Osterhöhle


Touristische Informationen:

Ort: Von der A9 Ausfahrt Lauf/Hersbruck folgt man der B14 nach O, kurz vor Sulzbach-Rosenberg zweigt die Straße nach Trondorf ab. Ab hier folgt man der Beschilderung durch Trondorf bis zum Wanderparkplatz bei der Osterhöhle. Vom Parkplatz 5 min (200m) Fußweg.
Öffnungszeiten: Höhle: Karfreitag bis OKT, Sa, So, Fei 11-17.
Waldschänke: Karfreitag bis OKT, Sa 10-22, So, Fei 10-21.
[2019]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 4,50, Kinder EUR 3,50.
[2019]
Typ: ExplainKarsthöhle Malm (Dolomit)
Licht: Taschenlampen werden gestellt
Dimension: L=185m.
Führungen: L=130m, HU=30m, D=30min.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Günter Schneider (1988): Allgemeine Beschreibung zur Lage, Geschichte und Geologie der Osterhöhle, Tagungsband, 33. Tagung des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher, Neukirchen 1988.
Adresse: Waldschänke Osterhöhle, Flurnummer 56, 92259 Trondorf-Neukirchen.
John Engelhard, Holnsteiner Straße 2, 92259 Neukirchen, Tel: 09663-2009747, Mobil: 0172-5470166.
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Geschichte

800 v Chr. erste Funde im Eingangsbereich der Höhle aus der Hallstadtzeit.
1630 erstmals urkundlich erwähnt.
1783 erwähnt in Leinberger Die Beherrscher von Sulzbach.
1789 erwähnt in den Beiträgen zur Urgeschichte Sulzbachs vom fürstlichen Hofmedikus und Geschichtsschreiber Schleiß von Löwenfeld.
1905 Schaffung eines künstlichen Eingangs, Vergitterung des natürlichen Schachts, Bau der Waldschänke.
1935 Ausbau der Waldschänke in ihrer heutige Form.

Bemerkungen

Bild: Eingangsportal mit Biergarten.

Bevor man die Osterhöhle bemerkt, sieht man bereits die malerisch gelegene Waldschänke. Sie wurde an den Hang, direkt unter dem Fels mit dem Höhlenportal gebaut und ist von einem großen Biergarten umgeben. Der Eingang zur Höhle befindet sich unter einem 9m breiten und 12m hohen Felsdach. Es ist ein künstlicher Tunnel, der über eine steile Treppe hinunter in die Höhle führt. Der ursprüngliche Zugang ist ein Schacht über den Eingangsportal. Nach dem Bau des künstlichen Zugangs wurde er vergittert. Lediglich ein Einflug für Fledermäuse wurde freigelassen.

Die Höhle ist sehr düster, was vor allem an den schwarz überzogenen Wänden liegt. Natürlich trägt die Beleuchtung mit Taschanlampen auch nicht zu einer gleichmäßigen Ausleuchtung der Höhle bei. Doch gerade diese Tatsache dass dies eine der letzten deutschen Schauhöhlen ohne elektrisches Licht ist, macht aus einem Besuch der Osterhöhle ein ganz besonderes Erlebnis. Bis vor wenigen Jahren wurde sie sogar noch mit Karbidlampen geführt.

Die Vermutung, dass die schwarze Substanz auf den Höhlenwänden Ruß ist, ist durchaus berechtigt. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Höhle mit Fackeln, Karbidlampen, Öllampen und Kerzen besucht. Allerdings haben chemische Untersuchungen der schwarzen Substanz einen sehr hohen Gehalt an Mangan erbracht. Mangan kommt in den Juraablagerungen in Spuren vor und wird durch chemische Prozesse im Porenwasser umgelagert. Die Anreicherung von Mangan in Fugen und Klüften kann häufig beobachtet werden. Allerdings ist es relativ selten, dass Höhlenwände in großem Maßstab mit Mangan überzogen sind. In der Osterhöhle muß davon ausgegangen werden, dass die Höhle schon vor den ersten Besuchen durch Menschen schwarze Wände besaß.

An verschiedenen Stellen der Höhle wurden Gefäßscherben aus der Eisenzeit gefunden.