Mogelpackungen


Mogelpackung nennt man umgangssprachlich eine Verpackung für ein Konsumprodukt, die über die wirkliche Menge oder Beschaffenheit des Inhalts hinwegtäuscht. Im übertragenen Sinn wird der Begriff für ein Angebot verwendet, hinter dem sich weniger oder anderes verbirgt, als es den Anschein hat.

In letzter Zeit passiert und das immer öfter: eine Sehenswürdigkeit wird irgendwo beworben und dann existiert sie gar nicht. Zumindest ist sie nicht zugänglich, also existieren tut sie schon. Wenn sie dann wenigstens dazu schreiben, dass das Teil einmal im Jahre am Tag des offenen Denkmals geöffnet ist. Oder auf Vereinbarung, natürlich mit Kontaktdaten. Alles andere ist völlig nutzlos, wenn ich weiß, dass ich eine Führung bekommen kann, wenn ich jemandem ne E-Mail schreibe, die E-Mail-Adresse aber nicht kenne, habe ich einen Deadlock.


Man fragt sich natürlich, warum macht sich jemand die Mühe, so was zu publizieren? Darauf sind uns drei Antworten eingefallen:

  1. Die Sehenswürdigkeit ist auf der Liste, weil sie tatsächlich zugänglich ist. Irgendwann ist sie das aber nicht mehr, die Kontaktdaten werden entfernt, der Eintrag bleibt als Leiche zurück. Das ist übrigens etwas was wir auf showcaves.com auch machen, wir schreiben aber ausdrücklich dazu, dass es zu ist und wenn bekannt auch warum.
  2. Es handelt sich um eine Institution, die sich rühmt viele Dinge zu tun, eine Kommune, ein Geopark mit Geotopen, oder ein Museum. Da wird dann zum Beweis alles aufgelistet worum sie sich kümmern, ohne Berücksichtigung, ob die Objekte auch wirklich zugänglich sind.
  3. Es ist eine KI-Halluzination. Das grassiert derzeit leider wie eine Seuche.