| Ort: |
Briloner Straße 48a, 59909 Bestwig.
(51.3670460, 8.4310454) |
| Öffnungszeiten: |
Schnuppertour:
FEB bis DEZ 1 Sa im Monat 14. Tauchen: APR bis NOV Sa, So 9-18. Anmeldung notwendig. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Schnuppertour:
Erwachsene EUR 25, Kinder (0-12) EUR 22. Tauchen: Ganztägig für Höhlentaucher EUR 69, Schnuppertauchen EUR 69. [2026] |
| Typ: |
Schiefer
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: |
Schnuppertour: D=3 h, Max=16. Schnuppertauchen: D=45 min. |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Schieferbau Nuttlar, Das Erlebnisbergwerk, Briloner Straße 48a, 59909 Bestwig, Tel: +49-170-2857601.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1878 | Vortrieb des ersten Stollens. |
| 1985 | Ende des Abbaus. |
| 2023 | Schaubergwerk geschlossen. |
| 2026 | Erlebnisbergwerk wieder eröffnet. |
Die Schiefer stammen aus dem Devon, Schichte von 3 m bis 10 m mächtigkeit wechseln mit Kalksteinschichten ab. Es gibt aber auch Schieferflöze mit bis zu 30 m mächtigkeit.
Das Erlebnisbergwerk Nuttlar ist bekannt als Schieferbau Nuttlar oder als Schieferbergwerk Nuttlar. Auf der Website wird es aber als Schieferbau Nuttlar UG bezeichnet, was der Name der Firma ist, die das Bergwerk betreibt.
Die Region hat große Mengen an Schiefer, der als Baustoff recht praktisch ist. Er wird sowohl zum Decken des Dachs als auch für die Verkleidung von Hauswänden benutzt. Auch als Bodenplatten und Fensterbank kann man ihn benutzen. Allerdings kommt es in Oberflächennähe zum Eindringen von Regenwasser und im Winter durch Frostsprenung zur Zerstörung des Steins. Die hier gewonnenen Schieferplatten sind deshalb häufig undicht. Aus diesem Grund wurde der Schiefer unterirdisch abgebaut, die Qualität war einfach besser.
Hier in Nuttlar begann der Abbau 1860 mit dem Vortrieb des ersten Stollens. Das Bergwerk war über 100 Jahre in Betrieb und beschäftigte bis zu 200 Arbeiter. Das Ergebnis waren viel Kilometer Gänge und Abbau auf fünf verschiedenen Sohlen. Wie immer im Bergbau war das Hauptproblem das Grundwasser, verstärkt durch die nahegelegene Ruhr. Und so wurden die unteren zwei Ebenen vollständig geflutet, die mittlere zur Hälfte, als mit dem Ende des Bergbaus 1985 die Pumpen abgestellt wurden.
Das touristische Bergwerk besteht aus zwei komplett unterschiedlichen Angeboten. Das klassische Schaubergwerk zeigt eine der oberen beiden Sohlen, die trocken sind. Allerdings wurde es zwar gesichert und mit Sicherheitstechnik ausgestattet, doch es gibt kein elektrisches Licht und auch keine Führungswege. Die Besucher werden mit Helm mit Kopflampe und Handschuhen ausgestattet und begehen das Bergwerk so wie die Bergleute. Natürlich war der Boden eben und für die Bergwerkszüge mit Gleisen ausgestattet. Mit anderen Worten, die Begehung ist nicht schwierig, es muss nicht geklettert werden. Dennoch sind gute Wanderschuhe dringend zu empfehlen. Diese Besonderheit ist wohl der Grund warum das Bergwerk als Erlebnisbergwerk Nuttlar bezeichnet wird. Es wird nur eine Führung pro Monat angeboten, am Samstag um 14:00, jedoch fast ganzjährig. Die tatsächlichen Termine werden jährlich auf der Website veröffentlicht. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl sind die Führungen schnell ausgebucht.
Es gibt aber noch eine zweite Möglichkeit das Bergwerk zu besuchen, und zwar die unteren drei Sohlen. Die sind vollständig mit Wasser gefüllt und deshalb nur für Taucher zugänglich. Auf der mittleren Sohle erreicht man eine maximale Tauchtiefe von 14 m und auf der unteren Sohle werden bis zu 30 m Tiefe erreicht. Dabei werden zwei Arten von Tauchern unterschieden, zertifizierte Höhlentaucher können ohne Begleitung ganztägig tauchen, während Sporttaucher in kleinen Gruppen unter Anleitung eines Tauchlehrers eine kleine Schnuppertour unternehmen können. Die Tauchlehrer sind von der Tauchschule Sauerland.