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Mühlheimer Höhle

Felsenhöhle


Touristische Informationen:

Ort: In Mühlheim an der Donau
A81 Stuttgart-Singen Ausfahrt Geisingen, B311 bis Tuttlingen, Entlang der Donau bis Mühlheim. Am Ortseingang links ab Richtung Kolbingen, am Ortsausgang gegenüber vom Sägewerk rechts am Friedhof parken. 20 min. Fußweg bergauf, Beschilderung Felsenhöhle.
Öffnungszeiten: An Christi Himmelfahrt, für Gruppen nach Vereinbarung. [2005]
Eintrittspreise: An Christi Himmelfahrt: frei. Sonderführung EUR 12,- [2005]
Typ: Ganghöhle im Kimmeridge 2 bzw. Weißer Jura Delta.
Licht: elektrisch, nur an Christi Himmelfahrt. Sonst Tasachenlampen mitbringen.
Dimension: L=134m.
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Libert Bacher, Engelhardstraße 8, 78570 Mühlheim, Tel: 07463-7841.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:46 $

Geschichte

 
1912vom Schwäbischen Albverein als Schauhöhle erschlossen.
1977Wege erneuert.
1997Leiter im letzten Raum erneuert.

Bemerkungen

Die Mühlheimer Höhle ist eine recht kleine Höhle, besitzt aber in ihrer Haupthalle am Ende einige Tropfsteine und Sinterbecken. Ein einzelner Gang führt in Windungen und Steigungen zu einem etwas großräumigeren Gangstück, das als Große Halle bezeichnet wird. Etwas weiter, am Ende des Ganges befindet sich die Endhalle, die nach einem Abstieg, eine 8m hohe Aluleiter hinunter erreicht wird.

Die Höhle wird in Mühlheim auch als Felsenhöhle bezeichnet. Sie liegt am Fuß eines Felsens, der eine Schleife des malerischen oberen Donautals und den Ort Mühlheim überblickt. Um diesen Platz zu erreichen parkt man am Friedhof von Mühlheim, fast am Ortsausgang Richtung Kolbingen. Von hier führt ein bequemer Wanderweg bergan, am Nordhang des Donautals Richtung Osten. Nach einem Anstieg von etwa 20 Minuten erreicht man die Höhle.

Die Felsenhöhle wird nicht regulär als Schauhöhle betrieben. Sie ist jählich einmal an Christi Himmelfahrt, dem sogenannten Vatertag, im Rahmen eines Festes offen und elektrisch beleuchtet. Dazu wird ein mehrere hundert Meter langes Kabel zur Höhle gelegt, das nach der Veranstaltung wieder abgebaut wird. Möchte man die Höhle zu einer anderen Zeit des Jahres besuchen, ist dies nur nach Vereinbarung für Gruppen möglich. In diesem Fall gibt es keinen Strom und somit auch keine elektrische Beleuchtung.

Die Höhle wurde bereits 1912 von der Ortsgruppe Mühlheim des Schwäbischen Albvereins erschlossen, die sie bis heute betreut. Trotz einer Restaurierung 1977 sind die Wege nicht in einem Zustand wie man ihn von einer Schauhöhle gewöhnt ist. Bei der Befahrung sind zwei Leitern (H 2,5m und 8m) und eine Brücke zu überwinden. Die Brücke und die zweite Leiter werden im Binder noch als schadhaft beschrieben, sind aber inzwischen erneuert worden.

Die Höhlenbefahrung bietet keine wirklichen Schwierigkeiten oder Gefahren. Doch muß man sich mehrfach unter der niedrigen Decke bücken, einige Meter über Fels auf- oder absteigen, oder sogar gebückt unter einen Felsüberhang in die längere Leiter zur Endhalle einsteigen. Hier wurde sogar der Fels gepolstert, um beim Aufstieg den Kopf des Besuchers zu schützen. Es werden gutes Schuhwerk, angepasste Kleidung, die auch mal schmutzig werden darf, und eine Taschenlampe empfohlen. Für Leute mit Gehbehinderungen ist die Höhle sicherlich nicht zu empfehlen, aber für Kinder ist sie ein einmaliges Erlebnis.

Ein höhlenbiologische Besonderheit befindet sich am Ende der Höhle in der Endhalle. Einige kleine Sinterbecken, wie sie auf der Schäbischen Alb eher selten sind, bieten Lebensraum für Springschwänze. Diese Urinsekten sind so klein, dass sie von der Oberflächenspannung des Wassers getragen werden. Mit blosem Auge sind sie kaum zu erkennen, doch dass es sich nicht um Staub auf der Wasseroberfläche handelt, merkt man sobald sie sich bewegen. Leuchtet man sie mit der Taschenlampe an, versuchen sie mit großen Sprüngen aus der Helligkeit zu entkommen. Sie besitzen einen stachelartigen Schwanz mit kräftigen Muskeln, und können durch kräftiges Abstoßen mit diesem Schwanz einige Dezimeter weit springen, was auch ihren Namen erklärt.


Siehe auch


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