| Ort: |
Treffpunkt: Heubergstüberl, Heubergstraße 32, 8131 Mixnitz.
In der Nähe von Mixnitz, südöstlich von Bruck a. d. Mur. A9 nördlich von Graz, Ausfahrt Leoben, Richtung Bruck entlang des Murtals. In Bruck nach Süden auf die 335/S35 abbiegen, 16 km bis zur Ausfahrt Mixnitz. (47.3257064, 15.3794560) |
| Öffnungszeiten: |
MAY bis SEP zwei Sonntage pro Monat 9. Genaue Termine siehe Website, Reservierung erforderlich. [2025] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 12, Kinder (0-15) EUR 5. Gruppen: Schüler EUR 4. [2025] |
| Typ: |
Karsthöhle
Bärenhöhlen, die Schlafzimmer der Höhlenbären.
Drachenhöhlen. Glauben Sie an Drachen?
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| Licht: | Taschenlampe mitbringen |
| Dimension: | A=950 m asl, L=4,495 m, T=7-9 °C. |
| Führungen: | L=542 m, D=4 h (Aufstieg: D=1.5 h, Führung: D=1-1.5 h, Abstieg: D=0.5-1h). |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: |
Fritz Ebner, K. Ehrenberg (1972):
Die Drachenhöhle bei Mixnitz
Exk.-Führer Tagung Paläont. Ges., 1972:229-237, Graz.
Volker Weißensteiner (2000): Adam Lebenwald und die Drachenknochen aus der Drachenhöhle bei Mixnitz in der Steiermark Die Höhle, Zeitschrift für Karst und Höhlenkunde, 51. Jahrgang, Heft 2. |
| Adresse: |
Fremdenverkehrsverein Pernegg-Mixnitz-Bärenschützklamm, Gemeinde Pernegg an der Mur, A-8132 Kirchdorf 16, Tel: +43-3867-8044-0, Tel: +43-3867-8079, Tel: +43-3867-8163, Fax: +43-3867-8044-11,
E-mail: Heubergstüberl, Heubergstraße 32, 8131 Mixnitz, Tel: +43-650-5066-166. E-mail: Landesmuseum Joanneum, Raubergasse 10, 8010 Graz, Tel: +43-316-8017-9716. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1387 | erste bekannte Erkundung. |
| 1904 | Jean Striemer drei Tage lang in der Höhle gefangen. |
| 1919 | In den schweren Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Höhlensedimente abgebaut, um Dünger herzustellen. |
| 1973 | Beginn der Erforschung durch den Steirischen Landesverein. |
| 1978 | Ein Höhlenverein aus Langenwang übernimmt. |
| 1983 | Erforschung durch den Verein f. Höhlenkunde St.Lorenzen/Mürztal. |
Die Drachenhöhle wurde nach mehreren Überresten von
Höhlenbären
(Ursus spelaeus) benannt.
Vor langer Zeit hielt man diese Knochen für die Überreste von Drachen, da Höhlenbären ausgestorben und den Menschen unbekannt waren.
In einigen Teilen der Höhle befanden sich etwa 12 m Sedimente, die einen hohen Anteil an Phosphaten enthielten.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Höhlensedimente abgebaut, um Dünger herzustellen.
Insgesamt wurden 3.000 Tonnen Phosphate abgebaut und mit einer Seilbahn in das 500 m tiefer gelegene Tal transportiert.
In diesen Sedimenten wurde eine große Menge an Überresten gefunden, darunter Knochen von Höhlenbären und menschliche Überreste wie alte Feuerstellen und Feuersteinwerkzeuge.
Diese gehören zu den ältesten menschlichen Überresten, die in Österreich gefunden wurden, und sind zwischen 65.000 und 31.000 Jahre alt.
Die Zahl der gefundenen Bären dürfte bei über 30.000 Individuen gelegen haben.
Einige Höhlenbärenknochen können heute im Landesmuseum Joanneum besichtigt werden.
Der Eingang zur Höhle ist ein riesiges Portal, das 12 m hoch und 20 m breit ist. Die Höhle ist nicht erschlossen, und es müssen mehrere Felsbrocken erklommen werden. Das Ende der Tour befindet sich nach 500 m im Höhlendom. Hier befindet sich der Wappenstein, ein Überbleibsel der ersten bekannten Erkundung im Jahr 1387.
Im Jahr 1904 ereignete sich ein Unfall, als der Höhlenbesucher Jean Striemer die Höhle allein mit einer Fackel besuchte.
Nachdem er die Decke berührt und die Fackel fallen gelassen hatte, ging sie aus und er war ohne Licht gefangen.
Ohne Licht konnte er den Ausgang nicht finden.
Zwei Frauen aus Mixnitz, die wussten, dass er in diese Höhle gegangen war, suchten nach ihm und fanden ihn schließlich nach drei Tagen ohne Essen und Trinken.
Norbert Casteret (1955):
Im Dunkel der Höhlen (Tenebres), Leipzig: VEB F. A. Brockhaus 1955, 1.Aufl., S. 186.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde diese Höhle von den Nazis unter dem Codenamen Kreuzer genutzt. Aufgrund ihrer abgelegenen Lage war ihre Nutzung jedoch nur sehr begrenzt möglich. Daher gibt es aus dieser Zeit eigentlich keine Veränderungen.
Heute kann die Höhle im Rahmen von Führungen besichtigt werden, die vom Tourismusbüro organisiert werden. Die Führungen finden im Sommer jeden zweiten Sonntag statt. Es gibt nur eine Führung pro Tag, die je nach körperlicher Fitness bis zu vier Stunden dauert. Die Tour beginnt um 9 Uhr am Restaurant Heubergstüberl in Mixnitz. Von hier aus geht es 600 m bergauf, was etwa 1,5 Stunden dauert. Die Führung in der Höhle dauert etwa eine Stunde, hängt jedoch vom Interesse der Teilnehmer und der Anzahl der Fragen ab. Der Rückweg bergab ist schneller und dauert weniger als eine Stunde.
Diese Höhle ist eigentlich nicht erschlossen, aber es gibt Wege, die aus dem Düngerabbau, den archäologischen Ausgrabungen und den Veränderungen während des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Dennoch sind einige Kletterpartien innerhalb der Höhle und auf dem letzten Abschnitt vor der Höhle erforderlich. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind notwendig. Für die Höhle empfehlen wir eine Fleecejacke, einen Helm mit Stirnlampe und Handschuhe.