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Karsthöhle Dienstedt

Oberfeldhöhlen Dienstedt - Dienstedter Karsthöhle


Touristische Informationen:

Ort: 1km nordöstlich Dienstedt. Autobahn A4 Eisenach-Dresden: Anschlußstellen Arnstadt, Erfurt-West und Erfurt-Ost
Autobahn A71 Erfurt-Suhl-Schweinfurt/Bamberg: Anschlußstelle Traßdorf
NE Stadtilm, an der B87 Apolda-Stadtilm-Ilmenau.
Öffnungszeiten: Mai bis Okt Sa 13-17.
[2012]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 2, Kinder EUR 1.
[2008]
Typ:  Karsthöhle
Licht: elektrisch
Dimension: L=350m, A=340m NN, H=90%, T=8°C.
Führungen: L=155m, St=13, D=40min..
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Siegfried Pfeiffer (1974): Die Oberfeldhöhlen bei Dienstedt im Ilmtal, Der Höhlenforscher 4-1974, S. 55ff.
Barbara Putschkus (1984): Die Oberfeldhöhlen von Dienstedt, Krs. Arnstadt, Veröffentlichungen des Naturkundemuseums Erfurt, Heft 3: 64-70.
Adresse: Herr Gebser, 99326 Ilmtal, Tel: +49-3629-812504, Mobile: +49-176-96615185.
Gemeinde Ilmtal, Wassergasse 4, OT Griesheim, 99326 Ilmtal, Tel: +49-3629-8305-0, Fax: +49-3629-8305-66.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:11 $

Geschichte

 
1953durch den Bodendenkmalpfleger Felix Gebser entdeckt.
1957 bis 1982Ausgrabungen.
1994Gestaltung zur Schauhöhle.

Bemerkungen

Die Karsthöhle Dienstedt befindet sich etwa 1km nordöstlich von Dienstedt am Südhang des Schenkhopfenberges, dem Oberfeld. Es handelt sich eigentlich um drei Höhlen die auch Oberfeldhöhlen genannt werden. Ein versteinerter Kieferteil eines Sauriers, der in der Höhle gefunden wurde, stammt aus dem umgebenden Gestein, dem fossilienreichen Muschelkalk. Die Höhlen sind ausgeprägte Flußhöhlen, die sich 23m über dem heutigen Niveau der Ilm als Zuflüsse der Ur-Ilm vor 2-5 Millionen Jahren gebildet haben. In der Karsthöhle sieht man eindrucksvolle Erosionsformen. Sie besaß ursprünglich sehr schöne Laugprofile, die aber leider durch die engagierten aber unsachgemäßen Erschließungsarbeiten (Stollenauffahrungen und Klinkermauerwerk) teilweise zerstört wurden.

Die Höhle wurde vor etwa 4000 Jahren von den sogenannten Bandkeramikern genutzt. Von Ihnen wurden Feuerstellenreste, Tierknochen, Knochenwerkzeuge und Scherben von Tongefäßen gefunden. Besonders schöne Funde sind Pfrieme, Nadeln und eine gut erhaltene, aus Lehm gebrannte Tasse.

Die Erforschung der Höhle geht auf den Bodendenkmalpfleger Felix Gebser (1907-1988) aus Dienstedt zurück. Er suchte zu Beginn der 1950er Jahre um Dienstedt nach archäologischen Überresten. Nach mehreren erfolglosen Grabungen entdeckte er 1953 die Höhle, in der er schnell fündig wurde. Über 25 Jahre hinweg wurde die Höhle durch das Museum für Ur- und Frühgeschichte Weimar intensiv bearbeitet, unter Mitarbeit von Herrn Gerbser und vieler fleißiger Helfer. Nach Abschluß der Ausgrabungen wurde die Höhle zur Schauhöhle ausgebaut.


Siehe auch


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