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Höhlenbär

Ursus spelaeus


Bild: ein Höhlenbärenskelett, gefunden und ausgestellt in der  Teufelshöhle, in Franken, Deutschland.
Bild: Rekonstruktion eines Höhlenbärenskeletts in aufgerichteter Haltung.  Höhlenkundliches Museum Laichingen, Deutschland.

Der Höhlenbär (Ursus spelaeus Rosenmüller, 1794) lebte in Europa während des Pleistozän. Der Namensteil Spelaeus wurde von der Tatsache abgeleitet, dass er in Höhlen lebte. Höhlenbären nutzen Höhlen als Wohnstätten, zum Überwintern, als Kreissaal und als Friedhof. Dagegen benutzen Braunbären die Höhlen ausschließlich zum Winterschlaf.

In vielen Höhlen überall in Europa wurden Überreste der Höhlenbären gefunden. Die meisten Knochen, die in Höhlen gefunden werden stammen vom Höhlenbären. Und in so mancher Schauhöhle ist ein rekonstruiertes Skelett ausgestellt.

Der Hauptunterschied zwischen dem Höhlenbären und dem heutigen Braunbären ist die Größe. Der Höhlenbär konnte bis zu einer Tonne wiegen und seine Schulterhöhe war höher. Außerdem hat er eine höhere Stirn.

Der Höhlenbär war Pflanzenfresser. Er ernährte sich von Kräutern, Gras, Beeren und dem Honig von wilden Bienen. Nur selten jagte er kleinere Tiere.

Höhlenbären wurden maximal 20 Jahre alt.

Am Ende der Eiszeit schrumpften die Wälder stark ein. Das verschwinden dieser primären Nahrungsquelle führte in der ersten Hälfte der Würm Eiszeit, vor etwa 10.000 Jahren, zum Aussterben des Höhlenbären.


Siehe auch


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