Historische Kupferzeche am Larzenbach

Kupferzeche Larzenbach


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Fluorit, Mineralienmuseum Hüttau, Österreich.
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Bernstein, Mineralienmuseum Hüttau, Österreich.
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Cölestin, Mineralienmuseum Hüttau, Österreich.
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Eisenblüte, Mineralienmuseum Hüttau, Österreich.

Touristische Informationen:

Ort: Sonnhalb 21, 5511 Hüttau.
E55 Ausfahrt Hüttau, zwischen Bischofshofen und Altenmark, südlich von Salzburg. Das Museum befindet sich im Stadtzentrum im Gewerkenhaus, einem alten Bergwerksgebäude.
(47.420536, 13.312544)
Öffnungszeiten: Kupferzeche Hüttau: 15-MAI bis MAI 14.
JUN täglich 11, 14.
JUL bis AUG täglich 10-16.
SEP bis 15-SEP täglich 11, 14.
Museum Hüttau: JUL bis 15-SEP täglich 11-16.
[2026]
Eintrittspreise: Kupferzeche Hüttau: Erwachsene EUR 14, Kinder (6-15) 7, Kinder (4-5) frei.
Gruppen: Erwachsene EUR 12.
Museum Hüttau: Erwachsene EUR 6, Kinder (6-15) EUR 3, Kinder (4-5) frei.
Gruppen: Erwachsene EUR 5.
Kombiticket: Erwachsene EUR 17.
[2026]
Typ: MineKupfer
Licht: LightElektrisches Licht
Dimension: T=7-8 °C
Führungen: D=1 h, MinAge=4.
Fotografieren: nicht erlaubt
Zugänglichkeit: nein
Literatur: G. Kandutsch (2005):
Historische Kupferzeche und Mineralienmuseum: Larzenbach und Hüttau im Pongau, Österreich
Mineralien Magazin Lapis, Jahrgang 30, Ausgabe 5, 2005, pages 40-42. Christian Weise Verlag GmbH, ISSN 0176-1285.
Adresse: Historische Kupferzeche am Larzenbach, Sonnhalb 21, 5511 Hüttau, Tel: +43-6458-7103, Tel: +43-6458-7232. E-mail: contact
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Geschichte

13. Jahrhundert Beginn der Bergbauaktivitäten.
1549 erste urkundliche Erwähnung.
1594 Bau des Gewerkenhauses, in dem heute das Museum untergebracht ist.
1853 Bergbau für kurze Zeit wieder aufgenommen.
1869 Bergbau eingestellt.
1989 Beginn der Restaurierung als Schaubergwerk.
1998 Schaubergwerk eröffnet.
25-MAI-2003 Einweihung des Museums Hüttau.

Geologie

Diese Kupferlagerstätte ist ziemlich alt, sie wurde vor 400 Millionen Jahren während des Karbons abgelagert. Es gibt zwei verschiedene Kupfererze, Kupferkies (Chalkopyrit, CuFeS2) mit einem Kupfergehalt von etwa 15 % und Fahlerz, ein Kupfererz, das auch Antimon enthält. Die Sedimentschichten, die einst horizontal abgelagert waren, wurden durch die alpine Orogenese gefaltet und weisen nun eine Neigung von etwa 45° auf.

Das Erz wird durch tropfendes Wasser oxidiert und aufgelöst. Oxidiertes Kupfer hat eine intensive grüne Farbe, sodass während der gesamten Tour viele grüne Flecken zu sehen sind. Es gibt sogar einige grüne Tropfsteine, wenn das feuchte Oxid vom Wasser transportiert und wieder abgelagert wird.

Bemerkungen

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Kupferzeche Larzenbach, Österreich.
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Kupferzeche Larzenbach, Österreich.
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Kupferzeche Larzenbach, Österreich.

Die Historische Kupferzeche am Larzenbach ist das Schaubergwerk. Das zugehörige Bergbaumuseum heißt Museum "Erze, Gold und Minerale" und befindet sich der Ortsmitte von Hüttau im 3. Stock des Gemeindeamtes. Das Gebäude ist das ehemalige Gewerkenhaus, also das Haus der ehemaligen Betreiber der Kupferzeche. Von hier sind es 700 m bis zum Schaubergwerk, das sich nördlich im Tal des Larzenbachs befindet. Somit ist der Name "Kupferzeche am Larzenbach" kein Eigenname, sondern lediglich beschreibend. Man kann beides getrennt besuchen, es gibt aber auch ein Kombiticket. Seit Corona gibt es Online Tickets. Nur in den Sommermonaten gibt es regelmäßige Führungen, im Rest des Jahres kann man das Bergwerk nach Voranmeldung besuchen. Außergewöhnlich ist, dass man lediglich zu dritt sein muss, die meisten Schaubergwerke und Schauhöhlen bieten solche führungen nur für deutlich größere Gruppen.

Das Bergbaumuseum erklärt die Geschichte des Bergbaus und die verwendeten Methoden und Werkzeuge. Aber eigentlich ist es eine außergewöhnliche Mineraliensammlung. Rainer Mrazek ist Mineraliensammler und hatte sich auf den Bergbau im Land Salzburg konzentriert. Er war der Begründer des Museums und die treibende Kraft beim Ausbau der Kupferzeche als Schaubergwerk. Eines der Highlights der Sammlung ist der wohl bedeutendste Goldfund der Ostalpen.

In diesem Gebiet wurde bereits vor etwa 4.000 Jahren von den Illyrern und später von den Kelten Kupfer abgebaut. Im Mittelalter war das Bergwerk für die Region von großer Bedeutung. Der Bergbau begann vermutlich im 13. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung ist jedoch erst von 1549. Die Hütten, in denen das Kupfererz verhüttet wurde, standen im nahegelegenen Hüttau, das dadurch seinen Namen erhielt. Die Blütezeit war im 16. und 17. Jahrhundert, dann stiegen die Steuern, die Vorkommen waren erschöpft und viele Bergwerke wurden geschlossen. Im 18. Jahrhundert kam der Bergbau fast zum Erliegen, wurde aber 1853 ein letztes Mal wiederbelebt, als die Kupfergewerkschaft „Larzenbach” gegründet und eine neues Bergwerk namens Barbara eröffnet wurde. Das Pochwerk war taleinwärts, und dann wurde das Erz etwa 50 km weit transportiert und in der k.k. Schmelzhütte Lend geschmolzen. Doch bereits 1860 waren alle Erze abgebaut un der Bergbau wurde unterbrochen, und schließlich 1869 endgültig eingestellt.