Zinselhöhle


Touristische Informationen:

Ort: Heiligenholz, 96528 Frankenblick, OT Meschenbach.
Zwischen den Ortslagen Rabenäußig und Meschenbach, Landkreis Sonneberg ca. einen Kilometer von Meschenbach entfernt. Zu erreichen von der B 89 zwischen Eisfeld und Sonneberg. Im Grümpen die Bundesstraße in Richtung Rauenstein/Meschenbach verlassen. Parkplatz mit Hinweisschild an der Straße.
(50.4095006, 11.0721997)
Öffnungszeiten: MAI bis SEP nach Vereinbarung.
Zinselhöhlenfest (drittes Wochenende im Juli) Sa, So 14-18.
[2026]
Eintrittspreise: Gruppen: Erwachsene (1-8) EUR 35, Familien (4+6) EUR 30, Kindergruppe EUR 25, Kindergartengruppe EUR 20.
[2026]
Typ: SpeleologyKarsthöhle Unterer Muschelkalk, aktive Wasserhöhle.
Licht: nein
Dimension:
Führungen: L=250 m.
Fotografieren: erlaubt
Zugänglichkeit: Eingangstreppe, Höhle naturbelassen mit 1,2 m hohem Absatz
Literatur:
Adresse: Naturpark- und Höhlenführer Ralf Kirchner, Flurweg 8, 96528 Frankenblick, Cell: +49-173 6767696 E-mail:
Gemeinde Effelder-Rauenstein, Tel: +49-36766-87721, +49-36766-2930, +49-36766-80204.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.

Geschichte

1728 erste Erwähnung.
1988 der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Bemerkungen

Die Zinselhöhle wird vom Retschbach durchflossen. Der 250 m lange und bis zu 10 m hohe Hauptgang führt durch den Höhlenbach. Sie ist nicht ausgebaut, Führungen werden nur bei Bedarf durchgeführt. Helm, Geleuchte, Umhänge und Gummistiefel werden gestellt.

Im Sommer findet jährlich ein Zinselhöhlenfest statt, zu diesem Zeitpunkt ist die Besichtigung der Höhle besonders zu empfehlen.

Die Geologie hier ist außergewöhnlich, da der Thüringer Wald dadurch zustande gekommen ist, dass er während der variszischen Orogenese vor 320 Ma im Oberkarbon von tektonischen Kräften angehoben wurde. So sind die Höhen des Waldes Gesteine des Grundgebirges, Schiefer und Metamorphite. Diese sind nicht wasserdurchlässig und nicht wasserlöslich, das Wasser fließt oberirdisch ab. Wenn es jedoch hierherkommt, beginnt mit der Störung Fränkische Linie die Verkarstung. Dieser Gesteinsblock wurde weniger angehoben, deshalb sind hier überlagernde Mesozoische Gesteine tiefer und noch erhalten. Insbesondere handelt es sich dabei um den Wellenkalk aus dem Muschelkalk. Das Wasser hat im Laufe der Zeit Höhlen geschaffen und seinen Lauf unter die Erde verlagert. Der verkarstete Streifen ist jedoch nur schmal, und das Wasser erscheint am Fuß des Hanges in Karstquellen wieder an der Erdoberfläche.

Der Wellenkalk besteht aus dünnplattigen, welligen Kalkmergelgesteinen, die versteinerte Meerestieren enthalten. Vor 243-240 Ma befand sich hier ein warmes Meer mit einer Vielzahl von Bewohnern. Die toten Tiele verwesten im sauerstoffreichen Wasser, nur die Gehäuse, Muschelschalen und Knochen bleiben erhalten und wurden versteinert.