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Nürnberger Wasserstollen und Kasematten
Touristische Informationen:
Geschichte
Bemerkungen
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| Bild: ein kleiner Teil des Wassersammelsystems. Ein kleiner Graben im Boden des Kellers leitet das gesammelte Wasser in eine Zisterne. |
Der Burgberg von Nürnberg wird von unzähligen Gängen durchzogen.
Eine Besonderheit bilden dabei die mittelalterlichen Wasserstollen, die zur
Versorgung der Bürger angelegt wurden.
Sie wurden von Wasserwarten unterhalten und waren eine besonders empfindliche
Stelle der Stadt, so dass ihre genaue Lage streng geheim war.
In bestimmten Sohlen des Berges, durch eingeschaltete wasserdichte Tonschichten,
wird das Sickerwasser gestaut und kann als Trinkwasser gewonnen werden.
Dies ist vor allem deshalb interessant, weil das Oberflächenwasser auf
seinem Weg durch das Gestein gefiltert und gereinigt wird.
Das Wasser mehrerer Erfassungsstellen wird dann in langen Stollen gesammelt und
zu den in der ganzen Nordstadt verteilten öffentlichen Brunnen geleitet.
Auch der berühmte schöne Brunnen auf dem Hauptmarkt wurde einst
auf diese Weise mit Wasser gespeist.
Natürlich überforderten die Abwässer der vielen Menschen die
natürliche Reinigunsgwirkung des Gesteins, was einerseits ein Licht auf die
Widerstandskraft der damaligen Menschen wirft und andererseits auch die
Bevorzugung des Biers als alltägliches Getränk erklärt.
Heute gibt es eine Kanalisation für Abwässer, doch durch den Eintrag
vielfältiger Umweltgifte ist die Reinheit des Wassers weiterhin
unzureichend.
Außerdem hat durch die Versiegelung des Bodens durch Gebäude,
Straßenbelag und Pflaster, die Wassermenge stark abgenommen.
Eine Einführung in die Rechte und Pflichten der Wasserwarte und die
Funktionsweise der Wassergewinnungsanlagen bekommt man bereits bei der
Besichtigung der Nürberger Felsenkeller.
Doch auf dieser Führung erhält man die einmalige Gelegenheit einen
derartigen Stollen von innen zu sehen.
Siehe auch