| Ort: |
Unterweißbach 36, 5093 Weißbach bei Lofer.
(47.523879, 12.758287) |
| Öffnungszeiten: |
MAI bis OKT täglich. Bei Gewitter und starkem Regen geschlossen. [2022] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 6.50, Kinder (5-14) EUR 4.30, Kinder (0-4) free, Gästekarte EUR 5.80. Gruppen (+): Erwachsene EUR 5.80, Kinder (5-15) EUR 3.80. [2022] |
| Typ: |
Klamm
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| Licht: | nicht notwendig |
| Dimension: | L=600 m. |
| Führungen: | selbstgeführt, L=500 m, D=60 m. |
| Fotografieren: | erlaubt |
| Zugänglichkeit: | nein |
| Literatur: | |
| Adresse: |
Seisenbergklamm, Unterweißbach 36, 5093 Weißbach bei Lofer, Tel: +43-6582-8242-4.
E-mail: |
| Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt. Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden. Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste. |
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| 1831 | zuerst von Holzfällern zum Treiben von Holz entwickelt. |
| 1912 | Weg zur Klamm und in der Klamm renoviert. |
| 1916 | Wege durch eine Überschwemmung fast vollständig zerstört. |
| 1924 | Sektion Dresden übernimmt die Verwaltung der Klamm und beginnt mit der Renovierung der Wege. |
| 26. Juli 1925 | Einweihung der neuen Wanderwege. |
| 26. Juli 1925 | Wanderwege für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. |
| 1940 | Wanderwege erneut durch einen Sturm zerstört. |
| 1953 | Beginn der Restaurierung. |
| 1954 | Wanderweg für die Öffentlichkeit freigegeben. |
| 1974 | Klamm zum Naturdenkmal erklärt. |
Die Seisenbergklamm wurde durch Schmelzwasser gebildet. Vor etwa 12.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, schmolzen die riesigen Gletscher auf den Alpen. Die Gletscher hatten jedoch den Verlauf der Täler verändert, indem sie sich tief in das Gestein eingegraben hatten, und es gab viele Gebiete, die nicht mehr mit dem nächsten Tal verbunden waren. Diese Gebiete füllten sich mit Wasser, bis es an einer Stelle überlief und sich tief in die blockierenden Felsen einschnitt. Diese Erosion verlief extrem schnell und dauerte nur wenige tausend Jahre, was in geologischer Hinsicht eine extrem schnelle Entwicklung ist. Der Grund dafür war das große Gefälle, das dem Wasser eine hohe Energie verlieh.
Da das gestaute Wasser nun durch die Klamm fließen kann, hat sich der Prozess verlangsamt. Die enge Klamm wird von einem kleinen Fluss durchquert, der sie weiter vertieft, jedoch mit einer viel geringeren Geschwindigkeit als während ihrer Entstehung. Aber jedes Jahr während der Schneeschmelze werden die alten Zeiten für kurze Zeit wiederbelebt. Aus diesem Grund wird die Klamm erst im Mai geöffnet. Zuvor müssen die Wanderwege überprüft und gegebenenfalls repariert werden.
Diese Klamm wurde zuerst von Holzfällern erschlossen, die hoch oben am steilen Berghang über der Klamm Bäume fällten und nach einer guten Möglichkeit suchten, die Bäume ins Tal zu transportieren. Gut bedeutete natürlich schnell und mit möglichst wenig Aufwand, und leider gab es vor 100 Jahren noch keine Hubschrauber. Also nutzten sie die Klamm als Triftweg zum Holzflößen. Es musste ein Weg angelegt werden, der es ermöglichte, Verstopfungen zu beheben, der aber natürlich viel weniger komfortabel war als der heutige Holzpfad. Aber er bestand bereits aus Holz, denn davon hatten sie reichlich.
Vor langer, langer Zeit, vor mehr als hundert Jahren, ereigneten sich in der Seisenbergklamm viele unheimliche Dinge! Manchmal war zu dem Tosen und Donnern des Wassers eine dumpfe Stimme zu hören, die rief: „Hol mich, hol mich!“ Dann war ein lautes Rollen und Grollen zu hören, und danach rauschte das Wasser noch eine Weile donnernd aus der Klamm. Damals sagten die Leute: „Der Geist der Klamm treibt wieder sein Unwesen!“
Damals war die Seisenbergklamm für Besucher noch nicht zugänglich. Nur Flößer arbeiteten in der Seisenbergklamm. Die Flößer sorgten dafür, dass das Treibholz, das durch die Klamm ins Tal transportiert wurde, nicht blockierte. Damals wurde das Holz mit Hilfe des Wassers ins Tal transportiert.
Dann geschah etwas sehr Seltsames: In der „Dunkelklamm“, wie dieser Teil heute genannt wird, im wildesten Teil der Seisenbergklamm, blieb ein großer Baumstumpf hängen. Tagelang mussten die Flößer arbeiten, um ihn zu erreichen, damit sie ihn entfernen konnten. Allerdings wusste keiner der Holzfäller, um welche Baumart es sich letztendlich handelte. Die Baumwurzel hatte armdicke, gewundene Wurzeln, die eher einem Lebewesen ähnelten als einer Baumwurzel.
Schließlich war es geschafft, die Baumwurzel wurde ans Ufer gerollt. Aber bei der nächsten Flut geschah etwas Seltsames. Die Wurzel wurde zum Pfarrhaus gespült, der Priester besprengte sie mit Weihwasser und befahl seinem Knecht, den Wurzelstock zu zerschlagen. Aber egal, wie sehr er sich auch abmühte, er konnte nicht einmal Keile in das harte Holz treiben. Am nächsten Tag kam der Knecht mit mehreren Männern zurück, um es erneut zu versuchen, aber die Wurzel war verschwunden.
Die Leute sagten, diese Wurzel sei der Geist der Seisenbergschlucht gewesen, und das Weihwasser, mit dem der Priester die Wurzel besprengt hatte, habe den Geist endlich erlöst.
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