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Besucherbergwerk Grube "Hühn"


Touristische Informationen:

Ort: 5km von Trusetal Richtung Schmalkalden.
(50°46'10.25"N, 10°27'13.05"E)
Öffnungszeiten: Apr bis Okt täglich 10, 11:15, 12:30, 13:45, 15, 16:15. [2007]
Eintrittspreise: Erwachsene EUR 5, Kinder (3-18) EUR 3, Inhaber der Gästekarte Trusetal EUR 4,50, Studenten EUR 4,50, Behinderte EUR 4,50.
Gruppen (+): Erwachsene EUR 4,50, Kinder (3-18) EUR 2,50.
[2007]
Typ:  Eisen  Flußspat
Licht: elektrisch
Dimension: T=8-10°C
Führungen: D=60min.
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur:  
Adresse: Besucherbergwerk Trusetal - Grube Hühn, Eisensteinstrasse, 98596 Trusetal, Tel: +49-36840-81087. E-mail: contact
Fremdenverkehrsverein e.V. Trusetal, Postfach 12, 98596 Trusetal, Tel: +49-36840-81578, Fax: +49-36840-8248
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:57 $

Geschichte

 
1185erste urkundliche Erwähnung des Ortes Ezzelingweneden, stäter Erzschwinde.
1348Bergbau erstmals urkundlich erwähnt.
1536Bergwerke an der Mommel erstmals urkundlich erwähnt.
1677Kupferschmelz- und Seigerhütte mit Pottasche in Herges erbaut.
1743Kupferschmelzhütte wieder geschlossen.
1827Zusammenschluss der Eisengruben in die beiden Gewerkschaften Mommel und Stahlberg.
1861Erfindung des Anilins durch den Chemiker August Wilhel von Hoffmann.
09-JUL-1899Anschluß Trusetals an das Bahnnetz.
1900Beginn der Schwerspatgewinnung.
1954Grube Hühn wird dem VEB Eisenmanganerzbergwerke eingegliedert.
1970zusammenführen aller Gruben zum VEB Fluß- und Schwerspatbetrieb Lengenfeld.
31-JUL-1990stillgelegt.
16-JAN-1992Pumpen abgestellt, Bergwerk geflutet.

Geologie


Bemerkungen

Das Besucherbergwerk Trusetal Grube Hühn zeigt die Überbleibsel des tausendjährigen Eisenbergbaus sowie des Fluß- und Schwerspatabbaus im 20. Jahrhundert. Besucher erhalten Schutzumhang und Helm und fahren dann mit einer Gruben-Lok und den typischen bergmännischen Mannschaftswagen in das bergwerk. Nach 250m erreicht man das eigentliche Schaubergwerk, das die unterschiedlichen Ausbaumethoden anschaulich darstellt. Man sieht die Stollen, den Abbau, einen Blindschacht mit seiner Fördermaschine und viele Abbaugeräte. Besonders interessant sind die vielen Gänge die unterschiedlichste Mineralien enthalten.

Im Schmalkalder Revier hat der Erzbergbau eine lange Tradition. Auf Grund von archäologischen Funden weiß man, dass bereits vor 2000 Jahren die Kelten Eisenerz abgebaut haben. Der Ort Trusetal wurde wohl aufgrund des Bergbaus gegründet, der mittelalterliche Ortskern steht auf noch älteren Schlackehalden. Die erste urkundliche Erwähnung ist 1185 eine päpstliche Besitzurkunde des Klosters Herrenbreitungen. Dort wird Ezzelingweneden, das spätere Erzschwinde, erwähnt, das heute allerdings nicht mehr esxistiert. Das Wort ezzeling wird als Schmelzofen oder als Erz gedeutet.

Der Bergbau erreicht im 17. Jahrhundert eine Blüte. 1689 wird aus dem Friedrich-Wilhelm-Stollen jährlich 8.000 Zentner Erz gewonnen. Es gibt aber noch weitere Gruben. An der Mommel gab es neun Gewerkschaften, am Stahlberg drei Gewerkschaften und daneben noch zahlreiche Tagelöhner in den sogenannten Dachslöchern. Diese wurden 1827 zu den beiden Gewerkschaften Mommel und Stahlberg zusammengeschlossen. 1820 wurden jährlich 2.500 Tonnen Eisen bzw. Stahl verarbeitet.

Das Ende des Bergbaus kam mit der Eisenbahn. Sie erlaubte den Transport von Eisen und Kohle aus dem Ruhrgebiet und brachte damit eine Konkurrenz die zum Kollaps führte. Was den Bergbau schließlich rettete war die Erfindung des Anilins 1861 durch den Chemiker August Wilhel von Hoffmann. Zur Herstellung dieses wichtigen Farbstoffes wurde Schwerspat benötigt, der in der Folgezeit zur Verstärkung des des Schwerspatabbaus auf der Mommel führte. Und nun kam die Bahn zu Hilfe: der Anschluß Trusetals an das Bahnnetz erlaubte den Abtransport des Schwerspatmehls aus den Spatmühlen.

Der Abbau von Schwerspat gab der Region 100 Jahre lang Arbeit. Nur unterbrochen von der Weltwirtschaftskrise und vom zweiten Weltkrieg gab es im Bergbau einige hundert Arbeitsplätze. Das endete jäh mit der Wiedervereinigung. Das Bergwerk war nicht mehr wirtschaftlich, es fehlte der Absatzmarkt. Innerhalb kürzester zeit wurde der Bergbau eingestellt und die

Neben dem Bergwerk git es ein Museum, das viele Gegenstände aus dem täglichen Leben der Begleute zeigt. Daneben gibt es eine Ausstellung mit Mineralien aus der Gegend.


Siehe auch


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