| Ort: |
Am Parkplatz 1, 18556 Putgarten.
Kap Arkona, Rügen. (54.6806710, 13.4316756) |
| Öffnungszeiten: |
Ganzjährig täglich 10-15. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 8, KInder (6-14) EUR 4, Familien (2+2) EUR 20. [2026] |
| Typ: |
Atombunker
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | NVA Bunker: AR=2.000 m². |
| Führungen: | selbstgeführt |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Bunker am Kap Arkona, Am Parkplatz 1, 18556 Putgarten, Tel: +49-39391-434660.
Führungen für Gruppen, Tel: +49-38391-13037. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1915 | Bau des ersten Bunkers. |
| 1979 | Beginn des Baus des NVA-Bunkers. |
| 1985 | NVA Bunker enttarnt. |
| 1986 | NVA Bunker fertiggestellt. |
| 03-OKT-1990 | NVA Bunker stillgelegt. |
Das Kap Arkona wird allgemein als nördlichster Punkt Rügens bezeichnet, was allerdings nicht ganz richtig ist. Tatsächlich ist das der Gellort, etwa ein Kilometer nordwestlich. Die Insel Rügen besteht aus weichem, weißem Kalkstein aus der Kreidezeit, der früher als Schulkreide verwendet wurde. Dieser wird vom Meer leicht abgetragen und bildet so eine weiße Steilküste, durchaus vergleichbar mit den bekannten Kreidefelsen von Dover. Kap Arkona ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Rügen mit jährlich circa 800.000 Besuchern. Am Kap befinden sich zwei Leuchttürme, ein Peilturm, zwei Militärbunker und die slawische Jaromarsburg. Die Bunker wurden nach der Wiedervereinigung von der Gemeinde Putgarten erworben. Nach der Renovierung wurde der NVA-Bunker für die Öffentlichkeit geöffnet.
Der kleinere Bunker ist gleichzeitig auch der ältere und stammt noch aus Zeiten der Wehrmacht. Er wird allgemein als Arkona-Bunker bezeichnet, und ist für die Öffentlichkeit inzwischen nicht mehr zugänglich. Ursprünglich wurde hier eine Dokumentation zur Geschichte Kap Arkonas von der Slawenzeit bis in die Gegenwart eingerichtet. Diese war sogar kostenlos zu besichtigen. Es soll hier auch eine Zeit lang eine Kunstgalerie untergebracht gewesen sein. Inzwischen ist der Bunker jedoch geschlossen, nach offiziellen Angaben, weil er unrenoviert und zu gefährlich ist. Manche Quellen sprechen davon, dass er gegenwärtig renoviert wird, eine Wiedereröffnung ist jedoch bisher nicht angekündigt.
Der größere Bunker wurde von 1979 bis 1986 errichtet, ist also in der DDR entstanden und wird auch NVA-Bunker genannt. Der offizielle Name ist inzwischen jedoch Marineführungsbunker Kap Arkona. Er war Gefechtsstand der 6. Flottille der Volksmarine und der Vereinigten Ostseeflotte (VOF). Der Bau des NVA-Bunkers wurde 1979 begonnen, doch bereits vor seiner Fertigstellung im Jahr 1986 wurde er durch eine Veröffentlichung im Jahr 1985 enttarnt. Zum 30. Jahrestag der Nationalen Volksarmee wurde der Bildband Soldaten des Volkes herausgebracht. Eine Luftaufnahme vom Kap Arkona zeigte die Bunkerbaustelle im Hintergrund. Bereits drei Tage nach Erscheinen wurde das Buch wieder aus dem Verkehr gezogen, eine spätere Neuauflage des Bildbandes enthielt das Luftbild nicht mehr. Warum dieses Bild im Bildband war, konnte nicht geklärt werden. Allerdings ist die originale Version heute ein begehrtes Sammlerstück.
Der Bunker wurde dennoch von der NVA in Betrieb genommen. Er diente als Gefechtsstand, wurde jedoch nur drei- bis viermal im Jahr im Rahmen von Flottenmanövern für zwei bis drei Tage genutzt. In dieser Zeit hatte er eine Besatzung von 50 bis 70 Soldaten. In der restlichen Zeit war der Bunker mit sechs Mann belegt.
Der Bunker besteht aus einem Hauptgang mit zwei Eingängen, von dem mehrere autarke Einzelbunker erreicht werden können. Dabei handelt es sich um sogenannte Fertigteil-Bunker (FB) die aus Fertigbetonteilen erstellt wurden. Es handelt sich um drei große Bunker vom Typ FB-75 und neun kleine Bunker vom Typ FB-3. Der größere Typ hatte eine Zwischenetage mit den Schlafstätten und einen Notausgang. Die Bunker befinden sich unter drei bis fünf Meter Erdaufschüttung.
Die 2000 m² große Bunkeranlage beherbergt eine Ausstellung mit Seezeichen, Modellschiffen, Navigationsgeräten und einem Schiffssimulator. Sie ist über ein Drehkreuz zugänglich und wird ohne Führung besichtigt. Karten können am Kartenautomat, am Bunkereingang, in der Tourist-Information am Parkplatz oder im Souvenirshop bei den Leuchttürmen gekauft werden. Es gibt eine Karte für den Bunker selbst, die Kap Arkona Card gilt aber auch. Diese ist digital und online erhältlich, sie erlaubt Zugang zu allen Sehenswürdigkeiten am Kap Arkona und Rabatte bei verschiedenen Läden.
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