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| Bild: Der Eingang zur Einhornhöhle. |
| Ort: | 2km NE Scharzfeld, 15km SE Osterode. A7 Ausf Seesen(Harz), B243 34km bis Ausf Scharzfeld. Durch Scharzfeld, kurz nach der Ortsmitte links, Stichstraße 2km bis zum Waldparkplatz, beschildert. 300 m Fußweg. |
| Öffnungszeiten: |
JAN bis MÄR Sa, So 11-16. APR bis OKT Di-So 10-17. Weihnachtsferien in Niedersachsen täglich 11-16. Letzte Führung eine Stunde vor Schließung. [2009] |
| Eintrittspreise: |
Erwachsene EUR 6, Kinder (6-12) EUR 4, Kinder (0-6) EUR 1. Gruppen (20+): Sonderpreise bei Voranmeldung und Summenbezahlung. [2009] |
| Typ: |
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| Licht: | elektrisch |
| Dimension: | L=610m, H=25m. GR: L=30m, H=12m. |
| Führungen: | L=365m, D=50min, St=60, V=15.000/a [2005]. |
| Literatur: |
Fritz Reinboth (2001):
Über das "vermeynte bey Quedlinburg gefundene Einhorn",
Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforsch. 47, H. 4, S. 106 - 107, München Ralf Nielbock (1990): Die Einhornhöhle-ein quartärwissenschaftliches Kleinod im Südharz , Mitt.Verb. dt. Höhlen- & Karstforscher, H.36 (2): S. 24-27, 2 Abb.; München 1990. Erich Thenius (1997): Neues vom Einhorn - Fabelwesen oder reale Existenz? Sage oder Wirklichkeit?, Natur und Museum, 127 (1), Frankfurt a.M., 1.1.1997, S. 1-10, 9 Abb. |
| Adresse: |
Gesellschaft Unicornu fossile e.V., Geschäftsstelle Einhornhöhle, Dr. Ralf-D. Nielbock, Im Strange 12, 37520 Osterode am Harz, Tel: 05522-31593-85, Fax: 05522-31593-86, Handy 0160-96753324.
E-mail: |
| Stand: | $Date: 2009/08/10 08:09:40 $ |
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| Bild: eine interessante Decke. |
| 1541 | erste Erwähnung in einer Grenzurkunde als Zwergenlöcher. | |
| 1583 | Ausführliche Beschreibung von dem Chronist Letzner. | |
| 1686 | Grabung, Beschreibung und Befahrungsbericht von Leibniz. | |
| 1729 | Einbau einer Treppe wegen eines erwarteten Besuchs durch den hannoverschen König Georg II., der allerdings nicht stattfand. | |
| 1748 | erste Erwähnung unter dem Namens Einhorns-Loch. | |
| 1784 | Besuch Goethes . | |
| 1872 | Grabung durch Virchow. | |
| 1902 bis 1910 | Besuche und Berichterstattung duch Hermann Löns. | |
| 1905 | Bau des Eingangsstollens. | |
| 1908 | Beginn des stetigen Ausbaus der Höhle unter der Betreuung durch den Harzclub-Zweigverein Scharzfeld. | |
| 1956 | dreijährige Ausgrabungen durch Meischner. | |
| 1968 | Ausgrabungen durch Schütt. | |
| 1985-1988 | Ausgrabungen durch das Niedersächische Landesmuseum Hannover, Urgeschichtsabteilung, belegen, dass vor über 100000 Jahren der Neanderthaler die Höhle über lange Zeiträume bewohnte. | |
| 01-JAN-2002 | Höhle geschlossen. | |
| 01-APR-2003 | Neueröffnung durch den neuen Betreiber. |
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| Bild: die erste Halle nach dem künstlichen Zugangstunnel. |
Die Einhornhöhle wird durch einen Eingansstollen an ihrem Ende betreten. Man folgt dann ihrem Hauptgang durch immer größere Hallen bis zur Blauen Grotte, einem Raum dessen Decke eingestürzt ist. Er war der frühere Zugang zur Höhle. Heute wird die Einhornhöhle hier über eine lange Treppe verlassen. Die Schillerhalle weist durch ihre Form eine recht gute Akkustik auf. Wenn Sie Glück haben beweist Ihr Führer das mit einem echten Harzer Jodler.
In der Einhornhöhle wurden mehrfach prähistorische Funde gemacht. Dadurch, dass die Höhle eine schachtförmige Öffnung hatte, fielen immer wieder Tiere hinunter und konnten sie nicht mehr verlassen. Aber auch Menschen suchten hier Unterschlupf. Wahrscheinlich benutzten sie eine ähnliche Technik um die Höhle zu betreten, wie die Besucher noch bis ins 18. Jahrhundert. Dabei wurde ein Baumstamm gefällt und ins Loch geworfen, damit man an seinen Ästen hinuntersteigen konnte.
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| Bild: die Blaue Grotte, der heutige Höhlenausgang. |
Der Name der Höhle bezieht sich auf einen Knochenfund, der von Otto von Guericke, dem berühmten Bürgermeister von Magdeburg, als Einhorn rekonstruiert wurde. Auch Leibniz übernahm diese Erkenntnis in seine 1749 erschienene Protagaea. Im Volk wurde den Einhornknochen Heilkräfte zugesprochen, so dass lange Zeit Höhlenbärenknochen zu Medizin verarbeitet wurden. Auch Tropfsteine wurden häufig als Hörner des Einhorns verkauft, so dass die Höhle ihres Tropfsteinschmucks vollständig beraubt ist.
Otto von Guericke wurde vor allem durch seinen Versuch mit den Magdeburger Halbkugeln berühmt. Er pumpte die Luft aus zwei luftdichten Metall-Halbkugeln, Diese liesen sich danach nicht einmal von zwei Pferdegespannen auseinanderziehen. Weitere Versuche mit dem Luftdruck führten zur Erfindung des Barometers.
Die Höhle war im Jahr 2002 geschlossen, da der bisherige Pächter, der Harzklub-Zweigverein e.V., seine Tätigkeit eingestellt hat. Daraufhin wurde für die Einhornhöhle am 1.6.2002 der Förder- und Betreiberverein "Gesellschaft Unicornu fossile" gegründet. Dem Verein gelang es eine ABM-Stelle zu schaffen und die Höhle im Frühling 2003 wieder zu eröffnen.
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