| Ort: |
Am Pöstlingberg 16, 4040 Linz.
(48.3241927, 14.2564233) |
| Öffnungszeiten: |
MÄR bis MAI täglich 10-17. JUN bis AUG täglich 10-18. SEP bis NOV täglich 10-17. DEC So, 08-DEC, 24-DEC 10-15. [2024] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 6.40, Kinder (2-15) EUR 3.80, Kinder (0-1) frei, Familien (2+2) EUR 17.20. Gruppen (10+): Erwachsene EUR 5.10, Kinder (2-15) EUR 3. [2024] |
| Typ: |
Kasematten
Höhlenreplik
Höhlenkundliches Museum
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: |
Christian Hager (1996):
90 Jahre Linzer Grottenbahn
in: Oberösterreichische Heimatblätter 50 (1996) 3, S. 302–312.
pdf
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| Adresse: |
Grottenbahn, Am Pöstlingberg 16, 4040 Linz, Tel: +43-732-3400-7506.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1742 bis 1747 | Bau der Pöstlingbergkirche. |
| 1897 | Die Straßenbahn- und Elektrizitätsgesellschaft Linz-Urfahr (TEG) erwirbt die Festung Pöstlingberg. |
| 1898 | Eröffnung der Pöstlingbergbahn. |
| 06. AUGUST 1906 | Eröffnung der Grottenbahn für die Öffentlichkeit. |
| 1911 | Ausstellung lebender Grottenolme im Keller. |
| 01-MAI-191 | Eröffnung des ersten österreichischen Höhlenkundemuseums. |
| 1917 bis 1919 | Einrichtung eines Kriegsmuseums durch das Kriegsfürsorgeamt. |
| 1936 | Der Landschaftsmaler Ludwig Haase malt eine Nachbildung des mittelalterlichen Hauptplatzes von Linz auf Leinwand. |
| 08-JAN-1945 | Durch einen Bombenangriff schwer beschädigt. |
| 01-MAI-1948 | Wiedereröffnung nach Renovierung durch die Bildhauerin Friederike Stolz. |
| 1950 | Nachbildung des Hauptplatzes von Linz um 1900 im Untergeschoss für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. |
Grottenbahn ist ein seltsamer Name, und der Ort ist noch seltsamer: Es handelt sich um eine Eisenbahnstrecke, die Kinder durch Märchenwelten führt. Im Jahr 1897 erwarb die Tramway- und Elektrizitätsgesellschaft Linz-Urfahr (TEG) die Festung Pöstlingberg, die in den 1830er Jahren erbaut wurde und Teil der Maximilianischen Befestigungsanlagen war. Sie bot einen großartigen Blick auf die Stadt Linz, die Donau und die Umgebung. Schließlich war das der Grund, warum die Befestigungsanlage hier errichtet wurde. Die Bergstation der Pöstlingbergbahn wurde dann in einem der Festungstürme eingerichtet. So wurde dieser Hügel mit dem bombastischen Namen Pöstlingberg (Postbotenberg) zu einer Art Themenpark. Die verlassene Militärfestung gehörte einem öffentlichen Verkehrsunternehmen und war mit der Straßenbahn erreichbar. Bald wurden Restaurants, Galerien und Museen sowie Cafés eröffnet. Aber der Ort war auch ein Wallfahrtsziel, denn die Wallfahrtsbasilika Sieben Schmerzen Mariae, auch bekannt als Pöstlingbergkirche, befand sich inmitten der Festung, auf dem höchsten Punkt des Pöstlingbergs, 539 m ü. M.
Das Unternehmen war auf elektrische Straßenbahnen spezialisiert, und als es eine Märchenbahn plante, baute es eine unterirdische Bahn in den Katakomben der Festung unterhalb des Beatrix-Turms. Diese Bahn wurde Grottenbahn genannt und hatte einen Drachenkopf. Eine Fahrt dauerte vier Runden, wobei die Grotte in den ersten drei Runden in verschiedenen Farben beleuchtet war, während die letzte Runde völlig dunkel war und ein Banner mit der Aufschrift „Kuscheln verboten” leuchtete. Wir sind uns nicht sicher, ob dies tatsächlich für Kinder gedacht war.
Der Name Grottenbahn ähnelt stark dem Namen Grottenolm, dem deutschen Namen für den
Grottenolm (Proteus anguinus).
Warum genau lebende Grottenolme im Keller ausgestellt wurden, ist unklar, aber wir vermuten, dass die Namensähnlichkeit zu dieser Entscheidung beigetragen hat.
Der Verein für Höhlenkunde in Österreich gründete 1910 in Linz seine oberösterreichische Sektion.
Sie waren sehr aktiv, erforschten Höhlen und betrieben rege Öffentlichkeitsarbeit.
Die Grottenolme waren die Idee des berühmten Höhlenforschers Georg Lahner, der Vorsitzender dieses Vereins war und in Linz lebte.
Diese Ausstellung wurde zum Ersten Österreichischen Museum für Höhlenkunde erweitert, das nur ein Jahr später eröffnet wurde.
Es war nicht nur das erste österreichische Höhlenmuseum, sondern auch das erste Höhlenmuseum der Welt.
Leider war die hohe Luftfeuchtigkeit im Keller nicht gut für die Exponate, sodass das Museum 1915 ins Francisco-Carolinum verlegt wurde.
Dadurch war es nun nur noch Teil eines größeren Museums und verschwand irgendwann einfach.
Der erste Zug wurde im Zweiten Weltkrieg bei einem Luftangriff durch eine Bombe zerstört. Die heutige Grottenbahn wurde unmittelbar nach dem Krieg von der Bildhauerin Friederike Stolz entworfen. Sie schuf die zahlreichen Darstellungen mit den Zwergen. Ihr Vater war der Zoologe Bernhard Stolz, dessen ausgestopfte Tiere in den Märchenszenen im Keller verwendet wurden.
Um zu diesem Berg zu gelangen, sollten Sie unbedingt die Straßenbahnlinie 50 von Linz nehmen. Eine Haltestelle ist der Linzer Zoo, auf halber Strecke. Es ist die steilste Haftbahn Europas, die Linie heißt Bergbahn oder Pöstlingbergbahn. Es war der Ingenieur Josef Urbanski, der um 1891 erstmals eine dampfbetriebene Zahnradbahn auf den Pöstlingberg plante. Das Unternehmen war jedoch auf elektrische Straßenbahnen spezialisiert und forderte daher eine elektrisch betriebene Haftbahn, die schließlich realisiert wurde.
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Linzer Grottenbahn - Wikipedia (besucht: 20-OKT-2024)
Die Grottenbahn am Pöstlingberg, offizielle Website (besucht: 20-OKT-2024)
Grottenbahn - Märchenwelt am Pöstlingberg (besucht: 20-OKT-2024)