Atombunker

Geheimbunker


Nach dem Zweiten Weltkrieg brachen die Bündnisse der ehemaligen Aliierten auseinander, zu unterschiedlich waren die politischen Systeme. Kapialistische Länder auf der einen Seite, kommunistische auf der anderen, begann der Kalte Krieg. Die Regierungen vieler Länder, vor allem an der "Front" in Europa begannen sich auf diese Auseinandersetzung auch mit Bauwerken vorzubereiten. Und dazu zähten nicht nur Grenzbefestigungen und Verteidigungsanlagen. Ein Treffer mit einer Atombombe konnte Bunker aus dem zweiten Weltkrieg problemlos zerstören. So wurde es plötzlich wichtig spezielle Bunker gegen diese Gefahr zu bauen. Neben der Tatsache, dass sie tiefer lagen und dickere Wände hatten, waren sie auch mit Systemen zur Filterung des radioaktiven Fallout ausgestattet. Und ganz wichtig: sie waren streng geheim! Weil man Bunker von denen man nicht weiß wo sie sind nicht mit einer Atombombe treffen konnte.

In vielen Ländern gab es Regierungsbunker. Natürlich ist der naheliegende Gedanke, dass die Mächtigen sich einen sicheren Ort schaffen um nicht mit unterzugehen, wenn sie die Welt in die Scheiße gefahren haben. So einfach ist das jedoch nicht. Die Bunker waren gelinde gesagt ungemütlich, die Vorräte nur auf wenige Wochen oder Monate berechnet, und der wesentlich Aspekt war die Kommunikation. Sie dienten der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung während der heißen Phase des Krieges, in der Hoffnung, dass danach noch ein Platz an der Oberfläche bewohnbar wäre. Solche Bunker gab es sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich.

Dann gab es natürlich noch eine Große Zahl Bunker für die Zivilbevölkerung. Häufig waren das existierend unterirdiche Bauwerke, wie große U-Bahn Stationen, die Materialräume und unauffällige Tore zum Verchließen besaßen. Aber auch Bunker die extra für diesen Zweck errichtet wurden gab es.

Schließlich gab es Bunker für alle möglichen Sicherungsaufgaben, Kulturbunker, Lager mit Archiven von Pflanzensamen, Bibiliotheksbunker und Bankbunker. Diese haben sicherlich auch eine Aufgabe außerhalb des Kalten Krieges, sichern sie ihren Inhalt doch auch vor ncht kriegerischen Bedrohungen: Erbeben, Vulkanausbrüchen, Meteoriten, ökolgischen Katastrophen un Zombie-Apokalypsen.

1993, mit dem Ende des kalten Krieges war jedoch für viele dieser recht teuren Objekte die Stunde der Wahrheit gekommen. Die Regierungen der meisten Länder lösten die nun überflüssig gewordenen Bunker auf, überließen sie dem Verfall oder bauten sie zurück. Manche wurden auch an private Träger verkauft oder an Vereine übergeben. Einige wurden in den folgenden Jahren als touristische Attraktionen eröffnet.

Doch der Erhalt derartiger Gebäude ist mit Millionenetats verbunden. Ungeheizte Gebäude werden feucht, verschimmeln und irgendwann wird unweigerlich die Bausubstanz angegriffen. Und so werden die von Vereinen ehrenamtlich betreuten Bunker nur eine begrenzte Zeit zu besichtigen sein.

Die meisten Atombunker wurden wohl in Großbritannien gebaut, dort musste jede Landkreis-Regierung einen eigenen Bunker nachweisen. Doch man findet sie praktisch in jedem Land. Die Deutschen habe dabei sogar die Besondeheit dass sie Bunker von beiden Seiten de eisernen Vorhangs besitzen, da ist der Buner der Bundesregierung bei Bonn in der Nordefiel und der Bunker der DDR Regierung im Thüringer Wald.