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| Ort: | Schönborn-Dreiwerden |
| Öffnungszeiten: |
Ganzjährig Sa 10, 13. Ostern, Pfingsten 10, 13, 15. [2011] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 6,50, Kinder (6-14) EUR 4,50, Kinder (0-5) frei. Gruppen (20+): Erwachsene EUR 6, Kinder (6-14) EUR 4. Exkursionsbefahrung: Pro Person EUR 29, Mindestalter 12, ab 5 Personen. [2011] |
| Typ: |
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| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | T=8-11°C |
| Führungen: | Exkursionsbefahrung: D=5-7h |
| Fotografieren: | |
| Zugänglichkeit: | |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Alte Hoffnung Erbstolln e.V., Feldstraße 15, OT Schönborn-Dreiwerden, 09661 Rossau, Tel: +49-3727-91845.
E-mail: |
| Stand: | $Date: 2011/12/13 09:14:09 $ |
| 1831 | Bergwerk eröffnet. | |
| 1843 | erste untertägig arbeitende Turbine im Freiberger Bergbau. | |
| 1885 | Bergwerk geschlossen. | |
| 1978 | offizielle Genehmigung ermöglicht Exkursionen. | |
| 1990 | Verein "Alte Hoffnung Erbstolln" e.V. als Rechtsnachfolger der Arbeitsgemeinschaft "Historischer Erzbergbau" gegründet. | |
| 1992 | Schaubergwerk eröffnet. | |
| 1993 | 150. Jahrestag der Turbineninbetriebnahme. | |
| 13-APR-1996 | fertiggestellter Kunstwinkelort durch Ministerpräsident Kurt Biedenkopf eröffnet. |
Das Besucherbergwerk Alte Hoffnung Erbstolln existiert seit 1992 und wurde geschaffen um Einnahmen für die Erhaltung des Bergwerks zu erwirtschaften. Es wurde aufgebaut vom Verein "Alte Hoffnung Erbstolln" e.V., dessen Mitglieder das Bergwerk bereits seit Beginn der 1970er Jahre betreuen. Besucher werden zuerst in das Grubenbesucherbuch eingetragen und dann mit Helm, Kittel und echtem Bergmannsgeleucht ausgestattet. Dann beginnt die Führung mit einer kurzen Einführung zur Geschichte des Bergbauareals. Die Rollschachtkaue ist der Platz an dem früher die Scheidebank stand, hier wird die Erzaufbereitungstechnologie vor 150 Jahren erläutert. Das Bergwerk wird von der Zschopau aus mit einem Boot befahren. Man folgt den Röschen, das sind Stollen, die der Entwässerung dienten. Daher auch der Name des Schaubergwerks, Erbstollen ist eine andere Bezeichnung für Rösche.
Man verlässt das Boot im ehemaligen technischen Zentrum der Grube. Hier befand sich die erste Turbine die im Freiberger Bergbau untertägig eingesetzt wurde. Die Turbine, die vom französischen Ingenieur Benoit Fourneyron entwickelt wurde, wurde 1843 in Betrieb gesetzt. Der Verein arbeitet zur Zeit daran, sie wieder aufzubauen.
Am Bohrort aus dem Jahre 1883 wird die tägliche Arbeit und die Arbeitsmittel der Bergleute erläutert. Das beginnt mit Schlägel und Eisen, den traditionellen Werkzeugen, die auch demonstriert werden. Dann geht es über eine Fahrt, das ist der Bergmännische Begriff für eine Leiter, in das Niveau der Schützerstolln hinauf. Hier wurde die Wasserzufuhr auf die Turbine geregelt. Nun erreicht man den Herrmann-Kunstschacht, der 286m tief ist. Hier sind die Reste des 1870 in Betrieb gesetzten Dampfkunstgezeuges der Fa. Jacobi aus Meissen zu sehen. Dabei handeltes sich um eine imposante eiserne Druckpumpe.
Im Clementine-Kunst- und Treibeschacht befinden sich die Rest der hölzernen Saugpumpen, die einst von der Turbine angetrieben wurden. Ein hölzerner Kunstwinkel wurde hier rekonstriert, um die Funktionsweise der Kraftübertragung anschaulich zu demonstrieren. Dann erreicht man den westlichen Turbinenraum, in dem 1864 eine weitere Turbine in Betrieb genommen wurde. Schließlich geht es wieder vier Fahrten hinunter auf das Niveau Eisenbahnstolln, auf dem das Bergwerk wieder verlassen wird.
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