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Zwergenkirche


Touristische Informationen:

Image: Die Zwergenkirche von der Ruine Sachsenburg gesehen.
Ort: A7 Ausf Seesen(Harz), B243 46km bis Abzweig nach Bad Sachsa, links ab, Umgehungsstraße um Bad Sachsa Richtung Walkenried, nach 1km Wanderparkplatz rechts. (37,Ld39)
Öffnungszeiten: frei zugänglich
Eintrittspreise: frei
Typ: Gipshöhle, Schichtfugenhöhle
Licht: kein Licht
Dimension: L=2m, B=2.50m, H=1m
Führungen:  
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: RV Geologische Wanderkarte Harz, geologisches Objekt 31
Adresse:  
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Stand:$Date: 2015/08/30 21:59:48 $

Geschichte


Bemerkungen

Image: der Vordereingang der Zwergenkirche.
Image: der Vordereingang der Zwergenkirche.
Image: der Hintereingang der Zwergenkirche.

Die Zwergenkirche gehört zu einem sehr außergewöhnlichen Höhlentyp, den sogenannten Quellungshöhlen. Anhydrit dehnt sich bei der Aufnahme von Wasser aus (Siehe  Gipskarst-Beschreibung). Wenn nun eine Anhydritschicht direkt unter der Erdoberfläche sich ausdeht, wölbt sie sich durch die entstehenden Kräfte nach oben. Die schon existierende, feine Schichtfuge wird also stark aufgeweitet. Die Höhle hat die Form einer flachen liegenden Linse.

Diese Höhle ist keine Primärhöhle, da sie nicht mit dem Gestein entstanden ist. Doch im Gegensatz zu allen anderen Sekundärhöhlen ist sie nicht durch Verwitterung oder Lösung in irgendeiner Form entstanden. Man könnte sagen sie ist mechanisch entstanden.

Die Zwergenkirche ist sehr klein und deshalb schwer zu finden. In den mir bekannten Karten ist sie außerdem falsch eingezeichnet. Sie befindet sich direkt bei der Sachsenburg. Die Ruine dieser von Heinrich IV. errichteten Burg ist dagegen recht gut beschildert. Deshalb empfehle ich dieser Beschilderung zu folgen.

Der Wanderweg von Bad Sachsa ist etwa 2,5km bis zur Sachsenburg. Von dem o.a. Wanderparkplatz geht man etwa 400 m die Straße zurück und dann links in den Feldweg. Dann sind es noch etwa 900m.

In diesem Gebiet gibt es eine Vielzahl von Quellungshöhlen, die größte davon heißt Waldschmiede. Sie hatte einen erheblichen Bekanntheitsgrad erreicht, war aber bereits recht fragil. Ihr Innenraum war etwa 8m lang und 7,50m breit, dabei betrug die Dicke des Daches lediglich 50cm.. So kam es, dass die Höhle im 20ten Jahrhundert mehrfach dem Einstrurz nahe war. Heimatfreunde richteten sie immer wieder auf und vermauerten Schadstellen. Doch im Jahr 1990 war es endgültig soweit. Die Höhle stürzte komplett zusammen, so dass sie nicht mehr aufgerichtet werden konnte.

So bleiben nun heute nur noch einige kleinere Quelllungshöhlen übrig. Sie werden Zwergenlöcher genannt. Die Zwergenkirche ist die größte und am leichtesten zu findende. Doch das Gebiet um die Sachsenburg hat dem Geologen noch viel mehr zu bieten.

Direkt unterhalb der Sachsenburg befinden sich mehrere große Dolinen. Der Weg von Bad Sachsa führt direkt durch sie hindurch. Der andere Weg vom Parkplatz führt an ihrem Rand entlang. Die Größe dieser Hohlformen läßt auf beeindruckende Hohlräume der für ihre Entstehung verantwortlichen Höhle schließen.


Siehe auch


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