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Großer Lochstein


Touristische Informationen:

Ort: A9 Ausfahrt Pegnitz-Grafenwöhr, B85/B470 Richtung Auerbach/Grafenwöhr, bei Kilometer 3,0 rechts ab auf Forststrasse. Vom Waldparkplatz Alte Veste auf Rundwanderweg Habicht Richtung Westen, etwa 700m.
Öffnungszeiten: frei zugänglich.
[2008]
Eintrittspreise: frei.
[2008]
Typ:  Karsthöhle
Licht: Taschenlampe mitbringen
Dimension:  
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse:  
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:44 $

Geschichte


Bemerkungen

Der Große Lochstein ist ein Karstturm, ein Kalkfelsen der durch fortschreitende Verkarstung unter tropischen bis subtropischen Bedingungen im sogenannten Turmkarst oder Kegelkarst entsteht. Dabei werden Höhlen gebildet, stürzen ein, bilden Täler und Polje, bis schließlich die Täler eine zusammenhängende Fläche bilden aus der die Überbleibsel des Kalkes wie Türme herausragen. Diese Reliefumkehr ist in Asien weit verbreitet, im gemäßigten Deutschland jedoch eigentlich nicht zu finden.

Tatsächlich ist diese Karstform auch kein Resultat der gegenwärtigen Verkarstung. Er stellt ein Relikt dar, aus einer lange zurückliegenden Verkarstung unter tropischen Bedingungen. Während der Unterkreide (Ma) verkarstete der Malm der fränkischen Alb, die damals als Insel aus dem Kreidemeer ragte. In eine Zeitraum von etwa 40Ma bildete sich so ein typischer Turmkarst. Bereits in der Oberkreide wurde das Gebiet wieder abgesenkt, war kein Abtragungsgebiet mehr, die Höhlen und Karsttürme wurden während der Oberkreide verfüllt. Vor allem Sande füllten die Höhlen vollständig aus, aber auch die Landschaft wurde teilweise mit Sand zugedeckt. Im südlichen Bereich der fränkischen Alb wurden in Steinbrüchen derartige Höhlen entdeckt. Hier wurde durch Abtragungsprozesse der Sand wieder fast vollständig abgetragen und die alte Landschaft wieder frei gelegt. Und auch die Höhlen wurden, zumindest zum Teil, wieder freigeräumt.

Seit dem Ende der Oberkreide war dieses Gebiet durchgehend Abtragungsgebiet. Zuerst wurden die Sedimente der Oberkreide abgetragen, dann wurden die freigelegten Türme erodiert. Durch diese Überprägung ist heue kaum noch etwas von der kreidezeitlichen Verkarstung zu finden. Doch hier im Veldensteiner Forst blieben die Sedimente sehr lange erhalten und wurden erst in der jüngsten geologischen Vergangenheit, im Quartär, abgetragen. Und auch wenn die moderne Erosion die Türme bereits verändert ist die Kreidezeitliche Verkarstung noch gut zu erkennen.

Der Große Lochstein ist ein ca. 20 Meter hoher Felsturm aus Frankendolomit. Am Fuß wird er von einer geräumigen, etwa 10 Meter langen Höhle durchzogen.


Siehe auch


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Letzte Änderung Impressum, © Jochen Duckeck.