Mundus subterraneus

Athanasius Kircher (1602-1680)


Der Jesuitenpater und Professor für Mathematik, Philosophie und orientalische Sprachen, Athanasius Kircher wirkte in Würzburg und Worms. 1678 veröffentlichte er sein berühmtestets Werk, Mundus subterraneus (Unterirdische Welt). Der genaue Titel des Werks war:


Mundus subterraneus
Athanasii Kircheri e Soc. Jesu Mundus subterraneus, in XII libros digestus.
Amsterdam: Joannes Janssonius à Waesberge & Filios, 1678.


458 Blatt, pp. i-xx, 1-366, i-vi; i-viii, 1-507, i-ix; 26 Tafeln; 383x240 mm


Das Buch beschreibt eine Vielzahl unterirdischer Dinge: Höhlen, Vulkane und Quellen. Aber auch eine Zusammenstellung der berühmtesten Riesen enthält das Buch. Im Buch wird eine Abbildung gezeigt, die eine Art Reihenfolge der größten Riesen darstellt:

  1. Der zehn Meter hohe Sizilianische Riese dessen Reste im 14. Jahrhundert in einer Höhle bei Trapani auf Sizilien geborgen wurden. Der italienische Dichter Gioivanni Boccaccio schrieb diese Funde dem aus der Odysseus-Sage bekannten Riesen Polyphem zu.
  2. Der Riese Gigas Mauritaniae.
  3. Als drittgrößten Riesen erwähnte Kircher den Luzerner Riesen (Gigas). Seine Überreste waren 1577 nach einem Sturm bei Reiden nahe des Vierwaldstätter Sees unter einer gefällten Eiche zum Vorschein gekommen waren. Der Basler Arzt Felix Platter errechnete eine Körperlänge von 19 Fuß, also mehr als fünf Meter, für diesen Riesen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden von einem Anatomen die noch vorhandenen Knochenreste eindeutig als die eines Mammuts identifiziert.
  4. Dann der biblische Goliath.

  5. Siehe auch


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