| In English |
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| Bild: Eingang. |
| Ort: |
In Bad Grund, 10km nördlich von Osterode. A7 Ausf Seesen (Harz), B243 Ausf Bad Grund, direkt an der B2424 (Harzhochstraße) zwischen den beiden Abfahrten nach Bad Grund. |
| Öffnungszeiten: | 25-DEZ bis 06-JAN täglich 10-15:30, 07-JAN bis 31-JAN Do+So 10-15:30, FEB bis MAR Di-So 10-15:30, APR bis OKT täglich 9-16:30, NOV Mi+Do 10-12:30, Fr-So 10-15. 01-DEZ bis 24-DEZ Do+So 10-15:30. [2006] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 3.50, Kinder (0-15) EUR 2. Gruppen (10+): Erwachsene EUR 2.50, Kinder (0-15) EUR 1.80. Kurkarte: Erwachsene EUR 2.75, Kinder (0-15) EUR 1.80. [2006] |
| Typ: |
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| Licht: | elektrisch |
| Dimension: |
Halbhöhle L=13m,
Gelber Stieg L=77m,
Klingbiel-Grotte L=11.5m,
Tropfsteinhöhle L=123m,
Spatzier-Stollen L=78m,
Gesamt: L=300m, HD=27,1m. T=8-9°C, H=100%. |
| Führungen: |
L=220m, D=40min., St=136, HD=27m, V=62.000/a [2005].
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| Literatur: |
Dr. S. Kempe, F. Reinboth, F. Knolle (Red.) (1985):
Die Iberger Tropfsteinhöhle bei Bad Grund (Harz),
Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde in Niedersachsen e.V., Osterrode am Harz, 60 Seiten, 20Abb., Plan, Heftbindung. |
| Adresse: |
Landkreis Osterode am Harz, z. Hd. Herrn Dr. Stefan Flindt, IV.5, Herzberger Straße 5, 37520 Osterode am Harz, Tel: +49-5327-829391 (Höhle), +49-5327-829348, Fax: +49-5327-829496. E-mail: |
| Stand: | $Date: 2008/04/14 06:41:58 $ |
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| Bild: eine typische Wasserstandsmarke. |
| im Mittelalter | beim Bergbau entdeckt. | |
| 1734 | erstmals beschrieben, Brückmann. | |
| 1874 | Wege und Treppen, Eröffnung des Schaubetriebs. | |
| 1911 | Bau des Eingangsstollen durch Spatzier, Vermessung. | |
| 1952 | elektrische Beleuchtung. | |
| 1982 | Neuvermessung der Höhle. |
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| Bild: Kalkabbau auf dem Iberg. |
Die Iberger Tropfsteinhöhle befindet sich oberhalb des Kurortes Bad Grund, direkt an der Harzhochstraße B242. Der Iberg (563m NN) ist eine kleine Insel aus Kalkstein im ansonsten vorwiegend aus kristallinen Gesteinen bestehenden Harz. Es handelt sich wie bei den anderen Kalkgebieten im Harz um ein Riff aus der Devonzeit. Wenn man bergauf fährt wird der Kalk eindrucksvoll durch einen recht malerischen Kalkfelsen ankündigt. Gleich darauf erreicht man den Parkplatz der Höhle. Von hier ist es noch ein Spaziergang von zehn Minuten bergauf bis zum Höhleneingang.
Die Höhle wird durch einen Bergwerksstollen, den 78m langen Hauptmann-Spatzier-Stollen betreten. Etwa in der Mitte wird ein größerer Höhlenraum durchschnitten, der einiges an Versinterungen aufweist und auch eine kleine Ausstellung mit Mineralien und Fossilien beherbergt. Schließlich erreicht man die eigentliche Höhle an ihrem tiefsten Punkt. Der Hauptraum besitzt ganz beeindruckende Dimensionen. Man verläßt ihn um einen kleinen Rundgang durch Seitengänge anzutreten, und erreicht ihn schließlich wieder auf etwas höherem Niveau. Hier befindet sich die touristische Hauptsehenswürdigkeit, König Hübich, dazu gleich mehr. Der Weg führt von hier weitere Treppen hinauf, bis die Höhle an ihrem höchsten Punkt wieder verlassen wird. Auf bequemen Wanderwegen geht es durch den lichten Buchenwald zum Eingang und zum Parkplatz zurück.
