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Schmittenstollen


Touristische Informationen:

Ort: Bei Feilbingert. Von Feilbingert beschildert zum Wald- und Wanderparkplatz. 500m zu Fuß zum Eingang oder am Grubentelefon eine Lore bestellen.
Öffnungszeiten: APR bis 01-NOV Di-So 18-18, Führungen 10:30-16:30.
[2015]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 5,50, Kinder (5-18) EUR 4,50, Familie (2+3) EUR 14, Schwerbehinderte EUR 4,50, Kurkarteninhaber EUR 4,50.
Gruppen (12+): Erwachsene EUR 5, Kinder (5-18) EUR 4.
Gruppen (40+): Erwachsene EUR 4,50, Kinder (5-18) EUR 3,50.
[2015]
Typ:  Quecksilber Bergwerk
Licht: elektrisch
Dimension: L=15000m, VR=100m.
Führungen: L=1000m.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse:
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Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:01 $

Geschichte

 
1438Beginn des Bergbaus.
1976Beginn des Ausbaus als Schaubergwerk.
30-MAY-1981Eröffnung.

Geologie

Im Schmittenstollen wurde Zinnober abgebaut, das Mineral der Quecksilbersulfids. Es wurde im unteren Perm abgelagert, diese Schichten werden auch Rotliegend genannt. Zu dieser Zeit drang hochviskoses Magma aus großen Tiefen auf und formte zwei Magmadome, den Lemberg und den östlich anschließenden Niederhäuser Wald. Diese Dome führten zu tektonischen Bewegungen, wie dem Aufstellen der Sedimentschichten und zeitweise auch zu heftigen Vulkanausbrüchen. Zudem wurden mit Quecksilber angereicherte Erzlösungen hydrothermal abgelagert.


Bemerkungen

Der Schmittenstollen ist das einzige Quecksilberbergwerk in Deutschland, das als Schaubergwerk betrieben wird. Zudem sind Qucksilberbergwerke generell sehr selten, so daß dies eine besonders interessante Sehenswürdigkeit ist.

In diesem Gebiet gab es einst etwa 80 Bergwerke, in denen Quecksilber oder besser Zinnober abgebaut wurde. Im Schaubergwerk sind drei Lagerstätten, tektonische Schwächenzonen mit hydrothermalen Ablagerungen, zu sehen: der Schmittenzug, der Martinszug und der Zug Treue Zuversicht.

Dieses Bergwerk wurde in drei Perioden betrieben, zuerst zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Die nur mit Schlegel und Eisen aufgefahrenen Strecken aus dieser Zeit sind auf der Führung zu sehen. Zwischen 17. und 18. Jahrundert war der Abbau schon etwas moderner. Die dritte Periode war schließlich, von der Mitte des 19ten Jahrunderts bis zur endgültigen Schließung 1942. In dieser Zeit wurde der Schmittenstollen auf seine heutige Größe erweitert. Das abgebaute Zinnobererz wurde zum Karlsglückstollen abgestürzt und durch diesen gefördert. Vom Mundloch gab es eine Seilbahn über die Nahe nach Niederhausen. Von dort wurde es durch Reichsbahn-LKWs zur Quecksilberhütte Obermoschel transportiert.

Der Ausbau zum Schaubergwerk war sehr aufwändig, da das Bergwerk nicht mehr zugänglich war. Etwa 80m³ Schutt mußten entfernt werden, um den Hauptentwässerungsstollen, den Schmittenstollen, wieder zugänglich zu machen.


Siehe auch


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