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Erzgebirge


Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge das sich an der deutsch-tschechischen Grenze entlang erstreckt. Sein tschechischer Name ist Krušné hory. Es reicht vom Vogtland bei Plauen bis zum Elbsandsteingebirge südlich von Dresden. Es hat eine Ost-West Erstreckung von etwa 120km und eine Nord-Süd Erstreckung von etwa 30km. Der Höhenzug ist sowohl natürliche als auch politische Grenze zu Tschechien, diese verläuft knapp nördlich der Kammlinie.

Der Bergbau im Erzgebirge hat eine lange Tradition, vor allem nach Metallen, also Erzen, was sich ja auch im Namen Erzgebirge niedergeschlagen hat. Ursprünglich wurden vor allem Eisen und Zinn abgebaut, später Silber, Kupfer, Blei, Arsen, Kobalt, Nickel und anderes. Durch diese Vielfalt entwickelte sich eine bedeutende Bergbau- und Hüttenindustrie. Die Städte Freiberg, Marienberg, Annaberg, Schneeberg und Joachimsthal werden als Bergstädte bezeichnet, sie brachten es vor allem durch reiche Silberfunde zu erheblichem Wohlstand. Heute würde man eine Berg(werks)stadt mit Umweltverschmutzung, sozialen Problemen und Bergwerksunfällen gleichsetzen, im Mittelalter war eine Bergstadt jedoch etwas erstrebenswertes, da es wirtschaftlichen Erfolg, Freiheit und Arbeitsplätze bedeutete.

Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts kam eine vielfältige Industrialisierung hinzu. Es entwickelten sich Maschinenbau, Blechverarbeitung, Färbereien, Papierfabriken und Textilfabriken. Doch der massivste und auch in gewisser Weise menschenverachtendste Bergbau fand erst im 20. Jahrhundert statt, als Aswirkung des kalten Krieges. Es wurden nämlich Uran Vorkommen entdeckt, die von der SDAG Wismut ausgebeutet wurden, natürlich in erster Linie für die Waffenproduktion in Russland.

Mit dem Ende des kalten Krieges ist der gesamte Bergbau in der Region zum Erliegen gekommen. Es ist sozusagen der Markt weggebrochen. Zudem war so mancher Abbau im Sozialismus von politischen Notwendigkeiten getrieben, nicht von wirtschaftlicher Rentabilität.


Sehenswürdigkeiten dieser Region

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