| Ort: |
Schortestraße 57, 98693 Ilmenau.
Schortetal bei Ilmenau. 700 m südlich von Ilmenau, in Ilmenau ausgeschildert. (50.664681, 10.922996) |
| Öffnungszeiten: |
APR bis OKT täglich 10-18. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Bergwerk: Erwachsene EUR 11, Kinder (3-16) EUR 7. Feldbahnrundfahrt: Erwachsene EUR 8, Kinder (3-16) EUR 4. Bergwerk + Feldbahnrundfahrt: Erwachsene EUR 17, Kinder (3-16) EUR 10. [2026] |
| Typ: |
Flußspat
Mangan
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | T=10 °C, L=350 m, A=49ß m NN. |
| Führungen: | D=30 min, MinAge=3, Max=16. |
| Fotografieren: | |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Schaubergwerk "Volle Rose", Schorte-Bergwerk 1, 98693 Ilmenau, Tel: +49-3677-899065, Tel: +49-3677-4667734.
E-mail: Tourist-Information Langewiesen, Tel: +49-3677-8077-20. |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 12. Jahrhundert | Kupfer- und Silberbergbau. |
| 1601 | erste urkundliche Erwähnung. |
| 17. Jahrhundert | Manganerzbergbau wird bei Oehrenstock, Geraberg und Elgersburg wichtig. |
| 1856 | 150 Bürger sind im Bergbau auf Eisen- und Braunstein beschäftigt. |
| 1881 | Firma Reinhard beginnt mit dem Abbau von Flussspat im Talstollen Volle Rose. |
| ~1900 | Braunsteinabbau wird aufgegeben. |
| 1936 | Zwangsverkauf der Grube. |
| 1945 | Grube in Volkseigentum. |
| 1950s | Beginn des Flußspatabbaus zwischen Ilmenau und Möhrenbach. |
| 1968 | Abbau in Volle Rose eingestellt, Stollen dient als Fluchtweg und Wetterstollen für Gehren. |
| 1988 | Stollen wird durch Sprengungen verschlossen. |
| 31-MÄR-1991 | Flußspatabbau wird ganz stillgelegt. |
| 1992 | Gemeinde Oehrenstock erwirbt das Grundstück, Bergbau- und Feldbahnverein gegrüdnet. |
| 1995 | Abschaltung der Pumpen in Gehren, 2 m³/s Wasser fließen durch den Stollen ab. |
| 1998 | Bergbau- und Feldbahnverein in Konkurs, Stadt Langewiesen übernimmt. |
| 1999 | Gründung des Bergbauverein Schortetal e.V.. |
| 2005 | Schaubergwerk eröffnet. |
| 2005 | Abbau im nahen Schobsetal wieder eröffnet durch die Firma Phönix Fluss- und Schwerspat-Bergwerk GmbH. |
Ilmenau befindet sich auf der Grenze zwischen Thüringer Becken im Norden und Thüringer Wald im Süden. Die Geologie dieser beiden Regionen ist recht unterschiedlich. Nördlich von Ilmenau gibt es verschiedenen Porphyrgesteine, die teilweise mit Rotliegendem und Zechstein bedeckt sind. Es gibt dort auch Kupferschiefer, der neben dem namensgebenden Kupfer- auch Blei- und Silbererze in geringen Mengen enthält. Er wurde zur Zeit Goethes auch abgebaut. Südlich der Stadt, am Nordrand des Thüringer Waldes gibt es hydrothermale Gangvererzungen. Diese sind Polymetallisch, allerdings war der recht hohe Mangangehalt charakteristisch. Außerdem ist in den Gängen Flußspat und Schwerspat zu finden.
Das Bergwerk Volle Rose liegt im Schortetal bei Ilmenau. Hier gibt es eine äußerst vielfältige Gangvererzung, die bereits seit dem 12. Jahrhundert aus unterschiedlichen Gründen abgebaut wurde. Ursprünglich war der Kupfer- und Silberanteil wertvoll, später wurden Mangan und Eisen abgebaut. Der Abbau von Schwerspat und Flußspat wurde erst im 20. Jahrhundert betrieben, als diese als Zuschlagstoffe bei der Verhüttung genutzt wurden. Eine Zeit lang wurde sogar die vorhandene Steinkohle abgebaut, war jedoch nur wegen knappen Holzbeständen eine Zeit lang lohnend.
