| Ort: |
Ziegelbach 1, 75387 Neubulach.
Neubulach, Schwarzwald. (48.6553396, 8.7049576) |
| Öffnungszeiten: |
Hella-Glück-Stollen:
Palmsamstag bis OKT Di-Fr 14, 15, Sa, So, Fei 11-16. Erlebnisführung: auf Anmeldung. [2026] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 8, Kinder (4-15) EUR 4, Studenten EUR 7,50, Behinderte EUR 7,50, Senioren EUR 7,50, Familien (2+*) EUR 20. Gruppen (10+): Erwachsene EUR 7,50. [2026] |
| Typ: |
Kupfer
Silber
Speläotherapie
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| Licht: |
Elektrisches Licht
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| Dimension: | T=8 °C. |
| Führungen: |
Hella-Glück-Stollen:
L=400 m, D=45 min. Erlebnisführung: D=3 h. |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nicht rollstuhlgeeignet |
| Literatur: |
Heinrich Meier (1982):
Der ehemalige Bergbau in Neubulach unter Berücksichtigung der geologischen und mineralogischen sowie strukturellen Fazies der Lagerstätte
Eigenverlag, Neubulach, 180 Seiten.
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| Adresse: |
Besucherbergwerk Neubulach, Ziegelbach 1, 75387 Neubulach, Tel: +49-7053-7899.
E-mail: Teinach-Touristik Neubulach, Marktplatz 3, 75387 Neubulach, Tel: +49-7053-9695-10 E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 13. Jhd | Anfänge des Bergbaus. |
| 14. Jhd | Blütezeit des Bergbaus. |
| 1920 | Erwerb der Grubenfelder durch die Hella-Glück-Gesellschaft. |
| 1922 | Aufwältigung des Hella-Glück-Stollens und Abbau der A. |
| 1969 | Erschließung als Schaubergwerk durch die Stollengemeinschaft Neubulacher Bergwerk. |
| 1970 | Schaubergwerk eröffnet. |
| 1996 | Stollengemeinschaft der historischen Bergwerke Neubulach e.V. gegründet. |
| 2004 | weitere Stollen erschlossen. |
In diesem Gebiet gibt es mehrere hydrothermale Gänge im Buntsandstein und Muschelkalk. Das Ganggestein ist Quarz und Baryt mit Fahlerzen. Die Anteile variieren, aber die Hauptmineralien sind Azurit und Malachit sowie Silber- und Wismut-haltige Erze mit deutlich geringeren Anteilen. Neben dem Kupfer war auch der Azurit als blauer Farbstoff begehrt.
Neubuhlach ist eine Stadt im nördlichen Schwarzwald, etwa in der Breite von Böblingen. Das Schaubergwerk heißt Silberbergwerk Hella-Glück-Stollen, aber da es hier diverse bergbaubezogene Sehenswürdigkeiten gibt ist der Name Historische Besucherbergwerke Neubulach oder vereinfacht Besucherbergwerk Neubulach gebräuchlich.
Der Kupfer- und Silber-Bergbau in Neubulach hatte seine Blütezeit im 14. Jahrhundert. Die sehr reichen Erze, vorwiegend Malachit und Azurit, waren für den manuellen Abbau lohnend. Doch bald waren die Vorkommen erschöpft und der Bergbau wurde eingestellt. Der Beginn dieser ersten Phase war um 1250, um 1500 wird der Bergbau als ruhend angegeben. Im 16. Jahrhundert wurden von Vorderösterreich, später vom Herzog von Württemberg, der Bergbau reaktiviert. Die Ausbeute war minimal. Ein dritter Anlauf erfolgte im 18. Jahrhundert, ab 1719 wurde wieder abgebaut, mangels Ertrag endete das schnell wieder. Hundert Jahre später erneut das gleiche Spiel. Die letzte Bergbauperiode muss man wohl im Zusammenhang mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sehen. Beide Male wurde in den Halden nach Wismuterz geschürft.
Das Schaubergwerk wurde ab 1969 durch dir Stollengemeinschaft Neubulacher Bergwerk, eine Bürgerinitiative, eingerichtet. Der fast vergessene Hella-Glück-Stollen wurde in 7000 Arbeitsstunden gesichert und mit elektrischem Licht versehen. Es wurde die Stollenklause eingerichtet, die Imbiss und Getränke bietet, und als Kartenverkauf dient. Besucher werden hier auch mit Helm und Regenumhang ausgestattet.
Der Hella-Glück-Stollen ist relativ jung, er wurde erst 1922 aufgewältigt. Somit zeigt er eigentlich den Bergbau des frühen 20. Jahrhunderts. Der Stollen ist verhältnismäßig geräumig, eben und besitzt einen Holzausbau. Aber auch der mittelalterliche Bergbau wird erläutert, vor allem mit kleinen Dioramen. Ein etwas größerer Abbau wurde Azurithöhle genannt und hier kann eine mittelalterliche Haspel bewundert werden. An einigen Stellen ist auch das Ganggestein mit Quarz, Baryt und Spuren von Azurit und Malachit aufgeschlossen. Nach dem Stollen wird noch das Pochwerk besichtigt, in dem das Erz zerkleinert wurde um es besser vom tauben Gestein trennen zu können. Außerdem kann eine Widderpumpe besichtigt werden, ein funktionsfähiger Nachbau der Pumpe der ersten Wasserversorgung von neubulach 1888.
Seit einigen Jahren ist ein weiterer Teil des viele Kilometer langen Labyrinths für Besucher zugänglich. Die Unteren Stollen werden under der Bezeichnung Erlebnisführung in kleinen Gruppen geführt. Mit Gummistiefeln, Helmen, Grubenlampen und wasserdichten Jacken ausgestattet. Dann geht es in enge und niedrige mittelalterliche Bergwerksteile ohne Licht. Die Bergmänner damals waren nicht größer als 1,50 m und wurde oft nicht älter als 30. Diese Führung erfordert einiges von den Besuchern, auch das Besteigen von Schächten auf Leitern. Belohnt wird die Anstrengung durch einzigartige geologische und mineralogische Sehenswürdigkeiten, wie Malachit, Azurit und die sogenannten Bergperlen.
Der Fledermauspfad ist ein etwa 45-minütiger Rundweg. Er started am Mundloch des Hella-Glück-Stollens und führt zum Mundloch des Wasserstollens und zurück. Zudem gibt es den bergmännischen Themenpfad Kilians Erzweg, der von Neubulach bis zum Bergwerk führt.
Außerdem gibt es noch den Heilstollen Neubulach, in dem im Sommerhalbjahr Speläotherapie angeboten wird. Betreiber ist die Stadt Neubulach.
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Grube Hella-Glück - Wikipedia (besucht: 22-FEB-2026)
Grube Hella-Glück, offizielle Website (besucht: 22-FEB-2026)
Hella Glück Stollen in Neubulach - FamilienkulTour (besucht: 22-FEB-2026)
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Besucherbergwerk Hella-Glück Stollen (besucht: 22-FEB-2026)