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| Bild:dieser Stalagmit wird König Hübich genannt. |
Die Iberger Tropfsteinhöhle ist eine eher kleine Höhle. Sie besitzt, trotz des Namens recht wenig Tropfsteinschmuck. Sogar König Hübich, ein etwa 1m hoher Stalagmit ist getürkt, da seine Spitze bereits vor vielen Jahrzehnten an dieser Stelle aufgesetzt wurde. Da es sich um eine Tropfstelle handelt, bei der tatsächlich Kalk abgelagert wird, ist er inzwischen angewachsen, auch wenn die Bruchstelle noch deutlich sichtbar ist. Die Höhle war vor der Wende wohl die meistbesuchte Schauhöhle des Westharzes, nachdem nun aber die größeren Höhlen des Ostharzes wieder zugänglich sind, hat sich die Bedeutung und vor allem auch die Besucherzahlen der Höhle deutlich verringert. Wenn durch diese eher ernüchternde Beschreibung der Eindruck erweckt wurde, die Höhle sei nicht sehenswert, so ist dies sicherlich falsch. Die Entstehung der Höhlen im Iberg weist eine einmalige Besonderheit auf, und deshalb ist diese Höhle trotz ihrer touristischen Unzulänglichkeiten vom geologischen Standpunkt außerst sehenswert.
Die Höhlen im Iberg enthalten große Lager von Eisenerzen, bei deren Abbau diese und viele andere Hohlräume entdeckt wurden. Nach einer äußerst interessanten Theorie ist gerade das Eisenerz maßgeblich für die Höhlenentstehung verantwortlich. Während normalerweise ausschließlich das in der Luft und im Erdboden beim Versickern aufgenommene CO2 für die Lösung des Kalks verantwortlich ist, wurde hier das nötige CO2 an Ort und Stelle, bei der Verwitterung von Sideritlagern, frei.
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| Bild: der Höhlenausgang. |
Siderit ist ein Eisenkarbonat und zerfällt im belüfteten Grundwasser zu Eisenoxid und CO2. Dadurch wurde also einerseits die Höhlenentstehung gefördert, andererseits wurde dieses Eisenoxid in der Höhle in größeren Mengen abgelagert. So wundert es nicht, daß im Mittelalter der Berbau im Iberg fast ausschließlich auf den Abbau der leicht zu verhüttenden mulmigen Brauneisenerze in den Höhlen gerichtet war.
Ein Indiz, das diese Theorie untermauert sind die außergewöhnlichen Wasserstandsmarken der Höhle. Da ein stehendes Gewässer in dem die Umwandlung von Siderit in Brauneisen kontinierlich abläuft, über einen ständigen Nachschub an CO2 verfügt, geht die Korrosion im gesamten unter Wasser befindlichen Bereich vor sich. Das bedeutet, daß der Raum sich von jeder Wasserstandsmarke nach unten vergrößert. Bei sonst üblichen Wasserstandsmarken wird dagegen nur im Bereich des Wasserspiegels durch Mischungskorrosion mit dem Tropfwasser gelöst und es bildet sich eine horizontal verlaufende Einbuchtung.
Eine weitere Besonderheit sind Sinterbildungen, die durch Kupfermineralien blaugrün gefärbt sind. In einem typischen Karstgebiet finden sich nur bräunlich oder rötlich verfärbte Sinter. Das liegt daran, daß Kalksteine ein marines Sediment sind, das im Allgemeinen nur Eisenablagerungen und Mangan enthält. Der Harz besitzt Klüfte die durch hydrothermale Lösungen unter anderem mit polymetallischen Erzen verfüllt wurden, und so sind Kupfererze vorhanden, die diese Färbungen verursachen.
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| Iberger Tropfsteinhöhle Gallerie |
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