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Schillerhöhle oder Schillingshöhle


Touristische Informationen:

Bild: eingestürzte Naturbrücke.
Ort: Von Bad Urach B465 nach Münsingen, nach 2km links ab nach Wittlingen, von Wittlingen 30min. Fußweg zur Ruine Hohenwittlingen, am Nordhang des Bergvorsprungs. (73,Kc58)
Öffnungszeiten: 16-APR bis 14-NOV frei zugänglich.
15-NOV bis 15-APR geschlossen.
[2011]
Eintrittspreise: frei.
[2011]
Typ: Kalkhöhle, Ganghöhle, Malm
Licht: Taschenlampe mitbringen
Dimension: L=120m, B=1-2m, H=3-4 m
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Dr. David Friedrich Weinland (1876): Rulaman.
siehe auch  Rulaman
Adresse:  
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:47 $

Geschichte

Bild: Fledermaustor am Höhleneingang.
 
1341Herr von Schilling verunglückt bei der Höhle.
1618-48als Fluchthöhle im Dreißigjährigen Krieg benutzt
1833Grabung durch von Mandelsloh von Urach.
1875Weinland veröffentlicht den Rulaman.
1966-68Erforschung und Vermessung durch die Arge Berg, Stuttgart.
MAY-2009Einsturz der Naturbrücke.

Bemerkungen

Bild: Blick nach oben.

Im Jahr 1341 soll ein Herr von Schilling hier verunglückt sein. Darauf wird der Name der Höhle zurückgeführt.

Die Schillingshöhle spielt eine wichtige Rolle in dem Buch  Rulaman von David Friedrich Weinland, sie wird unter dem Namen Tulkahöhle als Wohnhöhle eines Stammes von Steinzeitmenschen ausführlich beschrieben.

Bild: typischer Höhlengang.

Der Rulamann ist der erste Versuch, wissenschaftliche Erkenntnisse über die Urzeit, populärwissenschaftlich zu verarbeiten. Dabei ist spannende Unterhaltung herausgekommen, die auch heute noch gut zu lesen ist.

Die Schillerhöhle diente als Vorlage für die Höhlenbeschreibung im Buch. Ein Nachweis für die tatsächliche Besiedlung der Höhle in der Steinzeit konnte bisher allerdings nicht gefunden werden. Der Stammsitz der Familie Weinland befindet sich auf der gleichen Felsnase, in der sich die Schillerhöhle befindet. Durch die räumliche Nähe war ihm diese Höhle sehr gut bekannt. Deshalb lag es natürlich nahe sie als Vorlage zu benutzen.

Die Höhle wurde viele Jahre lang einmal im Jahr elektrisch beleuchtet. Dies wird inzwischen nicht mehr gemacht um die Besucherzahl und damit die Beschädigungen an der Höhle etwas zu reduzieren. Aber sie ist frei zugänglich und recht einfach zu begehen. Allerdings sind keine Wege ausgebaut. Man geht zuerst einen fast horizontalen Gang entlang, der meist angenehm breit und sehr hoch ist. Am Ende macht die Höhle eine Kurve und der Gang führt einige Meter hinunter zu einer Art lehmgefülltem See. Man sollte vermeiden diesen Lehm zu betreten.

Der Höhleneingang ist seit vielen Jahren durch ein Fledermaustor verschlossen. Das Tor verhindert das Betreten der Höhe zwischen Mitte November und Mitte April, zum Schutz überwinternder Fledermäuse. Im Rest des Jahres ist die Höhle frei zugänglich.

Vor dem Höhleneingang gab es immer eine kleine Naturbrücke, ein schlanker Bogen aus Kalkstein der durchquert werden musste um zum eigentlichen Höhleneingang zu gelangen. Er war ein letztes Überbleibsel eines inzwischen erodierten Höhlenteils. Im Mai 2009 begann diese Naturbrücke zusammenzubrechen und die Höhle musste gesperrt werden, weil der Zugang nicht mehr gefahrlos möglich war. Die Naturbrücke kollabierte und weitere instabile Teile der Felswand fielen herunter. Bis zum Herbst waren die größten Brocken zur Seite geräumt und die neu entstandene Wand durch berauben stabilisiert. Aufgrund des winterlichen Fledermausschutzes wurde die Höhle jedoch erst im Frühjahr 2010 wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Das Betreten der Höhle ist also wieder sicher möglich, dDoch dieser Einsturz erinnert uns daran, dass Höhlenentstehung ein fortschreitender Prozess ist, der auch in der Gegenwart stattfindet, auch wenn wir ihn nicht leicht wahrnehmen können.



Schillerhöhle Gallerie

Siehe auch


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