| Ort: |
Öblarn 34, A-8960 Öblarn.
(47.460217, 13.991175) |
| Öffnungszeiten: |
Öblarner Steinkeller:
Ganzjährig nach Vereinbarung. Stollen und Öfen: JUN bis SEP nach Vereinbarung. Öblarner Kupferweg: JUN bis SEP nach Vereinbarung. [2025] |
| Eintrittspreise: |
Öblarner Steinkeller:
Erwachsene EUR 6, Schüler EUR 3,50, Kinder (0-6) frei, Studenten EUR 3,50. Stollen und Öfen: Erwachsene EUR 10, Schüler EUR 5, Kinder (0-6) frei, Studenten EUR 5. Öblarner Kupferweg: Erwachsene EUR 20, Schüler EUR 10, Kinder (0-6) frei, Studenten EUR 10. [2025] |
| Typ: |
Kupfer
Silber
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: |
Öblarner Steinkeller:
Ar=130 m².
Öblarner Kupferweg: L=7 km. |
| Führungen: |
Öblarner Steinkeller:
D=35 min, Min=6.
Stollen und Öfen: D=1,5 h, Min=11 Öblarner Kupferweg: D=3 h, Min=15. |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: |
Karl Edegger (2001):
Der "Öblarner Kupferweg",
Der steirische Mineralog, Band 11/15, 2001, S. 33-35.
pdf
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| Adresse: |
Bergbauverein Öblarn, Öblarn 34, A-8960 Öblarn, Cell: +43-664-3900003, Cell: +43-664-1127428.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1434 | Schmelzhütte in der Walchen erstmals erwähnt. |
| 1565 | Verweserhaus erbaut. |
| 1729 | Thaddäusstollen angeschlagen. |
| 1958 | Bergwerk geschlossen. |
| 1998 | Bergbauverein Öblarn gegründet. |
| 2000 | Öblarner Kupferweg eröffnet. |
| 2000 | Thaddäusstollen eröffnet. |
| 2001 | Silbertreibherd eröffnet. |
| 2004 | Röststadel eröffnet. |
| 2006 | Stampferhaus eröffnet. |
Der Öblarner Kupferweg ist in erster Linie ein Wanderweg mit vielen Stationen, die alle Aspekte des lokalen Kupferbergbaus erläutern. Dazu gehören der Abbau, die Aufbereitung, das Schmelzen und der Verkauf von Kupfer. Er führt entlang des Walchenbaches in die Walchen, dem Kupfer-Bergbaurevier südwestlich von Öblarn. Der Weg umfasst 14 Stationen, die alle mit der lokalen Bergbaugeschichte in Verbindung stehen. Es gibt ein Bergbau-Museum, Überreste des Bergbaubetriebs und kulturelle Stationen wie die Johannes-Nepomuk-Kapelle.
Das Verweserhaus oder auch Herrschaftsamt ist die erste Station des Weges. Der Verweser war der Leiter des Bergwerks, dies ist ein alter Begriff, aber kein spezieller Bergbaubegriff. Dieses Gebäude wurde 1565 errichtet und war früher Verwaltungssitz und Lagerraum für Produkte aus der Walchen. Heute ist das Gebäude im Besitz der fürstlichen Familie Colloredo-Mannsfeld. Es beherbergt im Keller eine Ausstellung namens Öblarner Steinkeller, die inzwischen aber eher unter dem Namen Bergbau-Museum geführt wird. Ein beeindruckender historischer Keller mit 3,50 m hohen Tonnengewölben und einer Grundfläche von 130 m² beherbergt das Bergbaumuseum. Exponate, Bilder, Dokumente, Werkzeuge aus dem Bergbau und der Verhüttung, Mineralien und Erze kann man hier sehen. Dabei sind auch Erze und Mineralien aus Hohentauern, Eisenerz, Hieflau, Adnet und Lassing.
Zu den nächsten Stationen gehören die Kupferschmelzöfen, ein Silbertreibherd, Schwefelöfen und das Stampfer-Haus. Alle diese Stationen sind frei zugänglich, mit Ausnahme des Museums, des Schwefelofens und des Bergwerks. In den Geschäften, im Tourismusbüro, in einem Restaurant oder im Mineralienladen kann eine Broschüre erworben werden, in der der Lehrpfad erklärt wird. Anschließend können Sie den Lehrpfad ohne Führer begehen und alle Stationen außer den drei geschlossenen besuchen. Der pfad ist 7 km lang, also eine reine Gehzeit von etwa 1,5 Stunden, allerdings müssen sie auch den Rückweg planen.
Der Thaddäusstollen ist das Bergwerk, in dem das Kupfererz abgebaut wurde. Es handelte sich um ein polymetallisches Erz, das Kupfer, Schwefel, Gold und Silber in unterschiedlichen Mengen enthielt. Der Stollen kann nur im Rahmen von geführten Wanderungen besichtigt werden. Wie im Firststeines geschrieben steht, wurde er 1729 angeschlagen, und war der Erbstollen des Bergwerks. Er entwässerte eine Anlage von vielen Kilometern Stollen in mehreren Ebenen das während 500 Jahren Bergbautätigkeit entstand. Er wurde schließlich 1958 aufgelassen und 1998 wieder zugänglich gemacht und als Schaubergwerk ausgebaut. Er wurde 2000 eröffnet.
Der Bergbauverein Öblarn bietet drei verschiedene Besichtigungen an. Ganzjährig kann das Museum besucht werden, eine Anmeldung bis 17 Uhr am Vortag reicht. Die Wanderungen werden nur im Sommerhalbjahr angeboten, und sind zudem etwas Wetterabhängig. Die kurze Führung schließt nur fünf Stationen ein, den Thaddäusstollen, den Schwefelofen, die Kupferschmelzöfen, den Silbertreibherd und den Walchenherrgott. Diese sind alle recht nah beieinander. Die lange Führung umfasst sowohl das Bergbau-Museum als auch den vollständigen Schaupfad. Allerdings wird die Führung dadurch verkürzt, dass man zwischen den Stationen in einem an einen Traktor gehängten Planwage fährt.