Karren


Image: Karren in Gips am Südrand des Harz, Deutschland.

Karren sind Lösungsformen von Gesteinen, insbesondere Kalk und Gips, die durch chemische Auflösung entstehen. Sie sind typisch für Karstgebiete, treten sowohl in Höhlen als auch an der Oberfläche auf. Der Name Karren stammt aus den nördlichen Kalkalpen in Österreich, wo es große hochalpine Karstgebiete gibt, in denen Karren sehr häufig auftreten. Diese Karstgebiete sind aufgrund des Klimas bzw. der Höhe nackte Karstgebiete, so dass die Karren gut sichtbar sind.

Image: Karren auf dem Burren in Irland.

Karren treten in den verschiedensten Größen auf, von kleinen Rinnen mit etwa 5 bis 10 Zentimeter Breite, bis hin zu großen Spalten.

Karren entstehen durch Unebenheiten der Oberfläche, denen das abfließende Wasser folgt. Dabei wird Kalk gelöst, so dass eine winzige Vertiefung verstärt wird, sich eine rinnenartige Struktur bildet in der auch weiterhin Wasser abfließt. Schließlich fließt das Wasser immer zuerst in die Karren hinein und dann in den Karren talwärts. Dieser selbstverstärkende Prozeß führt eigentlich zwangsweise zur Bildung von Karren.

Die Karren auf dem Bild vom Burren dürfen jedoch nicht mit den daneben liegenden Karstspalten verwechselt werden. Diese Spalten entstanden durch Erweiterung einer Kluft oder Schichtfuge im Gestein, die als Angriffspunkt für das Wasser diente.


Hauptseite | Allgemeine Informationen | Karstgeologie
Letzte Änderung Impressum, © Jochen Duckeck.