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Quecksilber Bergwerk


Bild: eine Eisenkugel schwimmt im flüssigen Quecksilber.
Bild: gediegenes Quecksilber im Bergwerk (Idrija, Slovenia).

Quecksilber ist ein Metall mit einigen äußerst seltsamen Eigenschaften. Es ist bei Zimmertemperatur flüssig und recht schwer (13,6 g/cm³) und von grauer oder silbriger Farbe. Der Name Quecksilber läßt sich wohl darauf zurückführen, dass kleine Mengen durch die hohe Oberflächenspannung kleine Kügelchen formen, die auf glatten Flächen recht schnell wegrollen können. Durch das hohe spezifische Gewicht schwimmen massive Gegenstände aus Eisen auf Quecksilber.

Quecksilber ist giftig. Unglücklicherweise verdunstet Quecksilber bei Zimmertemperatur und der Quecksilberdampf ist besonders gefährlich. Der Körper ist nicht in der Lage Quecksilber auszuscheiden, so reichert es sich im Laufe der Zeit an bis es zu Vergiftungserscheinungen kommt. Quecksilbervergiftungen sind äußerst schmerzhaft und in der Regel tödlich.

Durch seine besonderen physikalischen Eigenschaften kommt Quecksilber in der Natur recht häufig in gediegener Form vor. So ist es möglich Quecksilber in Bergwerken einfach mit Hilfe einer Pipette aufzulesen. Doch ist das äußerst gefährlich, da das gediegene Quecksilber verdunstet und so diese Bergwerke besonders gefährlich sind. Dies wirkt sich natürlich auf Bergarbeiter die jahrelang in dem Berwerk arbeiten fatal aus.

Bild: Zinnober Erz (Quecksilbersulfid, HgS).

Eine andere typische Quecksilberverbindung ist Zinnober (Quecksilbersulfid, HgS), das einen sehr hohen Gehalt an Quecksilber besitzen kann. Der Abbau dieses Erzes ist weniger gefährlich, aber es ist notwendig das Zinnober zu erhitzen um das Quecksilber zu gewinnen. Der Bedarf an Brennmaterial, früher Holz in großen Mengen, führte in der Umgebung von Quecksilberbergwerken häufig zu einem Raubbau an den naheligenden Waldbeständen.

Das flüssige Metall Quecksilber ist äußerst wichtig für die moderne Industrie. Es wird in Neigungsschaltern für Autoalarmanlagen ebenso verwendet wie für Bomben, es wird für Thermometer und für Barometer benutzt. Die Quecksilberverbindung Amalgam ist nach wie vor ein wichtiger Werkstoff in der Zahnheilkunde. Doch wegen der potentiellen Gefahr für den Organismus wird es zunehmend durch Kuststoffe oder Keramik ersetzt.

Unglücklicherweise kann Quecksilber für die Gewinnung von Gold verwendet werden. Goldablagerungen in Sedimenten bestehen meist aus fein verteiltem Goldstaub. Wird zu dem goldhaltigen Schlamm Quecksilber hinzugefügt sammeln die Quecksilbertröpfchen den Goldstaub auf und binden ihn. Das schwere Quecksilber kann dann durch sein hohes spezifisches Gewicht verhältnismäßig einfach vom Sand separiert werden. Natürlich kann das Quecksilber nicht wieder vollständig getrennt werden, und so verseuchen derartige Goldgewinnungsanlagen die Umgebung mit Quecksilber.

Auch alte aufgelassene Quecksilber Bergwerke können zu einer Gefahr für die Gesundheit der Anwohner werden. Grundwasser dring in die aufgelassenen Schächte ein und nimmt Quecksilber und andere toxische Stoffe auf, die so in das Trinkwasser und in den Nahrungskreislauf gelangen können.


 Antonijev Rov |  Schmittenstollen

Siehe auch


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