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Attahöhle

Attendorner Tropfsteinhöhle


Touristische Informationen:

Ort: A45 (Sauerlandlinie) Ausf. Meinerzhagen, 13km bis Attendorn, 1km E Attendorn, am Ortsausgang an der Straße nach Finnentrop. (51°7'31.25"N,7°54'53.66"E)
Öffnungszeiten: 26-DEZ bis 15-APR Di-So 11-15:30.
16-APR bis APR täglich 10-16.
MAI bis 04-SEP täglich 10-16:30.
05-SEP bis 03-OKT täglich 10-16.
04-OKT bis 01-NOV täglich 10:30-16.
02-NOV bis 11-DEZ Di-So 11-15:30.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 7,50, Kinder (5-14) EUR 4,50, Kinder (0-4) frei.
Gruppen (25+): Erwachsene EUR 7, Kinder (5-14) EUR 4.
[2011]
Typ:  Karsthöhle, Höhlensystem, Mittleres Devon (Massenkalk)
Licht: elektrisch
Dimension: T=52m, L=6,740m, T=9°C, GR: H=15m.
Führungen: L=560m, D=40min, V=350.000/a [2002].
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Rainer Arweiler, Elmar Hammmerschmidt (1991): Attendorner Tropfsteinhöhle in: Die Höhlen der Attendorn-Elsper Doppelmulde, Karst und Höhle 1991/92, VdHK München, ISSN 0342-2062, Seiten 25-36.
Adresse: Attendorner Tropfsteinhöhle, Postfach 130, 57439 Attendorn, Tel. +49-2722-93750, Fax: +49-2722-93752
E-mail: contact
Last update:$Date: 2013/04/25 23:07:02 $

Geschichte

 
19-JUL-1907entdeckt, Beginn der Erschließung.
1907erste Ausbauphase.
1908-1910zweite Ausbauphase, Rundgang.
1925dritte Ausbauphase, Eingangstunnel.
1985neue Teile von Elmar Hammerschmidt entdeckt.

Bemerkungen

Die Attahöhle ist wegen ihres reichen Tropfsteinschmucks eine der schönsten Schauhöhlen Deutschlands. Es gibt Wälder von Stalaktiten, Sinterfahnen und vielfältige Kaskaden und Überhänge. Einer der Räume heißt deshalb zu Recht Kristallpalast.

Zusätzlich zu den normalen Sinterbildungen haben sich hier über Jahrtausende hinweg in einem stehenden, gesättigten Kalkwasser zentimeterdicke Überzüge aus Kalzitkristallen gebildet. Diese Kristalle bilden sich nur unter der Wasseroberfläche, so dass die Grenze der Kristallüberzugs den ehemaligen Wasserspiegel anzeigt. Leider sind diese Kristallrasen nur eingeschränkt auf der Führung zu sehen: Die Kristalle wurden aus anderen Teilen der Höhle herbeigeschafft.

Besonders schön sind auch die vielfältigen Sinterfahnen. Von hinten beleuchtet, erkennt man die Streifen, die auf unterschiedliche Schüttung und damit unterschiedliche Mengen an färbenden Eisenoxiden zurückzuführen ist.

Die Höhle wurde 1907 nach einer Sprengung im Steinbruch der Biggetaler Kalkwerke entdeckt. Der Eigentümer erkannte das touristische Potential und erschloß die Höhle unverzüglich. So gab es im ersten Jahr bereits einen Führungsweg mit über 200m Länge. Im folgenden Jahr wurde er noch verdoppelt und als Rundweg ausgebaut. Der Eingang war jedoch durch seine Lage an der Straße nach Finnentrop etwas ungünstig, unter anderem durch den zuhnehmenden Verkehr. Deshalb wurde 1925 ein neuer Eingang gebaut, ein 60m langer Stollen der gleichzeitig die restlichen Höhlenteile erschloß und den Eingang in die Nähe des Hotels Himmelreich verlegte. Allerdings unterband die intensive Kommerzialisierung und die Tatsache, dass die Höhle Privatbeitz ist, jegliche weitere Forschung. Als Anfang der 1980er Jahren einige örtliche Höhlenforscher die Erlaubnis bekamen, die Höhle zu erforschen, konnte die Höhle in wenigen Jahren von 850m Länge auf 6670m (1993) verlängert werden.

Leider ist diese Höhle durch die starke Kommerzialisierung recht besucherunfreundlich geworden. So ist das Fotografieren verboten, was auch ganz offen mit urheberrechtlichen Gründen erklärt wird: es geht darum die Verwertungsrechte für Bilder dieser Höhle zu monopolisieren. Auch die für Deutschland sehr hohen Eintrittspreise und der kostenpflichtige Parkplatz sind recht unerfreuliche Details. Auch wird seit Jahrzehnten die Zahl 1,800m für die Länge des Führungsweges angegeben, tatsächlich ist der Weg jedoch nur etwa 560m lang.


Siehe auch


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