Polje


Bild: Eine Naturbrücke im Rakov National Park bei Postojna in Slovenien.

Dies ist eigentlich keine Karsterscheinung, aber mit dem Karst sehr eng verbunden.

Meist handelt es sich um eine größere Hohlform, deren Wände relativ steil sind, deren Grund aber i.a. flach ist. Sie sind deutlich von Dolinen oder Erdfällen zu unterscheiden.

An der Grenze zu einem nicht verkarstungsfähigen Gestein tritt das Wasser in Karstquellen zu Tage. Es fließt dann oberirdisch als Bach. Wenn dann aber wieder verkarstungsfähiges Gestein kommt, verschwindet der Bach in einem Ponor.

Manchmal handelt es sich aber auch einfach um große Teile eines Höhlensystems, die eingestürzt sind und das Geröll der Höhlendecke wurde inzwischen vollständig entfernt. Die ehemalige Höhle hat so die Form eines langgestreckten oder ovalen Tals angenommen.

Auch dieser Begriff stammt, wie so viele, aus dem slovenischen Karst. Dort ist diese Art von Tal typisch, und vor allem interessant für die Bevölkerung, da der Grund meist eine fruchtbare Ebene ist, auf der Ackerbau sehr einfach möglich ist, ganz im Gegensatz zu den unfruchtbaren Hochebenen des Nackten Karst

Beispiel: Nixseebecken, Südharz, Deutschland


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