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Rischbachstollen


Touristische Informationen:

Ort: Am Grubenstollen 13, 66386 St. Ingbert. Zufahrt zum Parkplatz über die Obere Rischbachstraße. Beschildert.
Öffnungszeiten: FEB, APR, JUN, AUG, OCT letzter Sa des Monats 11, 12:30, 14, 15:30.
[2011]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 3.
Gruppen (10+): Erwachsene EUR 5,50.
[2011]
Typ:  Kohle
Licht: Grubenlampe wird gestellt
Dimension: T=9°C
Führungen: D=90min, L=1,000m.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Besucherbergwerk Rischbachstollen e.V., Am Grubenstollen 13, 66386 St. Ingbert, Tel: +49-6894-1690-490, Fax: +49-6894-1690-491. E-mail: contact
Stadt St. Ingbert, Abteilung Kultur, Tel: +49-6894-13514. E-mail: contact
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 22:00:00 $

Geschichte

 
1959St. Ingbert geschlossen.
1990Beginn der Renovierung durch den Besucherbergwerk Rischbachstollen e.V..
1994Besucherbergwerk eröffnet.

Geologie


Bemerkungen

Das Besucherbergwerk Rischbachstollen ist das einzige Steinkohle Schaubergwerk im Dreiländereck Saarland, Luxembourg und Frankreich. Der Rischbachstollen ist ein ehemaliger Grubenstollen der Grube St. Ingbert. Seit 1990 wurde er von engagierten ehemaligen Bergleuten zum Schaubergwerk ausgebaut. So kann man heute über einen Kilometer befahren und dabei viel über den Kohleabbau in der Zeit um 1880 erfahren. Das war die Zeit in der der Steinkohleabbau hier seine größte Blüte erreichte. Bei der Erstellung der Ausstellung haben sich die ehrenamtlichen Macher anscheinend von den Schilderungen des französischen Schriftstellers Emile Zola (1840-1902) in seinem Roman Germinal (1885) beeinflussen lassen. Hier wird der Abbau in Handarbeit vorgeführt. Grubenpferde die Kohlenwagen zogen sorgten für den Abtransport. In weiteren Stationen wird die Entwicklung der Abbautechnik bis zur Schliessung der Grube St. Ingbert 1959 erläutert. Man lernt die typischen Arbeitsgeräte und Bohrtechniken kennen, sowie die Signalcodes zur Verständigung der Bergleute.

Die Führung beginnt im ehemaligen Zechenhaus. Hier werden die Besucher mit Helm, Fahrjacke, Kopflampe, Batteriegürtel und Arschleder bergmännisch eingekleidet. Diese Ausstattung entspricht natürlich nicht der Ausrüstung eines Bergmannes um 1880, sondern den Sicherheitsbestimmungen der heutigen Zeit. Nun folgt eine Einführung in die Geographie und Geologie der Region und die Geschichte des Bergwerks. Dann wird das Bergwerk durch das aus Sandstein gemauerte Mundloch betreten. Eine Besonderheit dieser Führung ist, dass die Besucher auch selbst Hand anlegen können und Kohle abbauen. Dadurch versteht man erst, wie schwer diese Arbeit tatsächlich war. Das Flöz Johann hat eine Höhe von etwa 80cm und fällt steil ein. Für Kindern und Jugendlichen ist die Rutschpartie auf dem Arschleder ein besonderes Erlebnis.

Die Führugen werden für Gruppen ganzjährig außer Montags auf telefonische Absprache durchgeführt. Sie sind besonders auf Schulklassen und Jugendgruppen abgestimmt. Auf Wunsch können sie auch in englischer, französischer oder russischer Sprache durchgeführt werden. Das Bergwerk kann auch für untertägige Kindergeburtstage gebucht werden. Daneben gibt es die sogenannten Tage der offenen Tür, an denen auch Einzelbesucher das Bergwerk besichtigen können.

Der Besuch im Stollen wird durch die Grubengebäude und das Aussengelände ergänzt. Das Zechenhaus stammt von 1849 und wird für das deftige Bergmannsessen nach der Führung und Kindergeburtstage verwendet. Im ehemaligen Schlafhaus sind die Kaffeeküche, die Lampenstube sowie die Waschkaue erhalten. Ein vier Kilometer langer Rundwanderweg, der St. Ingberter Grubenpfad, führt zu 14 Stationen, unter anderem das ehemalige Bergamt, das ehemalige Knappschaftskrankenhaus sowie verschiedene Steiger-Häuser.


Siehe auch


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