitere Führung geht zur Schachtanlage Alte Elisabeth etwas südlich, dabei wird jedoch nur die Oberfläche besichtigt. Und schließlich gibt es noch die Führung in den Thurmhofschacht, dessen Hauptsehenswürdigkeit ein hölzernes Wasserrad ist, das sich in einer großen unterirdischen Kammer befindet.

Neben der touristischen Nutzung wird die Anlage auch als Lehr- und Forschungsbergwerk durch die Bergakademie Freiberg genutzt. Bereits bei der Stilllegung des Freiberger Bergbaues im Jahre 1913 übernahm die Bergakademie Teile der Himmelfahrt Fundgrube für Lehre und Forschung.


Siehe auch


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