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Kolke

Strudellöcher - Strudeltöpfe


Bild: zwei Kolke, die durch einen tiefen Erosionskanal verbunden sind.  Grottes des Planches, Frankreich.
Bild: ein Kolk mit der typischen Form: kreisförmig mit senkrechten Wänden. Der Stein im Kolk wurde vom Wasser solange herum gestrudelt bis er seine abgerundete Form erhalten hatte. Gleichzeitig wurde der Kolk vergrößert.  Spannagelhöhle, Österreich.

Strudeltöpfe entstehen wie der name schon sagt durch strudelndes Wasser. Es sind ganz typische Erosionsformen. Ein Fluß mit hoher Energie, also großem Gefälle, transportiert Sand, Geröll und Steinbrocken. Dieses Material erodiert die Wände und den Boden des Flußbetts und bildet dabei abgerundete Formen. Strudel führen jedoch dazu, dass das Wasser seine Fracht immer an der gleichen Stelle im Kreis herum transportiert und dabei ein großes Loch in das Flußbett bohrt. So entsteht ein Kolk.

So unterschiedlich wie die Strudel sein können sind auch die daraus resultierenden Kolke. Normalerweise sind sie rund oder oval, können aber auch spiralförmig eingedickt sein. Typischerweise sind sie viel tiefer als ihr Durchmesser und erinnern an Bohrlöcher. Der Boden ist oft flach, typisch sind aber auch drei in einem gleichschenkligen Dreieck angeordneten (um 60° versetzte) Löcher am Grund. Diese können wiederum Unterkolke bilden.

Diese Erosionsformen können überall gefunden werden wo Wasser fließt. Man findet sie in Klammen, Canyons und Wildbächen. Aber auch am Rande und unter Gletschern werden sie über Jahrhunderte hinweg vom Schmelzwasser gebildet. In diesem Fall nennt man sie Gletschermühlen. Sehr eindrucksvolle Exemplare kann man in der Schweiz im Kanton Wallis bewundern, die etwa einen Meter im Durchmesser und 15m Tiefe haben.

Kolke sind zwar typisch für Flußhöen, sind aber nicht auf Höhlen beschränkt. Sie treten überal auf der Welt und in beliebigen Gesteinen auf. Somit kann man sie nicht wirklich als Karstform bezeichnen.


Siehe auch


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