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Wasserfall Dreimühlen
Nohner Wasserfall - Ahbacher Wasserfall - Drömmeler Spröetz
Touristische Informationen:
Geschichte
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| 1910 | beim Bau der Eisenbahn angelegt. |
| 1938 | zum Naturdenkmal erklärt. |
Bemerkungen
Im Ahbachtal liegt eine außergewöhnliche
Sehenswürdigkeit, die vielen Besuchern gar nicht weiter zu denken gibt.
Ein nicht besonders großer Wasserfall, der über eine zwölf Meter
lange und fünf Meter hohe Kalktuffmauer stürzt.
Was so natürlich und wenig bemerkenswert aussieht, ist ein ganz
außergewöhnliches Technikdenkmal.
Das würde man nun auf keinen Fall vermuten, und auch die Tatsache, daß es
bereits vor etwa siebzig Jahren zum Naturdenkmal erklärt wurde, scheint dem zu
widersprechen.
Tatsächlich handelt es sich um einen künstlichen Wasserfall, der beim Bau der
Eisenbahn im Jahr 1910 durch die Umleitung und Zusammenführung vieler Rinnsale
und kleiner Bäche entstanden ist.
Doch fangen wir von Anfang an.
Die Kalksteine der Kalkeifel sind verkarstet, auch wenn sie kaum befahrbare
Höhlen aufweisen.
Die Abtragung des Kalks im Gestein führt dazu, daß um die Karstquellen des
Gebietes häufig Kalktuff in großen Mengen abgelagert wird.
Dafür ist das Entweichen des Kohlendioxids aus dem Wasser, sowie der Verbrauch
desselben durch Pflanzen im Wasser zurückzuführen.
So hat sich im Ahbachtal, wo an einem Abhang im Dreimüllerwald in breiter
Front Wasser austritt, eine große Kalktuffablagerung gebildet.
Auch die Ruine Dreimühlen wurde auf einem Hügel aus Kalktuff erbaut.
Beim Eisenbahnbau mußte nun verhindert werden, daß das Wasser die Bahnanlagen
beschädigt.
Deshalb wurde das Wasser durch einen Kanal zusammengeführt und unter den
Schienen hindurch in den Ahbach geleitet.
Das Wasser stürzt dabei über eine, natürlich ebenfalls künstliche, Stufe
hinunter.
Dabei wird nun wiederum Kohlensäure abgegeben und Kalk abgelagert, und so wuchs
die gemauerte Stufe bald mit Kalktuff zu, und der Wasserfall erhielt ein sehr
natürliches Aussehen.
Die Besonderheit dieser Erscheinung führte bereits 1938 dazu, daß sie zum
Naturdenkmal erklärt wurde.
Grundsätzlich ist diese Art von Wasserfall und von wachsenden Tufflager ganz
typisch für kalkhaltige Karstwässer.
Andererseits ist der durch Menschen entstandene Auslöser und die dadurch
begreifllich werdende Geschwindigkeit eines geologischen Prozesses
außergewöhnlich.
Siehe auch