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| Ort: | A10(Fortsetzung der A8 in Österreich) Ausf Salzburg Süd, S160/B305 bis Marktschellenberg an der östereichischen Grenze. Fußweg 3 Std. Aufstieg von Marktschellenberg oder Parsturm. Untersberg-Seilbahn von der österreichischen Seite, 1,5 Std Abstieg. (87,Nf62) |
| ÖZ: |
Höhle:
Pfingsten bis OKT (wetterabhängig) täglich 10-16 zur vollen Stunde. Untersbergbahn: JUN täglich 8:30-17. JUL bis SEP täglich 8:30 17:30. OKT täglich 8:30-17. [2006] |
| Eintrittspreise: | Erwachsene EUR 5, Kinder EUR 2,50. [2006] |
| Typ: | Kalkhöhle, Dachsteinkalk |
| Licht: | Karbidlampen, ergänzt durch Magnesium |
| Dimension: |
L=2.352m, VR=55m, 1.570m N.N., T=0°C. Portal: H=4m, B=20m. GR: B=40m, L=70m, H=8m. Eisdicke=30m, Alter=3000a. |
| Führungen: | L=500m, VR=55m, D=45min, V=10.000/a [200?]. |
| Lit: | Fritz Glück (1925): Die Schellenberger Eishöhle im Untersberg, Schellenberg, 1925 |
| Adresse: | Verein für Höhlenkunde Schellenberg e.V., K. Seißmeier, Dr.-Berkmann-Straße 13, 83487 Marktschellenberg, Tel. +49-8650-341 |
| Stand: | $Date: 2007/10/03 18:22:55 $ |
| 1800 | von Hirten und Jägern entdeckt. | |
| 1826 | als Eisloch in einer Karte eingetragen. | |
| 1863 | als Eisloch in einer Karte eingetragen. | |
| 1874 | Beginn der Erforschung. | |
| 1925 | Erschließung. |
Die Schellenberger Eishöhle (Ice Cave of Schellenberg) ist die einzige für Touristen erschlossene Eishöhle Deutschlands. Zudem ist sie auch die größte Eishöhle Deutschlands. Ihre Eisdecke hat eine Fläche von etw 60.000 Quadratmeter undein Dicke von biis zu 30 Meter.
Bei Eishöhle handelt es sich um Höhlen die größere Mengen Eis enthalten, das auch im Sommer nicht abschmilzt. Dieses Eis kann viele tausend Jahre alt sein. Solche Erscheinungen findet man vor allem in Klimaregionen mit Jahresdurchschnittstemperaturen um dem Gefrierpunkt. In unseren Breiten finden sich so niedrige Temperaturen nur in den Alpen, in entsprechender Meereshöhe.
Die Schellenberger Eishöhle hat die Form einer Sackhöhle. Ihr Eingang befindet sich hoch über dem Boden, so daß im Winter kalte Luft einströmt und nicht mehr entweichen kann. Dieser Effekt wird z.B. bei Gefriertruhen im Supermark ausgenutzt, die ihren Inhalt kühlen, obwohl sie oben offen sind. Dadurch ist die Temperatur in der Höhle während der Schneeschmelze unter dem Gefrierpunkt und das eindringende Sickerwasser gefriert. Während des Sommers steigt die Temperatur auch über den Gefrierpunkt, aber das Eis schmilzt nur zu einem Teil ab.
Durch den Wechsel von Schmelzen und Gefrieren ändern sich viele Eisformen von Jahr zu Jahr grundlegend. Bestimmte Eisteile weisen richtige Jahresringe auf. Manche Eisbildungen in der Nähe des Eingangs verschwinden im Sommer vollständig. Jedes Frühjahr sind 800-1200 Arbeitsstunden nötig um die Wege wieder von Eis zu befreien.
Es ist relativ schwierig die Schellenberger Eishöhle zu erreichen. Im Gegensatz zu den meisten Schauhöhlen Deutschlands kann man sie nicht in wenigen Minuten von einem Parkplatz aus zu Fuß erreichen. Die Höhle befindet sich auf 1,570m NN am Untersberg. Von deutscher Seite erreicht man sie nach einem dreistündigen Aufstieg an der Toni-Lenz-Hütte vorbei. Der Parkplatz befindet sich an der B305 zwischen Marktschellenberg und der österreichischen Grenze. Einfacher ist jedoch die Fahrt mit der Untersbergseilbahn und der Abstieg von etwa 200 Höhenmetern bis zur Höhle. Absolut notwendig, sowohl für den Anmarsch als auch für die Höhle ist eine entsprechende Ausrüstung, gutes Schuhwerk und warme Kleidung.
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