Die Schorte oder auch Schortenmühle ist kein klassisches Schaubergwerk, es ist eigentlich mehr eine Art "Theme Park". Schwerpunkt der Betreibergesellschaft Schortemühle GmbH ist das Restaurant Schortemühle, das eine gutbürgerliche Thüringer Küche bietet. Es befindet sich in den ehemaligen Bergwerksgebäuden direkt am Parkplatz und wurde aufwendig restauriert. Die Küche ist allerdings gehoben, was wohl bedeutet, dass die Gerichte übersichtlich sind und die Preise etwas höher als man gerne möchte. Daneben gibt es noch die Berggaststätte Bobhütte auf dem Ilmenauer Lindenberg, das Museum Schlittenscheune, die Feldbahnfahrt durch das Schortetal und eben das Schaubergwerk. Zudem wurden die Öffnungszeiten durch den neuen Betreiber erweitert und für Restaurant und Schaubergwerk Online Reservierung angeboten. Das Schaubergwerk wurde 2005 vom Bergbauverein Schortetal e.V. eröffnet, die Führungen werden immer noch von den fachkundigen Vereinsmitgliedern durchgeführt. Die Führungen sind eher kurz, nur 30 Minuten, zudem ist die Anzahl der Teilnehmer durch die Sitzplätze auf der Grubenbahn auf 16 begrenzt. Die Schlittenscheune mit einer Ausstellung historischer Schlitten wird vom Traditionsverein Schlitten und Bob Ilmenau e.V. betreut.
Es gibt eine Führung im Schaubergwerk mit einem Einführungsfilm, der Fahrt mit der Grubenbahn in das Bergwerk und Besichtigung der DDR Bergbauanlagen. Daneben kann man ohne Führung einen Rundgang über das Bergwerksgelände mit seinen Maschinehallen und dem Bahnhof machen. Die Führung konzentriert sich auf die letzte Phase des Bergbaus, den Abbau von Flussspat in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Schaubergwerk erhielt seinen Namen nach dem Stollen „Volle Rose“, in dem es sich befindet. Dies ist jedoch nur einer von zahlreichen ehemaligen Förderstollen im Oehrenstöcker Revier. Das Grubenfeld ist nach dem Erzengel Michael „Michael“ benannt.
Früher gab es hier wohl auch noch Ausstellungsräume zum Bergbau, die als Leihgaben des Bergbaumuseum Ilmenau bezeichnet wurden. Das Bergbaumuseum Ilmenau war das kleinste Bergbaumuseum Deutschlands, die private Sammlung von Erwin Moritz die in der Luthersteufe an der Straße Ilmenau–Oehrenstock untergebracht war. Dieses Gebäude wurde jedoch 2014 abgerissen und so wurde die Ausstellung aufgeteilt zwischen Heimatstube in Oehrenstock und dem Goethe-Stadt-Museum in Ilmenau. Ob die Ausstellung dort zu sehen ist oder eingelagert wurde ist unklar. Inzwischen wird jedoch nur noch das Schlittenmuseum erwähnt, die Ausstellung zum Bergbau ist nur auf Seiten zu finden die älter als 10 Jahre sind. Wenn Sie das Schaubergwerk besuchen, wären wir für eine E-Mail zum aktuellen Stand dankbar.
Oberirdisch ist die 30-minütige Fahrt mit der historischen Feldbahn, 3,5 km durch das Schortetal. Eine Feldbahn ist auch eine Schmalspurbahn, jedoch keine Grubenbahn. Die Gleise mit 600 mm Spurweite wurden Ende des 19. Jahrhunderts gelegt und dienten dem Transport der Erze von den Förderstollen zum Grenzhammer, wo die Erze gepocht wurden. Hier gab es auch eine Möglichkeit die Erze auf die Eisenbahn zu verladen. Die Feldbahn wurde jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg abgebaut und die Erze mit LKWs abtransportiert. Das Gleisnetz wurde zu touristischen Zwecken wieder aufgebaut, und verbindet die Schortenmühle mit der 1,5 km entfernten Reinhardsmühle. Die 3,5 km Rundfahrt dauert etwa 30 Minuten. Insgesamt dauert der Besuch also etwa 1,5 Stunden.
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Schaubergwerk Volle Rose - Wikipedia (besucht: 20-FEB-2026)
Schaubergwerk "Volle Rose" in Ilmenau, offizielle Website (visited: 04-JUN-2026)
Schaubergwerk Volle Rose, offizielle Website (besucht: 20-FEB-2026)
Schaubergwerk Volle Rose (visited: 04-JUN-2026)