Das Siegerland ist ein Teil des Rheinischen Schiefergebirges, einem alten Grundgebirge mit Sedimentgesteinen die durch Orogenese überprägt wurden. Wie der Name sagt, gibt es Schiefer, wenn er auch weit seltener ist als der Name vermuten lässt. Der Name Siegerland ist natürlich von dem Fluß Sieg abgeleitet, nach dem auch die Großstadt Siegen benannt ist. Sie entspringt im Rothaargebirge im Stadtgebiet von Netphen und ist ein rechter Nebenfluß des Rheins.
Der Siegener Sattel ist sehr reich an verschiedenen Erzen. Am Ende des Unterdevons kam es zur tektonischen Bildung von Klüften in denen hydrothermal Eisenkarbonat abgelagert wurde, Eine zweite Erzbildungsphase im späten Karbon und frühen Devon führte zur Bildung von Gängen mit Pyrit, Fahlerz, sowie sulfidischen Kobalt-, Nickel-, Zink-, Kupfer-, Antimon-, Wismut- und Bleierzen. In einer dritten Phase, vermutlich im Perm, entstanden abbauwürdige Gänge mit Eisenglanz, Rotspat, Sychnodymit, Kupferglanz, Buntkupfererz, Wittichenit, und Klaprothit. Daneben gab es auch Schiefer, der vor 350 bis 400 Millionen Jahren am Boden eines Meeres, das sich über weite Teile Europas erstreckte, abgelagert wurde. Durch den Druck der überlagernden Schichten entstand aus dem Tonschlamm das Tongestein. Im Rahmen der variszischen Orogenese wurde er gefaltet und zudem durch den intensiven seitlichen Faltungsdruck in parallel zueinander verlaufende, dünne Lamellen zerlegt.
Das Ergebnis dieser geologischen Voraussetzungen ist eine lange und vielfältige Bergbautradition, sodass die Liste hier nur aus Schaubergwerken besteht. Allerdings versteckt sich hinter einem der Einträge auch ein Bunker.
Grube Fortuna
Besucherbergwerk Schieferstollen Josefsglück
Besucherstollen Oberes Schloß
Besucherbergwerk Schieferstollen Wilhelmslust
Besucherbergwerk Wodanstolln