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Leichtweißhöhle
Leichtweishöhle
Touristische Informationen:
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| Bild: Gefangennahme des Räuberhauptmanns Heinrich Anton Leichtweiß im Jahre 1792 vor der Höhle. |
| Ort: |
In Wiesbaden.
Im Westen des Nerobergs, nördlich von Wiesbaden.
B417 nach Norden, nördlich des Israelischen Friedhofs rechts ab.
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| Öffnungszeiten: |
Apr-Okt Mi 10-14, Fr 14-18 Uhr, So 13-18.
[2007]
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| Eintrittspreise: |
kostenlos
[2007]
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| Typ: |
Halbhöhle/Abri in Schiefer, künstliche Erweiterungen
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| Licht: |
elektrisch
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| Dimension: |
L=35m.
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| Führungen: |
D=15min.
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| Literatur: |
Walter Czysz (1983):
Heinrich Anton Leichtweiß. Ein Bürgerleben im 18. Jahrhundert.
Schriften des Heimat- und Verschönerungsvereins Dotzheim e.V., Nr. 8, 11 S., zahlr. Abb.; Wiesbaden ISBN 3-922604-02-01.
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| Adresse: |
Amt für Grünflächen, Landwirtschaft und Forsten, Gustav-Stresemann-Ring 15, 65189 Wiesbaden, Tel: 0611-5410730, Fax: 0611-31-3967.
E-mail:
Höhlenwärter: Rudolf Driess, Tel: 0611-54539.
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| Stand: | $Date: 2007/10/12 07:10:32 $ |
Geschichte
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| 1792 | Räuberhauptmann Heinrich Anton Leichtweiß in der Höhle gefangen genommen. |
Bemerkungen
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| Bild: Postkarte von der Leichtweißhöhle aus dem 19ten Jahrhundert. |
Die Leichtweißhöhle ist benannt nach
Heinrich Anton Leichtweiß, der diese Höhle
als Versteck benutzt haben soll.
Er war Bäcker in Wiesbaden, hatte 13 Kinder, von denen wie damals
üblich sechs bereits jung starben.
Er wurde eines Tages wegen Wilderei auf Bewährung verurteilt.
Bei seinem nächsten Vergehen befürchtete er Gefängnis und floh in
den Wald, wo er sich in einer Höhle versteckte.
Er lebte viele Jahre im Wald, wurde wohl auch von Freunden und Familie mit dem
nötigsten versorgt.
Dabei erweiterte er die Höhle und richtete verschiedene praktische Dinge
ein, wie eine aus dem Fels gehauene Bank und eine Schlafstelle.
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| Bild: Eingang zur Höhle. |
Doch eines Tages kam der Förster vorbei und wunderte sich, daß aus
einem Loch am Boden Rauch aufstieg.
Er hatte den Kamin vom Kochfeuer entdeckt.
Er benachrichtigte die Polizei, die die Höhle umstellte und
Leichtweiß gefangen nahm.
Er wurde zu Gefängnis verurteilt, wo er nach zwei Jahren starb.
Bei der Geschichte von Herrn Leichtweiß handelt
es sich um eine Legende, die im 18ten und 19ten Jahrhudert sehr beliebt war und
deshalb wohl auch mehrfach verändert und ausgeschmückt wurde.
So sprechen die einen vom Räuber Leichtweiß, die anderen vom
Wilderer Leichtweiß.
Ganz allgemein handelt es sich dabei um einen typischen Stoff der Romantik, der
wohl auf Motiven von Robin Hood beruhte.
Er befriedigte den unbewußten Wunsch der ärmlich lebenden
Bevölkerung auf Widerstand und Auflehnung gegen die Obrigkeit.
Die Leichtweishöhle wurde allgemein als der Ort anerkannt, an dem diese
Legenden spielen, so daß sie bereits in der Mitte des 19ten Jahrhunderts
ein beliebtes Ausflugsziel war.
Die Höhle wurde ausgebaut, befestigte Wege und Bänke angelegt.
Aus dieser Zeit sind auch Postkarten der Höhle erhalten.
Inwischen ist die Höhle fast vergessen, wird aber zum Teil noch als eine
der wenigen Schauhöhlen Hessens genannt.
Sie kann nach wie vor besichtigt werden und besitzt einen gewissen lokalen
Bekanntheitsgrad.
Einige Tage in der Woche macht ein Mitarbeiter des Wiesbadener Amts für
Grünflächen, Landwirtschaft und Forste kostenlose Führungen, und
erzählt dabei die Legenden vom Räuberhauptmann
Leichtweiß.
Etwas uneinheitlich ist die Schreibweise des Namens Leichtweiß.
Ursprünglich schrieb sich dieser Familienname wohl mit einem ß
oder ss am Ende, er wird aber inzwischen nur noch mit einem s
geschrieben.
Für die Höhle werden sowohl der Name Leichtweißhöhle als
auch Leichtweishöhle benutzt.
Hier wurde die ältere Schreibweise gewählt.
Die Leichtweißhöhle ist zwar ursprünglich eine Naturhöhle,
war aber nicht viel mehr als ein großer Felsüberhang, ein sogenannter
Abri.
Das Schiefergestein ist auch kein zur Verkarstung geeignetes Gestein, hier
kommen sonst keine Höhlen vor.
Dieser Überhang wurde im Laufe der Zeit massiv verändert, so daß
der ursprüngliche Zustand heute kaum noch zu erkennen ist.
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| Leichtweißhöhle Gallerie |
Siehe auch