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Burghöhle Dietfurt


Touristische Informationen:

Ort: In Dietfurt. An der Donau, 5km westlich von Sigmaringen. (9°8'22"E, 48°4'40"N)
Öffnungszeiten: Geschlossen.
Eintrittspreise: Geschlossen
Typ: Kalkhöhle
Licht: Nicht beleuchtet.
Dimension: L=110m, H=8m, A=600m/610m N.N.
Führungen: Geschlossen
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Franz Josef Gietz (2001): Spätes Jungpaläolithikum und Mesolithikum in der Burghöhle Dietfurt an der oberen Donau, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8062-1570-7
Adresse: Schlüssel in der Diensthütte der DRK Bergwacht am Fuß der Burg Dietfurt.
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:43 $

Geschichte

 
1928-29ausgebaut.
1970urnenfelderzeitliche, früh- und hochmittelalterliche Scherben entdeckt.
1971Probegrabung.
1972Grabung des Staatl. Amt für Denkmalpflege.
1973Grabung des Staatl. Amt für Denkmalpflege.
1974Grabung durch H. Reim.
1984Grabung des Staatl. Amt für Denkmalpflege.
1987Grabung des Staatl. Amt für Denkmalpflege.
1988Grabung des Staatl. Amt für Denkmalpflege.

Bemerkungen

Die Burghöhle Dietfurt befindet sich unter der Burg Dietfurt. Es handelt sich um eine Durchgangshöhle, die den Felsen durchquert und auf beiden Seiten ein Portal besitzt. Der Hauptgang ist von einem Portal zum anderen etwa 40m lang. Drei größere Hallen sind durch einen Gang verbunden, der Weg fällt von einem Portal zum anderen etwa 10m, was einige Treppen nötig machte. Die Höhle ist ausgebaut und war früher elektrisch beleuchtet, war aber nie eine Schauhöhle.

Die Burghöhle wurde vom Neutempler-Orden ausgebaut, dem in den zwanziger Jahren die Burg und die Höhle gehörte. Die Burg wurde als Ordensritterburg des Neutempleisenerzpriorat Staufen bezeichnet. Der Orden vertrat antisemitische Ansichten und gab die Zeitschrift Ostara heraus, die besonders eifrig von Adolf Hitler gelesen wurde.

Das ehemalige Höhlenportal wurde bis auf ein kleines Fenster zugemauert, die drei Räume stark überarbeitet. Die Haupthalle wurde mit einen großen Kronleuchter und einen Altar ausgestattet und als Festsaal benutzt. Hier fanden feierliche Versammlungen statt.

Die Höhle enthält tertiäre Ablagerungen. Darüber befindet sich eine 1m mächtige Sinterschicht, über der wiederum Seesedimente aus dem Riß-Glazial liegen. Der Riß-Gletscher hatte damals bei Vilsingen das Donautal blockiert, was zum Aufstauen eines großen Sees führte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg durchsuchten Unbekannte die Höhle nach einem legendären Schatz. Bei diesem Schatz sollte es sich um ein goldenes Kegelspiel handeln. Dabei hinterliessen sie eine große Grube, 1m breit, 4m lang und 5m tief, und zerstörten nebenbei prähistorische Fundschichten.

Nachdem 1970 in dieser Raubgräbergrube von Mitarbeitern der Bergwacht Sigmaringen urnenfelderzeitliche, früh- und hochmittelalterliche Scherben entdeckt wurden, führte das Staatl. Amt für Denkmalpflege mehrere Jahre Grabungen durch. Dabei wurden Überreste aus Mittelsteinzeit, später Altsteinzeit und Magdalénien gefunden.

Die Burghöhle befindet sich bis heute in Privatbesitz.


Siehe auch


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