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Altensteiner Höhle


Touristische Informationen:

Bild: der Eingang zur Höhle.
Ort: A4 Ausf Eisenach-Ost, F19 20km nach S bis Gumpelbach, links ab nach Bad Liebenstein-Schweina, am Ortsausgang von Schweina an der Kreuzung der Staßen nach Schloß Altenstein und Bad Liebenstein. (50°49'42.06"N,10°20'48.25"E)
Öffnungszeiten: Bis MÄR geschlossen.
[2017]
Eintrittspreise: Erw 3.10, Erm 1.60, Grp ab 15P 2.60, Sch 1.10
Typ:  ,
Licht: elektrisch
Dimension: L=500m
Führungen: L=360m, St=112, V=4.500/a [200?].
See im unausgebauten Teil: L=250m
Fotografieren:  
Zugänglichkeit:  
Literatur: Die Altensteiner Höhle, Gemeinde Schweina, Thüringen. Hrsg: Kulturbund Gemeinde Schweina
Adresse: Altensteiner Höhle, Höhlenverwaltung, 36448 Schweina/Thüringen, Tel. +49-36961-2687 oder +49-36961-2688.
Nach unserem Wissen sind die Angaben für das in eckigen Klammern angegebene Jahr korrekt.
Allerdings können sich Öffnungszeiten und Preise schnell ändern, ohne daß wir benachrichtigt werden.
Bitte prüfen Sie bei Bedarf die aktuellen Werte beim Betreiber, zum Beispiel auf der offiziellen Website in der Linkliste.
Stand: $Date: 2015/11/20 13:24:32 $

Geschichte

Bild: ein ganz typisches Gangprofil.
 
1799 Beim Bau der Straße von Schweina nach Altenstein entdeckt.
1802 Ausbau der Höhle, Eingangsstollen und Wege.
19.Jh Die meininger Herzöge veranstalten Konzerte und Illuminationen für ausgewählte Gäste.
1951 Beginn der Erkundung und Erschließung der Höhle durch die Natur- und Heimatfreunde von Schweina.
1984 Einrichtung einer ständigen Ausstellung in der Höhle zur Entstehung.
1984 Beginn der regelmäßigen Höhlenkonzerte.
2016 Höhlenbetreiber Bernd Mylius gestorben und Höhle vorübergehend geschlossen, Suche nach einem neuen Pächter.

Bemerkungen

Schloß Altenstein und die Ruine Liebenstein stehen auf massigen Kalkfelsen, die zur Zechsteinzeit als Algenriffe auf submarinen Felsklippen gewachsen sind. Diese Felsklippen bildeten den N-S-ausgerichteten Ruhlaer Sattel.

Die Zechsteinriffe wurden auf den Höhen des Thüringer Waldes vollständig abgetragen. Im südlichen und nördlichen Vorland dagegen befinden sie sich tief unter Buntsandsteinschichten. Bei Schweina befindet sich jedoch eine Zone, die nicht so stark gehoben wurde wie der Thüringer Wald, aber stärker als das Vorland. Dadurch sind die Riffe hier durch die Abtragung ungefähr in ihrer ursprünglichen Form aus den Deckschichten herausverwittert.

Bild: die Konzerthalle im Dom.

Die Altensteiner Höhle ist zu einem großen Teil als Primärhöhle entstanden. Beim Entstehen des Riffs, wuchsen die Korallen ungleichmäßig und umschloßen immer wieder größere Hohlräume. Als der Höhlenbach sich seinen Weg durch das Gestein suchte, wählte er natürlich den leichtesten Weg, und der ging durch möglichst viele schon vorhandene Hohlräume. Der Bach hat also die schon vorhandenen Hohlräume zu dem langen Gang verbunden. Der Aufbau des Riffs ist an den Höhlenwänden sehr schön zu sehen. Das Riffgestein ist schichtungslos und weist unregelmäßige Hohlräume auf. In den Riffzwischenräumen sammelten sich zu Zeit der Entstehung des Riffs schon Trümmer, die an der deutlichen Schichtung zu erkennen sind.

In der Höhle wurden Knochen des Höhlenbären (Ursus spelaeus) gefunden, die aber mit ziemlicher Sicherheit in die Höhle hineingeschwemmt wurden. Die Höhle hatte bis zu ihrer Entdeckung 1799 keinen natürlichen Eingang.

Die Höhle besitzt keine Tropfsteine. Da kein Sickerwasser von oben in die Höhle dringt, können sie sich nicht bilden. Der Grund dafür ist wahrscheinlich eine wasserundurchlässige Schicht über der Höhlendecke.

Im größten Raum der Höhle, dem Dom werden seit einigen Jahren Konzerte aufgeführt. Diese Konzerte finden während der Saison meist Sonntags um 15 Uhr statt. Während dieser Zeit fallen natürlich die normalen Höhlenführungen aus!

In der Nachbarschaft der Altensteiner Höhle und in den anderen Riffen sind weitere Höhlen bekannt. Einige kleinere sind in den Altensteiner Park integriert worden. Der Fels oberhalb der Höhle heißt Hohler Fels, weil er nach einer Sage völlig hohl und mit Wasser gefüllt sein soll. In Bad Liebenstein befindet sich die Erdfallhöhle, in der ebenfalls Überreste des Höhlenbären gefunden wurden.

In Bad Liebenstein steigt an den Südrandverwerfungen des Thüringer Waldes Kohlensäure-haltiges Wasser auf. Diesen Quellen verdankt der Ort seinen medizinischen Ruf.



Altensteiner Höhle Gallerie