Zeche Zollverein


Touristische Informationen:

Ort: Nordöstlich der Essener Innenstadt. Navi: "Fritz-Schupp-Allee" für die Zeche und "Arendahls Wiese" für die Kokerei nutzen. Karten erhältlich im Besucherzentrum Ruhr in der Kohlenwäsche.
Öffnungszeiten: Freigelände: keine Einschränkungen.
Besucherzentrum Ruhr: ganzjährig täglich 10-18.
Red Dot Design Museum: ganzjährig täglich 11-18.
Ruhr Museum: ganzjährig täglich 10-18.
Phänomania Erfahrungsfeld: ganzjährig Mo-Fr 9-18, Sa, So, Hol 10-18.
[2020]
Eintrittspreise: Freigelände: frei.
Besucherzentrum Ruhr: frei.
Red Dot Design Museum: Erwachsene EUR 6, Kinder (12-16) EUR 4, Kinder (0-11) frei.
Am Fr pay what you want.
Ruhr Museum: Erwachsene EUR 8, Kinder (0-17) frei.
Gruppen (10+): Erwachsene EUR 6.
Phänomania Erfahrungsfeld: Erwachsene EUR 9, Kinder (6-17) EUR 7, Kinder (3-5) EUR 5, Kinder (0-2) frei, Studenten EUR 8.
[2020]
Typ: MineKohlebergwerk
Licht: LightBeleuchtung mit Glühlampen
Dimension:
Führungen: Zollverein-Tour: V=155,000/a [2019]
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: Oberfläche: größtenteils, Führungen: nein.
Literatur:
Adresse: Zeche Zollverein, Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen, Tel: +49-201-246810. E-mail:
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Geschichte

18-FEB-1847 erster Schacht wird abgeteuft um die Kohle in 130 m Tiefe zu erreichen.
1851 erste Kohle gefördert.
1866 Kokerei und Maschinenöfen für die Produktion von Koks eröffnet.
1890 wird mit einem Ausstoß von einer Million Tonnen zum produktivsten aller deutschen Bergwerke.
16-DEC-1986 vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) gekauft und unter Denkmalschutz gestellt.
23-DEC-1986 Bergwerk geschlossen.
1990 Beginn der Restaurierungsarbeiten.
30-JUN-1993 Kokerei stillgelegt.
20-JUN-2000 Gründerschachtanlage 1/2/8 und Kokerei unter Denkmalschutz gestellt.
14-DEC-2001 eingetragen in die UNESCO World Heritage List.

Geologie


Bemerkungen

Die Zeche Zollverein ist ein riesiger ehemaliger Industriekomplex, der als Kohlebergwerk begann. Mit dem Ende des deutschen Steinkohlebergbaus seit den 1980er Jahren wurden die Zechen der Region geschlossen und dieses riesige Bauwerk wurde aufgegeben. Das Gelände wurde bald recht populär, man wollte es als ein Meisterwerk der Industriearchitektur schützen, das oft als deutscher Eiffelturm bezeichnet wird. Es wurde geschützt, die Gebäude wurden für kulturelle Aktivitäten wiederverwendet, und schließlich wurde es am 14. Dezember 2001 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Das Bergwerk wurde vom Duisburger Industriellen Franz Haniel (1779-1868) gegründet. Sein Name findet sich überall in der Region, so wurde zum Beispiel die letzte Zeche Deutschlands, Prosper-Haniel, nach ihm benannt. Er gründete ein Unternehmen, das er bergrechtliche Gewerkschaft Zollverein nannte. Bergrechtliche Gewerkschaft war die gesetzlich vorgeschriebene Gesellschaftsform für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Und Zollverein war der Name der 1834 gegründeten Deutschen Zollunion, offensichtlich eine gute Sache für sein Gewerbe. Und infolgedessen wurde die Zeche auch Zollverein genannt.

Die berühmte "Skyline" des Bergwerks ist Schacht 12, der einen doppelten Förderturm hat, der durch seine Symmetrie besticht. Auf zwei Seiten befanden sich die Antriebe für die Aufzüge, das Stahlseil lief bis zum Förderturm, um eine Umlenkrolle und dann in die Grube hinunter. Zwei Aufzüge waren an demselben Seil befestigt, so dass einer aufwärts und der andere abwärts fuhr und sich die Fahrkörbe im Gleichgewicht befanden. Nur die Nutzlast im Fahrkorb musste gehoben werden.

Die Hauptgebäude von Schacht 12 wurden zwischen 1928 und 1932 im Baustil der Neuen Sachlichkeit errichtet. Die Architekten waren Fritz Schupp und Martin Kremmer. Das Hauptprinzip war Form follows Function (Form folgt Funktion).

Die oberirdischen Gebäude der Zeche und der Kokerei sind mit Führung zugänglich und gut erhalten. Eine Führung unter Tage findet jedoch nicht statt. Tatsächlich ist das Bergwerk gar nicht mehr zugänglich, da es sich nach dem Abschalten der Pumpen mit Wasser gefüllt hat und bestimmte Teile aus Sicherheitsgründen verfüllt wurden. Die anderen Gebäude wurden für verschiedene Institutionen genutzt, darunter ein Fremdenverkehrsbüro, ein Museum, ein Kunstmuseum, Restaurants, Geschäfte und ein Hotel.

Das Ruhrmuseum ist der Geschichte des Ruhrgebiets seit der Entstehung der Kohleschichten vor 300Ma gewidmet. Mehr als 6000 Objekte zeigen das tägliche Leben, die Industrialisierung, die Bergbaukultur und den Niedergang nach dem Ende der Eisen- und Kohlezeit und der schwierigen Erholung im postindustriellen Zeitalter.