Nixseebecken


Ort: A7 Ausf Seesen(Harz), B243 48km über Osterode, Herzberg und Bad Sachsa bis Nüxei. Direkt bei Nüxei an der Abzweigung nach Tettenborn. (29,Ld39)
Typ:  Polje. Grenze Staßfurt Dolomit - Werra Anhydrit
Dimension: Springwiese: 2.5ha, Tal: L=400m, B=50m, S-Becken: 8Ha, Schüttung des Fitzmühlenspring: 20l/s.
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Literatur: Das Nixseebecken, ein Polje im Gipskarst des südwestlichen Harzvorlandes, in: Der Südharz - seine Geologie, seine Höhlen und Karsterscheinungen, Jh. Karst- u. Höhlenkunde, Heft 9, München, 1969
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:51 $

Bemerkungen

Das Nixseebecken ist eine Hohlform, bestehend aus einer Springwiese im Norden, einem ca 400m langen Tal und dem künstlich aufgestauten Nixsee im Süden.

Etwa 500 m nördlich der Springwiese verschwindet der Zehntgärtenbach in der Großen Trogsteinhöhle.

Die Springwiese ist unregelmäßig geformt. Sie wird von 30 bis 60 Grad steilen Hängen begrenzt. Im NE anstehender Gips ist verkarstet. Die von diesem Gips gebildete Wand wird Kalkberg genannt. In ihm entspringt eine Karstquelle, die Fitzmühlenspring heißt. Außerdem entpringen in der Wiese selbst mehrere Quellen. Das Wasser stammt (wenigstens teilweise) aus dem Zehntgärtenbach.

Die verschiedenen Wasserläufe vereinigen sich und fließen durch ein Tal nach Süden. Dieses Tal ist etwa 400m lang und 50m breit. Auch hier entspringen mehrere Wiesenquellen, deren Wasser ebenfalls in den kleinen Bach mündet.

Der Bach mündet nun in den Nixsee. Dieser See befindet sich in einer ca 400 m x 200 m großen Hohlform. Am E-Ende dieses Beckens befindet sich ein Ponor (Schluckloch). Normalerweise würde das Wasser an dieser Stelle wieder verschwinden. Durch einen Damm vor dem Ponor wurde der Nixsee aufgestaut.

Die gesamte Hohlform des Nixseebeckens befindet sich in einer Ebene die mehrere Dolinen aufweist. Einige davon sind mit Wasser gefüllt. Die größte ist der Weißensee. Sehr interessant ist die Tatsache, dass der Wasserspiegel des Weißensees 10m höher ist als der Ponor, obwohl er sich nur 100m entfernt befindet. Dies weist darauf hin, dass sein Wasser in einem unabhängigen Kreislauf zirkuliert.

Zur Entstehung des Nixseebeckens gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Entweder handelt es sich um ein teilweise eingestürztes Höhlensystem, dessen noch existierende Teile die verschiedenen Quellhöhlen und der Ponor darstellen.
  2. Oder mehrere Dolinen, wie auch der Weißensee eine ist, sind im Laufe der Zeit zusammengewachsen.

Siehe auch


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