Höhlenkirchen


Höhlenkirchen sind, wie der Name schon sagt, eine Kombination aus Höhle und Kirche. Das bedeutet also, einen wie auch immer gearteten, unterirdischen, von Fels umgebenen Ort der als Andachtsstätte einer beliebeigen Religion genutzt wird.

Höhlen waren immer ein Ort der Verehrung von Gott, Göttern oder anderer spiritueller Rituale. Die meisten prähistorischen Höhlenmalereien werden so interpretiert, dass sie eine Art religiösen oder schamanischen Hintergrund haben. Aber Tempel oder Kirchen in Höhlen sind mehr als einige Malereien, eine Art Altar, religiöse Symbole und genügend Platz für die Teilnehmer von Gottesdiensten sind Zeichen einer Kirche. Der Mithraskult des alten Rom nutzte für seinen Gottesdienst ausschließlich Höhlen, die mangels ausreichender Höhlen meist künstlich angelegt waren. Buddhistische Tempel werden in Asien oft in natürlichen Höhlen eingerichtet. Höhlen oder Tempel wurden innerhalb natürlicher Höhlen und durch Ausgraben der Tempel aus dem massiven Fels errichtet.

Höhlenkirchen in natürlichen Höhlen

Natürliche Höhlen werden bereits seit Jahrtausenden, ja wahrscheinlich seit zehntausenden von Jahren als Kirche oder Tempel oder Andachtsstätte benutzt. Die ältesten sind wohl die Bilderhöhlen in Frankreich und Spanien, wenn man für die Erstellung der Bilder einen religiösen Hintergrund sehen will. Auf der ganzen Welt wurden Höhlen mit religiösen Symbolen ausgestattet und als Kirchen genutzt. Einige sehr weit verbreitete Typen sind:

Höhlenkirchen in künstlichen Hohlräumen

Der Bau einer Kirche von einiger Größe erfordert erhebliche architektonische Fähigkeiten. Häufig war es viel einfacher ein geeignetes Gestein einfach auszuhöhlen. Achtet man auf eine gewölbte Decke, ist die Standfestigkeit meist sehr groß.