Feste Rothenberg

Veste Rothenberg - Festung Rothenberg


Touristische Informationen:

Ort: Oberhalb Schnaittach. A9 Nürnberg Berlin, Ausfahrt Schnaittach.
(49.5548347, 11.3604164)
Öffnungszeiten: APR bis NOV Mi-So 11-16.
Führungen zur vollen Stunde.
[2026]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 6, Kinder (5-13) EUR 4, Kinder (0-4) free.
[2026]
Typ: ExplainKasematten
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension: A=588 m NN.
Führungen: D=45 min.
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur:
Adresse: Festung Rothenberg, Heimatverein Schnaittach e.V., Postfach 28, 91220 Schnaittach, Tel: +49-9153-98887. E-mail:
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Geschichte

600 v.Chr. erste Besiedelung des Rothenbergs durch keltische Stämme der Hallstattzeit.
1300-1330 Dietrich von Wildenstein errichtet eine Gipfelburg auf dem Berg.
1360 Festung geht in das Eigentum des Kaisers über und gewinnt an Bedeutung, Beamte und Handwerker lassen sich außerhalb der Burgmauern nieder.
1401 Veste wird zerstört.
~1480 unter Kaiser Otto II. wieder erbaut.
1703 Festung geschliffen.
1729 heutige Festung unter Kurfürst Karl Albrecht von Bayern errichtet.
1838 aufgelassen und dem Verfall preisgegeben.
1892 Heimat- und Verschönerungsverein gegründet der die Feste und die Umgebung pflegte und für den Tourismus erschloß.
1966 Festung von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut.
1997-2008 mit Mitteln des Freistaates renoviert.

Bemerkungen

Die Festung Rothenberg bei Schnaittach sitzt spektakulär auf einem Zeugenberg der Fränkischen Alb oberhalb der Autobahn. Man kann sie schon von weitem sehen, ihre Bollwerke und Verteidigungsanlagen sind imposant. Doch das ist alles nicht der Grund warum wir sie listen. Bei uns geht es um unterirdisches, und das hat die Festung gleich mehrfach zu bieten. Das spektakulärste sind die Katakomben, ein Labyrinth aus riesigen Tunneln mit Gewölbedecke, die vermutlich in erster Linie den Sinn hatten Baumaterial zu sparen. Vor der industriellen Revolution gab es keine einfache Möglichkeit große Mengen Gestein zu bewegen, so war es einfacher nur Mauern zu errichten und die Hohlräume dazwischen zu lassen. Diese Kellergewölbe wurden zum Teil auch benutzt, als Keller, Lagerräume, Waffenkammern und auch für Soldaten. Doch eigentlich waren sie völlig überdimensioniert. Da sie eigentlich gar nicht unterirdisch waren, hatten die Außenwände Fenster für Licht und Luft, aber auch Schießscharten. Diese Gänge waren Teil der Verteidigungsanlagen.

Der Berg wurde bereits in der Keltenzeit vor 2600 Jahren bewohnt. Die erste Burg wurde allerdings erst ab 1300 von Dietrich von Wildenstein errichtet. Er verkaufte sie an Kaiser Karl IV., damals noch König von Böhmen. Er baute sie zu einer Veste um. Im Jahr 1401 wurde die Veste zerstört, und erst 80 Jahre später unter Otto II. wieder erbaut. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg an Bayern verkauft, was sie zu einer Enklave in Franken machte, das damals noch nicht zu Bayern gehörte. 1703 wurde sie geschliffen, aber bereits 1729 wurde unter Kurfürst Karl Albrecht von Bayern die heutige Festung errichtet. Doch als Franken zu Bayern kam, verlor sie an Bedeutung und wurde als Gefängnis und als Alterssitz für Invalide und Veteranen genutzt.

Die Festung kann aus Sicherheitsgründen nur mit Führung besucht werden. Die Besucher bekommen zudem einen Helm. Die Kasematten sind ein wesentlicher Teil der Führung.