Besucherbergwerk Marie Louise Stolln


Touristische Informationen:

Ort: Berggießhübel
Öffnungszeiten: Ganzjährig Mi-So, Fei 10-18.
Schulferien: täglich 10-18.
Geschlossen 24-DEC, 25-DEC, 26-DEC, 31-DEC, 01-JAN.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 5, Kinder (6-16) EUR 3, Kinder (0-5) nicht erlaubt.
Gruppen (15+): Erwachsene EUR 4, Schüler EUR 3.
Speleotherapie: 10 Besuche mit ärztlicher Überwachung EUR 450, Testbesuch EUR 10.
[2011]
Typ: MineEisen ExplainSpeläotherapie
Licht: LightBeleuchtung mit Glühlampen
Dimension: T=8-10 °C, H=80%.
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Kurgesellschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel mbH, Besucherbergwerk "Marie Louise Stolln", Siedlung 1, 01819 Kurort Berggießhübel, Tel: +49-35023-52980, Fax: +49-35023-52981. E-mail: contact
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Geschichte

1230 deutsche Eisenbauern besiedeln die Gegend und beginnen mit dem Abbau und der Verarbeitung der Eisenerze.
1300 Gottleuba als Bergmannsiedlung gegründet.
1404 gelangt nach der Dohnaischen Fehde dauerhaft in die Hand der Wettiner.
19-MAY-1418 Bergbau an der Gottleuba erstmals urkundlich erwähnt.
1447 Erzlagerstätten um Berggießhübel als Gißhobel erstmals urkundlich erwähnt.
1459 Grenzstreitigkeiten von Kurfürst Friedrich II im Vertrag von Eger beigelegt.
1466 eigenständiges Bergamt mit Bergmeister.
1590 vom Chronist Petrus Albinus gerühmt, Begriff des Pirnisch Eisen geprägt.
1618 Ende des Bergbaus durch den 30jährigen Krieg.
1717 erste Heilquelle Johann-Georg-Brunnen entdeckt.
1726 Friedrich Erbstolln (Marie Louise Stolln) aufgefahren.
1731 Holzverordnung minderte die Konkurrenzfähigkeit der Hüttenwerke und lässt die bergbaulichen Aktivitäten zurückgehen.
1813 Durchziehende Truppen beschädigen Bergwerks- und Hüttenanlagen, Bergbau kommt zum Erliegen.
1819 Wiederaufnahme des Bergbaus unter Detlev Graf von Einsiedel.
1876-1878 mining paused because of a European over production crisis.
1892 Erschöpfung der Erzlager, Einstellung des Abbaus.
1964 verstärkt Auftreten von Bergschäden.
1970 Sanierung durch die Bergsicherung Dresden.
2003 Beginn des Ausbaus zum Schaubergwerk.
2006 Eröffnung des Schaubergwerks.

Geologie

Die Erzlagerstätten des Erzgebirges sind generell Erzgänge oder Erzstöcke. Beide Arten von Lagerstätten durchschlagen das umgebende Gestein, folgen also nicht der Schichtung. Das Berggießhübeler Revier stellt eine Ausnahme dar. Hier handelt es sich um ein Skarn-Erzlager, das ein schichtförmiges und bis zu mehrere Meter mächtiges Erzvorkommen darstellt. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Sedimentäres Lager, das mit dem Gestein gebildet wurde, sondern um eine Alteration einer Marmorschicht durch thermale Wässer. Die chemische Reaktion der metallhaltigen Lösung mit dem Marmor bewirkte eine Auflösung des Marmors und gleichzeitig eine Ausfällung von Eisenerzen. So wurde die Marmorschicht durch das Eisenerz ersetzt.

Bemerkungen