| In English |
| In English |
| Ort: |
Berchtesgaden
A10 Salzburg-Villach, Ausfahrt Berchtesgaden. A8 München-Salzburg, Ausfahrt Piding. |
| Öffnungszeiten: |
Mai bis Okt täglich 9-17. Nov bis Apr täglich 11:30-15. Geschlossen Karfreitag, Pfingstmontag, 01-NOV, 24-DEC, 25-DEC, 01-JAN. [2008] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 14, Kinder (4-16) EUR 9, Familie (2+*) EUR 40. Gruppen (20+): Erwachsene EUR 12,50, Kinder (4-18) EUR 8. [2008] |
| Typ: |
|
| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | V=400.000/a[2007], T=12°C. |
| Führungen: | D=90min. |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Erlebnisbergwerk Berchtesgaden - SalzZeitReise, SÜDSALZ GmbH, Bergwerkstr. 83, 83471 Berchtesgaden, Tel: +49-8652-6002-00, Fax: +49-8652-6002-60, infoline: +49-8652-6002-20.
E-mail: |
| Stand: | $Date: 2008/04/14 06:41:54 $ |
| 1193 | Beginn der Salzgewinnung am Tuval bei Schellenberg. | |
| 1194 | Salzabbau am Gollnbach in Berchtesgaden erwähnt. | |
| 1517 | Salzbergwerk Berchtesgaden durch Fürstpropst Gregor Rainer gegründet, Petersberg-Stollen angeschlagen. | |
| 1564 | Saline Frauenreuth in Berchtesgaden eröffnet. | |
| 1803 | fällt an das Großherzogtum Toskana, an Ferdinand III.. | |
| 1806 | fällt an Österreich. | |
| 1816 | fällt an Bayern. | |
| 22-DEC-1817 | Eröffnung der Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall.. | |
| 18?? | Beginn der Besichtungstouren für Gäste der Könige von Bayern. | |
| 1840 | Besucherzahlen erstmals erhoben: 150 bis 200 pro Jahr. | |
| 19-FEB-1927 | Soleleitung nach fast 110 Jahren ununterbrochenem Betrieb aufgegeben. | |
| 1990 | Heilstollen für Speläotherapie eingerichtet. |
Das Salz in Berchtesgaden besitzt im Gegensatz zu vielen anderen Salzstöcken nur einen Salzgehalt von 50%. Das Salz ist verunreinigt mit dem sogenannten Haselgebirge. Dieses Problem wird jedoch durch den sogenannten nassen Abbau gelöst, bei dem unterirdische Kammern mit Süßwasser geflutet werden. Das Salz löst sich aus Boden, Wänden und Decke. Dabei bleiben die Verunreinigungen ungelöst und bilden schnell eine Schlammschicht am Boden, die dort die weitere Lösung verhindert. So ergibt es sich, daß das Salz vorwiegend an der Decke gelöst wird, und der Raum sozusagen nach oben wandert: oben wird gelöst, gleichzeitig wird am Boden abgelagert.
Berchtesgaden ist auch heute noch ein aktives Bergwerk. Auf fünf Abbauebenen sind derzeit 20 Bohrspülwerke in Betrieb und produzieren jährlich etwa 600.000m³ Sole. Ein derartiges Bohrspülwerk ist maximal 160m lang, 120m breit und 120m hoch. Täglich wird 1cm Salz an der Decke gelöst, woraus sich bei einer nutzbaren Abbauhöhe von 100m eine Betriebsdauer von etwa 30 Jahren ergibt. Das entspricht einem Solegewinn von 1.100.000m³.
Das Salzbergwerk in Berchtesgaden ist ein Klassiker des Tourismus. Die Südostecke Bayerns besitzt viele Sehenswürdigkeiten, doch wenn das Wetter schlecht ist, der Königsee wolkenverhangen, die Aussicht trübe, dann gehen alle Besucher seit hundert Jahren unter den Berg ins Salzbergwerk. Natürlich ist das eine schlechte Alternative: hunderte andere sind auf die gleiche Idee gekommen. Die neue Leitung des Bergwerkwerks hat das Procedere nun verändert, statt langen Schlangen gibt es Platzkarten, und man kann in der Zwischenzeit etwas anderes machen, sicherlich ein Fortschritt. Zudem kann man inzwischen auch Karten im Internet vorbestellen. Da verwundert es nicht, daß auch die Führung komplett überarbeitet wurde. Der Spiegelsee und die Holzrutschen sind unverändert, aber die meisten Hallen sind nun mit Multimediashows aufgepeppt. Auch der Name wurde geändert, Erlebnisbergwerk Berchtesgaden heißt nun SalzZeitReise.
Der Besuch beginnt mit dem Anlegen der Bergmannskleidung, was vor allem wegen der kalten, 650m langen Zugfahrt in den Berg notwendig ist. Der Ferdinandberg-Hauptstollen endet in der Salzkathedrale, einer 17m hohen Halle. Die Decke wird für eine informative Multimediashau benutzt, die den Salzabbau vorstellt. Das folgende Salzlabor erläutert die Herstellung von Speisesalz. Die Schatzkammer schließlich ist eine futuristische Ausstellung die durch anschauliche Exponate versucht vielfältige Aspekte rund um das Salz zu erläutern. So gibt es zum Beispiel einen Behälter mit der Salzmenge die ein menschlicher Körper enthält. Eine ganz traditionelle Station auf der Führung ist der Spiegelsee. Er zeigt die Abbaumethode durch unterirdische Lösung des Salzes. Das Wasser wurde nur teilweise abgepumpt, so sind die typischen Lösungsformen im Salz zu sehen. Gleichzeitig blieb jedoch auch ein 100m langer und 40m breiter Salzsee übrig. Bei der gemächlichen Überfahrt wird Musik von Peter Wolf, dem bekannten österreichischen Musiker, Komponisten und Produzenten, gespielt und die Halle durch eine komplexe Lichtinstallation beleuchtet.
Ein letzter traditioneller Punkt der Führung ist schließlich die Fahrt auf der Rutsche. Die hölzernen Rutschen wurden im mittelalterlichen Bergbau entwickelt, und ermöglichten den Bergleuten sowohl Höhendifferenzen zu überwinden, als auch gewisse Entfernungen zurück zu legen. Daneben wurden sie auch für den Materialtransport eingesetzt. Die Fahrt auf der Rutsche ist natürlich freiwillig, man kann sie auch zu Fuß umgehen.
| Hauptseite | Deutschland | Alpen |
| Letzte Änderung Impressum, © Jochen Duckeck. |
| Landkarten Alphabethisches Register |
Änderungen und Kritik: |
Allgemeine Informationen |